CARE 4 Climate!

Die Sonne strahlt und das CARE-Team auch! Leon (2. v. l.) auf der Klimademo in Bonn. (Foto: CARE/Tim Bieler)

von Leon Glöckner.

Alle fürs Klima! Was CARE bereits seit vielen Jahren beschäftigt, bewegt nun die ganze Welt: Der Klimaschutz. Und zur Climate Action Week war ziemlich viel los. Leon, Bundesfreiwilliger bei CARE, berichtet.

Kaum habe ich als neuer Bundesfreiwilliger bei CARE angefangen, gehe ich schon auf die Straße. Schon seit es „Fridays for Future“ in Deutschland gibt, bin ich öfter dabei gewesen. Aber das, was am Freitag weltweit passierte, habe ich so noch nie erlebt. Millionen Menschen gingen in ganz Deutschland und überall auf der Welt auf die Straße und forderten die Politik laut und unmissverständlich zum Handeln auf. Und wir von CARE, wir waren natürlich dabei!

Als Einstimmung auf die Climate Action Week und den Streik am Freitag hatten wir am Dienstag zuvor Gäste bei CARE. Drei Mitglieder der „Fridays for Future“-Bewegung erzählten von ihrem Engagement für das Klima, warum sie streiken, über das Selbstverständnis der Bewegung und vieles mehr. Vorher berichtete Sven Harmeling, unser Klimaexperte, ihnen von der CARE-Arbeit im Bereich Klima. Denn unsere Arbeit ist schon seit langem vom Klima beeinflusst, weil der Klimawandel vor allem die Ärmsten trifft. Am Ende gab es eine Fragerunde in lockerer Atmosphäre. Die Aktivisten bekamen von uns als Dank für ihren Kampf um Klimaschutz ein CARE-Paket mit Proviant für die anstehenden Demos überreicht. Die drei, nein eher die ganze Bewegung, rissen mich mit. Schon vor langer Zeit hatte die Bewegung das getan, aber jetzt im persönlichen Gespräch, war das nochmal ganz anders. Die Demo konnte ich jetzt kaum erwarten.

Am Freitag, den 20. September folgte dann endlich der globale Klimastreik. #AllefuersKlima ! Schon am Morgen war die Vorfreude groß und alle erwarteten gespannt den Beginn der Demo. An Arbeit war für mich kaum zu denken, in meinem Kopf skandierte ich schon Parolen. Überall bei CARE tickerten die Meldungen aus aller Welt herein, wo schon protestiert wurde. Auch in anderen Ländern waren CARE-Mitarbeiterinnen und Engagierte dabei. In Australien, Großbritannien, selbst in Kenia und noch vielen mehr. Richtig begreifen konnte man nicht was da weltweit passiert, aber wir waren, wir sind Teil von etwas Großem. Vielleicht erleben wir gerade einen Wendepunkt in der Geschichte. Dann um kurz nach elf ging es auch für uns von CARE Deutschland endlich los.

Auf den Straßen, auf der Bühne, im Büro: CARE-Klimaexperte Sven Harmeling ist eine starke Stimme für Klimagerechtigkeit und Unterstützung von ärmeren Ländern. (Foto: CARE/Tim Bieler)

Auf den Straßen, auf der Bühne, im Büro: CARE-Klimaexperte Sven Harmeling ist eine starke Stimme für Klimagerechtigkeit und Unterstützung von ärmeren Ländern. (Foto: CARE/Tim Bieler)

Gemeinsam brachen wir zum Hofgarten in Bonn auf, gekleidet in CARE-orange und mit eigenen Plakaten und Transparenten ausgerüstet. Vor Ort waren bereits tausende Menschen versammelt, die Auftaktkundgebung hatte bereits begonnen. Wir waren eine wirklich bunte Truppe: Der CARE-Präsident, Abteilungsleiterinnen, zahlreiche Mitarbeiter, Praktikantinnen, Bundesfreiwillige und sogar ein Hund. Die Begeisterung konnte man überall spüren. Wenig später setzte sich dann der Demozug in Bewegung. Die Stimmung war großartig: kämpferisch und entschlossen, aber trotzdem gut gelaunt. Es wurde laute Musik gespielt und die Sonne schien zur Feier des Tages. Kreative Aktionen am Rand sorgten für noch mehr Stimmung und Spaß: So verteilte zum Beispiel eine junge Frau umsonst Essen (natürlich vegan) und eine kleine Band spielte am Straßenrand „Bella Ciao“, das Lied der italienischen Partisanen. Etwa drei Stunden zog die Demonstration mit rund 15.000 Teilnehmerinnen durch die Bonner Innenstadt.

Dann fanden wir uns wieder im Hofgarten zur Abschlusskundgebung ein. Hier sprach auch Sven Harmeling. Außerdem gab es weitere Reden und viel Musik. 1,4 Millionen hatten in über 500 deutschen Städten an diesem Tag demonstriert und CARE war Teil davon. Unglaublich! Alles in allem also ein aufregender, friedlicher und hoffentlich historischer Tag für alle. Ein beispielloser Auftakt zur Climate Action Week und zum UN-Klimagipfel, der hoffentlich endlich etwas ändern wird, denn dafür gehen wir auf die Straße!

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