2016: Ein Jahr im Spiegel der Medien

“Tue Gutes und rede darüber.” So abgenutzt dieser Satz klingen mag, so sehr gilt er für den Job, den das CARE-Medienteam verantwortet: Die Themen, Einsätze und Anliegen von CARE an die Öffentlichkeit zu bringen. Über Interviewangebote, Medieninformationen, Gastbeiträge und viele andere Formate und Kanäle, auf denen wir mit Journalisten kommunizieren.

Unsere Presse-Pinnwand: Immer mit den neuesten Medien-Highlights gespickt. (Foto: Sabine Wilke/CARE)

Gedrucktes im CARE-Flur: Die Pinnwand vor dem Büro des Medienteams. (Foto: Sabine Wilke/CARE)

Wer sich derzeit Rückblicke auf das Jahr durchliest, dem begegnet viel, was ratlos und bisweilen traurig macht: anhaltende Kriege, Todesfälle berühmter Künstler, politische Umwälzungen. Es ist kein gutes Jahr gewesen, so der Tenor. Doch wir wären falsch platziert in unserem Job, wenn wir resigniert und enttäuscht zurückblicken würden. Denn positiv bleibt festzuhalten: Viele deutsche Medien haben trotz der Nachrichtendichte, dem Sparzwang und ihrem Zeitdruck immer wieder Themen Raum gegeben, die CARE am Herzen liegen:

Das Jahr 2016 begann dort, wo das vorherige aufhörte: in der Silvesternacht. Basheer Alzaalan, CARE-Bundesfreiwilliger und syrischer Flüchtling, sprach sich in der Mittelbayerischen Zeitung für eine konsequente Bestrafung der Täter von Köln und gegen Verallgemeinerungen und Vorurteile aus, die dem Zusammenleben schaden. In Syrien bestimmte derweil der Bürgerkrieg weiter den Alltag, schockierende Bilder aus der Stadt Madaya gingen um die Welt. Im Morgenecho des WDR sprach eine CARE-Mitarbeiterin über Hunger als Kriegswaffe.

Im Februar konnte CARE Aufmerksamkeit auf ein etwas sperriges Thema lenken: Das Wetterphänomen El Niño, so stark wie seit 35 Jahren nicht mehr, führte im südlichen Afrika zu schlimmen Dürren und Hunger. Marc Nosbach, CARE-Länderdirektor in Mosambik, sprach mit der Deutschen Welle und Barbara Jackson, die Direktorin für humanitäre Hilfe bei CARE, mit der Bild-Zeitung.

Der März war ein Monat trauriger Jahrestage: Am 15. März jährte sich in Syrien der Ausbruch der Gewalt zum fünften Mal, am 26. März die Militärintervention im Jemen zum ersten Mal. Besonders schlimm ist die Lage für Frauen, so CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung. Wie verhindert werden könne, dass aus dem Jemen ein zweites Syrien wird, erklärte Daw Mohammed, CARE-Länderdirektor im Jemen, in der Frankfurter Rundschau.

In Ecuador bebte Ende April die Erde. Mehr als 600 Menschen starben, fast 8.700 Menschen wurden von jetzt auf gleich obdachlos. CARE-Mitarbeiterin Ninja Taprogge reiste unmittelbar in die Krisenregion und berichtete dem Deutschlandradio Kultur. Bei SWR 2 sprach der Journalist Arndt Peltner über Begegnungen in Somaliland mit CARE.

Im Mai kamen Staaten und Hilfsorganisationen in Istanbul zum Weltgipfel der humanitären Hilfe zusammen, CARE-Chef Karl-Otto Zentel kommentierte dazu bei der Tagesschau. Johanna Mitscherlich berichtete der Frankfurter Rundschau über die desolate Lage von Flüchtlingen in Griechenland. Der Wonnemonat brachte aber auch schöne Ereignisse: CARE startete in die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag des CARE-Paketes mit einem großen Jubiläumskonzert in München. Star-Geigerin Arabella Steinbacher sprach mit dem Bayerischen Rundfunk über ihr Engagement. Und das Portal ZE.TT der ZEIT erzählte von Helga und Sajeda – einem Briefwechsel der besonderen Art.

Auch im Juni feierte CARE in vielen deutschen Städten das Jubiläum des CARE-Paketes. Im Deutschlandradio Kultur berichtete eine CARE-Sprecherin über den Wandel der Hilfe, die Abendzeitung München erzählte von „70 Jahren Amipackerl“. Gleichzeitig setzte sich CARE mit 100 anderen Organisationen gegen die Pläne der EU für ein Migrationsabkommen ein, der WDR sprach dazu mit CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel.

Im Juli feierten wir in und mit Bremerhaven das Jubiläum der Ankunft der ersten CARE-Pakete in Deutschland. Zusammen mit dem Klimahaus gab es dort eine große Ausstellung, worüber die Bild-Zeitung berichtete. Karl-Otto Zentel war Studiogast bei „buten und binnen“ von Radio Bremen.

Im August gab es viel zur Lage in Aleppo zu berichten, aber auch zum Krieg im Jemen und zur Dürre in Mosambik. Leider gab es auch schlechte Nachrichten aus dem Südsudan: Die Gewalt nahm zu, auch gegen Helfer, wozu sich der Sicherheitschef von CARE International im Tagesspiegel äußerte. Über den Hunger in Mosambik berichtete Marc Nosbach in der Frankfurter Rundschau.

Im September veröffentlichte CARE eine Studie, die aufzeigte, wie immer mehr syrische Frauen alleine fliehen mussten. Darüber berichtete die Berliner Morgenpost. Mitte September gab es einen Hoffnungsschimmer für Aleppo, wo eine Waffenruhe vereinbart wurde. CARE-Mitarbeiterin Sonja Meier sprach dazu mit dem Deutschlandfunk.

Die nächste Katastrophe folgte im Oktober: Hurrikan Matthew fegte über Haiti, den ärmsten Staat der westlichen Hemisphäre hinweg. CARE war mit einheimischen Helfern sofort vor Ort und verteilte Nahrung, sauberes Wasser und andere Hilfsgüter. CARE-Helfer sprachen dazu mit dem ZDF, der Tagesschau und vielen weiteren deutschen Medien.

Die UN-Klimakonferenz fand vom 07. bis zum 18. November in Marrakesch in Marokko statt. Vor Ort war CARE-Klimaexperte Sven Harmeling, der unter anderem der Tagesschau und dem Deutschlandfunk Interviews gab. Ende November fand dann die Abschlussveranstaltung unserer Jubiläumskampagne in Berlin statt. Ehrengast: der Rosinenbomberpilot Gail S. Halvorsen. Die Berliner Morgenpost berichtete ausführlich über „Onkel Wackelflügel“.

Im Dezember standen wenig weihnachtliche Themen an: Zusammen mit vielen anderen NGOs forderte CARE die UN-Vollversammlung zum Handeln für Syrien auf. Die Situation in Aleppo wurde immer dramatischer, CARE-Mitarbeiter Felix Wolff sprach unter anderem mit Bayern 2 über das, was uns Partner vor Ort berichteten. Und schließlich widmete sich die Nürnberger Zeitung in einer Reihe der Geschichte von CARE sowie der heutigen Hilfe im Niger und dem Potential, das Frauen gegen Armut entwickeln.

Und damit neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Albert Einstein wird der schöne Satz zugeschrieben: „Ich bin lieber ein Optimist und Narr als ein Pessimist und damit im Recht.“ Für 2017 wünschen wir uns mehr gute Nachrichten und hoffen, als CARE dazu einen Teil beitragen zu können.

Bitte unterstützen Sie unsere weltweite Hilfe für Menschen in Not durch Ihre Spende!

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