English Version

Archiv für Juli 2011

Selbstbewusstsein unter den Schleiern

Dienstag, 26. Juli 2011

Ich ertappe mich oft dabei, einigermaßen einseitig zu reagieren, wenn ich Frauen im Schador sehe. Vor allem, wenn ich ihnen in Deutschland begegne. Ich frage mich, was das für ein Menschenverständnis ist, Frauen in der Öffentlichkeit so zu „verstecken“ und, dass es bestimmt gegen ihren erklärten Willen geschieht. Nun kann man über die Auslegung des Koran sicher lange und viel streiten. Das tun ja die Muslime selbst. Meistens übrigens – entgegen dem Bild, das von ihnen allzu oft gezeichnet wird – überaus friedlich.

Bakhti Hilal ist Absolventin eines Hebammenkurses im Swat-Tal. (Foto: CARE/Schwarz)

weiterlesen »

1 Kommentar »

Äthiopien: Am Rande einer Katastrophe

Montag, 25. Juli 2011

Von CARE-Mitarbeiterin Audrèe Montpetit

Zehn Stunden hat die Autofahrt von Addis Abeba zum CARE Büro der Borena-Region in Yabello gedauert, eine kleine Stadt etwa 200 Kilometer von der kenianischen Grenze entfernt. Da die Dürre sich in der Region immer weiter verschlimmert, weitet CARE seine Hilfe aus. In Borena leben vor allem Viehbesitzer, die von der anhaltenden Dürre besonders betroffen sind.

Für ihre abgemagerten Kühe bekommen Familien noch etwa 50 US Dollar sowie Nahrung für ihre verbliebenen Kühe. (Foto: CARE/Bulling)

weiterlesen »

Kein Kommentar »

Ohne Bildung kein Ausweg aus der Armut

Montag, 25. Juli 2011

„Wissen Sie, Sir..“ Vor allem junge Leute sprechen einen mit „Sir“ an, wenn man etwas älter ist. „Wissen Sie, das Wichtigste ist doch die Ausbildung, oder? Ich meine eine gute Ausbildung, auf hohem Niveau. Sonst geht es nicht wirklich weiter.“

"Bildung ist das Wichtigste!" (Foto: CARE/Warrick Page)

weiterlesen »

Kein Kommentar »

Nach der Flut, vor der Flut

Freitag, 22. Juli 2011

Ich erinnere mich ziemlich genau an diese Zeit im vergangenen Jahr. Mein Vater feierte bei ziemlich guter Gesundheit seinen 82. Geburtstag, meine Kollegin Sandra Bulling machte sich auf zum Balkan, wo CARE auch arbeitet, und in NRW hatten die Sommerferien längst begonnen. weiterlesen »

Kein Kommentar »

Sorgen hier, Katastrophen dort

Donnerstag, 21. Juli 2011
Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)

Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)

„Jeder Tag Regen bringt Qualitätsverluste“, lese ich in einer Zeitung aus Deutschland. Ein Landwirt äußert sich besorgt über viel zu viel Regen im Rheinland. Er sagt: „Wir warten auf die große Hitze. Aber die ist nicht in Sicht.“ weiterlesen »

Kein Kommentar »

Dadaad – die Stadt der Flüchtlinge

Dienstag, 19. Juli 2011

Dadaab: Wie eine große Stadt wirken die drei Flüchtlingslager von oben. Mittlerweile leben über 380.000 Menschen in dem nordkenianischen Lager. (Foto: CARE/Underdown)

Gestern kam ich in Dadaab an. Das kleine Flugzeug erreichte in einem langen Bogen die Landepiste, dabei konnte ich von oben die drei Flüchtlingslager sehen. Das Bild ist mir bekannt, in den letzten Jahren war ich immer wieder in dem größten Flüchtlingslager der Erde. Beim Blick aus dem kleinen Fenster des Flugzeugs fällt mir aber auf, dass sich etwas geändert hat. An den Rändern des Lagers stehen hunderte kleiner Behausungen, ein paar Äste im Kreis aufgestellt und eine Plastikplane drüber, darin leben die Neuankömmlinge. Mehr als Tausend Menschen kommen seit Wochen jeden Tag in Dadaab an. Schon seit 20 Jahren suchen die Menschen Schutz in den Lagern von Dadaab. Die meisten kommen aus Somalia, dem Staat am Horn von Afrika, in dem es keine Regierung mehr gibt und Clans, religiöse Gruppen und wer weiß noch brutal um die Macht im Land kämpfen.

Das Lager ist völlig überlaufen
Die drei Lager waren ursprünglich mal für 90.000 Menschen geplant, im Januar 2011 waren es noch gut 300.000, und meine Kollegen von CARE hatten damals schon Mühe, gemeinsam mit anderen Organisationen alle zu versorgen. Jetzt ist die Situation allerdings dramatisch: Jeden Tag kommen 1500 Menschen in Dadaab an, viele sind von den Strapazen der Flucht völlig entkräftet, sie brauchen sofort Wasser, etwas zu essen, einen Platz zum schlafen und medizinische Vorsorgung. Mittlerweile sind mehr als 380.000 Flüchtlinge in Dadaab – zum Vergleich: Bonn hat gerade mal 325.000 Einwohner. Dadaab ist eine Stadt in der Wüste, in der die Bewohner fast vollständig auf die Hilfe von außen angewiesen sind.

Meine Kollegen in den CARE Büros arbeiten fast rund um die Uhr
Stanley, der Wasserbauexperte ist permanent beschäftigt, dafür zu sorgen, dass die ankommenden Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Im Moment wird mit Tankwagen das Wasser herbei geschafft. Stanley möchte allerdings so schnell wie möglich zwei neue Brunnen bohren. „Wenn wir die Brunnen haben, können wir Leitungen legen und Wasserhähne installieren, damit die Leute endlich alle genug Wasser haben“, erklärt er mir schnell. Denn schon wieder klingelt sein Telefon, ein Tankwagen hat eine Panne und muss schnellstens repariert werden. Ich sehe noch wie Stanley sich auf den Weg macht, um dafür zu sorgen, dass der Tankwagen schnell wieder Wasser zu den Menschen bringen kann.

Kein Kommentar »

Und die Kinder spielten

Sonntag, 17. Juli 2011

Alexandra Lopoukhine, CARE-Mitarbeiterin in Dadaab.

Neu ankommende Flüchtlinge aus Somalia warten darauf, in das Lager Dadaab aufgenommen zu werden. Frauen und Kinder werden zuerst eingelassen. (Foto: CARE/Kate Holt)

Neu ankommende Flüchtlinge aus Somalia warten darauf, in das Lager Dadaab aufgenommen zu werden. Frauen und Kinder werden zuerst eingelassen. (Foto: CARE/Kate Holt)

Ich bin heute früh aufgestanden und begleitete amerikanische und deutsche Journalisten zu einem Zelt, wo Flüchtlinge in Empfang genommen werden. Es war noch nicht geöffnet, aber davor hatten sich bereits ordentliche Reihen gebildet. weiterlesen »

1 Kommentar »