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Archiv für August 2012

Die Heimat ist nur noch eine Erinnerung

Donnerstag, 23. August 2012

von Marie-Eve Bertrand

Dieser Mann lebt in der malischen Stadt Djenné und bietet vier jungen Vertriebenen eine Unterkunft, obwohl auch er wirtschaftlich kämpfen muss. (Foto: CARE/ Marie-Eve Bertrand)

Dieser Mann lebt in der malischen Stadt Djenné und bietet vier jungen Vertriebenen eine Unterkunft, obwohl auch er wirtschaftlich kämpfen muss. (Foto: CARE/ Marie-Eve Bertrand)

Durch die andauernden Kämpfe in Mali fliehen auch weiterhin Menschen vor der Gewalt. Innerhalb Malis sind laut UN-Angaben derzeit rund 167.000 Menschen auf der Flucht, die meisten von ihnen kommen bei Gastfamilien unter.

Sie haben ihr Dorf geplündert. Sie töteten Menschen, zuerst die in Uniform: Soldaten, Staatsbeamte, Gefängnisaufseher. Um Angst zu säen, befreiten sie Gefangene. „Mein Mann hörte die Gewehrschüsse. Er verstand. Er sagte mir, ich solle mit den Kindern fliehen. Er selbst stieß ein paar Tage später zu uns. Ich hatte so große Angst. Wir flohen aus unserem Dorf, weiterlesen »

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Darlehen für schlüssige Geschäftsideen

Mittwoch, 15. August 2012

Vom Norden Serbiens reisten wir in eine weitere Projektregion von CARE im Süden des Landes. Wir besuchten ein sogenanntes „Grant Project“ in Niš. Grant bedeutet Darlehen auf Englisch – Darlehen in Form von materiellen Gegenständen, um kleine Geschäfte zu betreiben. Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Kosovo, die ihr Haus und ihre Lebensgrundlage im Kosovokrieg verloren haben, können sich für ein solches Darlehen bewerben.  Dazu müssen sie natürlich eine schlüssige Geschäftsidee haben.

Ivana kaufte sich mit dem Darlehen eine Maschine, um den Teig für Baklava und ähnliches zu produzieren, und finanziert sich so ihr Jurastudium (Foto: CARE/Mitscherlich)

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Die Frauen von Koundougou

Freitag, 10. August 2012

Von Marie-Eve Bertrand

Hier bin ich nun in Mali, im Dorf Koundougou, und denke über mein Leben nach und wo ich gerade stehe. Ich überlege mir, was ich in zwei oder drei Wochen, oder in einem Monat tun werde. Doch Frauen in Koundougou können sich das gar nicht leisten, sie denken nur an morgen. Morgen brauchen sie genug Milch für ihre jüngsten Kinder. Morgen benötigen sie Reis für die Kinder, damit sie nicht weinen müssen vor Hunger. Und auch ihre Männer haben leer Mägen. Erst wenn sie alle satt sind, werden die Mütter selbst essen. Egal, ob sie schwanger sind oder krank. Eine Mutter würde niemals ihre Kinder mit leerem Bauch ins Bett gehen lassen, nur damit sie gegessen hat.

"Alle warten gemeinsam geduldig auf die Nahrungsmittelverteilung, bis das lokale Komitee bereit ist." (Foto: CARE/Marie-Eve Bertrand)

“Alle warten gemeinsam geduldig auf die Nahrungsmittelverteilung, bis das lokale Komitee bereit ist.” (Foto: CARE/Marie-Eve Bertrand)

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Flüchtlinge. Gesichtslos.

Donnerstag, 02. August 2012

Die Reste des Übergangslagers und ganz hinten Syrien. (Foto: CARE/ Thomas Schwarz)

Beim Lesen der Jordan Times findet man auf der Titelseite mindestens vier verschiedene Temperaturen für die vier Himmelsrichtungen in Jordanien, manchmal sogar fünf. Während am Golf von Aqaba 41 Grad gemessen werden, sind es im Osten gerade mal 30. Da war ich gerade, im Osten des kleinen Landes Jordanien. In der Wüste und der Steppe dort werden es in diesen Tagen leicht 38, 40 Grad oder sogar mehr. Gerade wird dort auch ein neues, großes Flüchtlingslager aufgebaut. Dorthin wurden vor drei Tagen bereits diejenigen gebracht, die bis dahin in einem sogenannten weiterlesen »

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Der Fluss im Himmel

Mittwoch, 01. August 2012

Fünf syrische Kinder in Mafraq, Jordanien. Ihr Vater kam bereits vor Wochen in Syrien um. (Foto: CARE/ Thomas Schwarz)

Das übliche schöne, laute Kindergeschrei, Lachen, Trampeln und Rufen schallt durch das Treppenhaus, als wir die ersten Stufen von Faraks Haus betreten. Die 30-jährige aus Syrien hat hier eine Bleibe gefunden. Kein Zuhause, das ist woanders, aber immerhin hat sie mit ihren fünf Kindern ein festes Dach über dem Kopf. Niemand würde sich hier je über Kinderlärm beschweren. Anders als manchmal bei uns im reichen Deutschland, denke ich mir, aber verkneife mir eine Bemerkung. Es ist ein einfaches Haus, in der Treppe verbreitet sich ein Geruch von Abfall, es stinkt ein wenig. Die mit Glas eingefasste weiterlesen »

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