Mit ihren Augen – Sonnenuntergänge in Athen

Von Rabia*, 16, aus Afghanistan „Ich bin Afghanin, aber im Iran zur Welt gekommen. Das bedeutete für mich, dass ich nicht zur Schule gehen konnte, also habe ich schon früh begonnen zu arbeiten; mit 14, als Helferin in einer Arztpraxis. Als die iranische Regierung damit begann, afghanische Männer, die als Flüchtlinge im Land lebten, zur…

Mit ihren Augen – Leben im Flüchtlingscamp

Von Amene*, 22, aus Afghanistan „Ich war Schneiderin im Iran und habe dort auch meinen späteren Ehemann getroffen. Es gab aber viele Schwierigkeiten für uns. Wir waren als afghanische Flüchtlinge Menschen zweiter Klasse und konnten nicht heiraten, also sind wir nach Europa geflohen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Wir blieben zwei Monate in…

Armut, Vertreibung und Ausgrenzung: Die Gegenwart der Roma

Von Marie Pieper, Studentische Hilfskraft in der CARE-Pressestelle. Am 8. April ist Internationaler Tag der Sinti und Roma. Roma – die sind kriminell, faul und schmutzig? Leider scheinen diese Vorurteile in vielen europäischen Gesellschaften sehr tief zu sitzen. Doch wie falsch diese Anschuldigungen tatsächlich sind, ist den wenigsten bewusst. Roma haben es alles andere als…

Familie Haqyar im Flüchtlingslager in Griechenland.

Warum der EU-Türkei-Deal ein schlechter Deal ist

Von Theodora Vangi, Emergency Communications Officer von CARE Griechenland 1.    Er schafft einen gefährlichen Präzedenzfall Das Abkommen zwischen der EU und Türkei spricht eine deutliche Sprache: Schutz von Flüchtlingen kann zwischen verschiedenen Staaten und ihren Schlüsselfiguren kommerzialisiert und ausgegliedert werden. Die Türkei lässt sich für das Managen der Migrationsbewegung Richtung EU bezahlen, wobei weder Menschenrechtsverletzungen…

6 Jahre Syrienkrieg – meine persönliche Chronologie des Horrors

Von Anica Heinlein, Advocacy-Referentin bei CARE Deutschland. Der Konflikt in Syrien beschäftigt mich seit vielen Jahren – beruflich, aber auch persönlich. In meinem ersten Job nach der Uni war ich Wirtschaftsreferentin für Syrien. 2008 hatte sich das Land gerade für ausländische Investoren geöffnet. Wer hätte damals geahnt, welches Leid die nächsten Jahre für Syrien bringen…

Im Melissa-Zentrum können Frauen auf der Flucht Theater spielen, um den Schmerz zu vergessen.

Griechenland: Theaterspielen gegen den Schmerz der Flucht

„Bei meinem ersten Besuch im Melissa-Zentrum hat mich die warme Atmosphäre überrascht. Es wirkt wie ein gemütliches Zuhause. Vom ersten Moment an haben mir die Energie, die Farben  und der Duft nach frisch zubereitetem Essen gefallen. Das ist ein Ort, an dem sich Menschen wohl fühlen”, erzählt Katerina Polemi, Theatertherapeutin im Melissa-Zentrum. Jede ist willkommen…

Kein Vor und kein Zurück: Das Leid der Flüchtlinge in Serbien

Von Katharina Katzer, Kommunikation CARE Österreich, aus Serbien Ein kleines Mädchen, offensichtlich nicht schüchtern, kommt auf mich zu. Stolz zeigt es mir seine Schätze: einen Nagellack und einen Labello. Mit Gesten besteht sie darauf, meine Fingernägel zu lackieren. Ich willige ein, ihre kindliche Freude ist ansteckend. Mit konzentriertem Gesicht macht sie sich ans Werk. Wir…

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