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Archiv für die Kategorie: ‘Flüchtlingslager Dadaab’

Kein Mensch rettet alleine die Welt

Donnerstag, 15. September 2011

von Niki Clark aus Dadaab

Als ich meiner Familie und meinen Freunden erzählte, dass ich für sechs Wochen in Dadaab, dem weltweit größten Flüchtlingslager, arbeiten werde, wurde ich sofort mit Facebook-Nachrichten, Emails und Anrufen bombardiert. Alle lauteten ungefähr so: „Ich bin so stolz auf dich. Du wirst die Welt retten!“ oder „Du machst so einen Unterschied!“

Ein neu angekommenes Flüchtlingskind versucht das Kochgeschirr für seine Familie aufzuheben. (Foto: CARE/Clark)

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12.000 km weitweg von zu Hause

Dienstag, 13. September 2011

von Niki Clark aus Dadaab

Hier sitze ich, 12.000 Kilometer weit weg von zuhause. Im Laufe von nur wenigen Tagen hat sich mein Leben komplett verändert. An einem Montag trat ich meine Arbeit beim CARE Büro in Washington DC an. Am Donnerstag saß ich schon in einem Flugzeug auf dem Weg nach Nairobi. Mein endgültiges Reiseziel: das weltweit größte Flüchtlingslager Dadaab. In den nächsten sechs Wochen werde ich hier die Medienarbeit für CARE betreuen. Diese Arbeit reizt mich sehr, schreckt mich aber gleichzeitig auch ab. Als Mitarbeiter einer der bekanntesten Hilfsorganisation weltweit ist es immer aufregend vor Ort zu arbeiten. Aber diesmal ist es anders.

Niki Clark arbeitet für CARE USA und ist momentan für sechs Wochen im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. (Foto: CARE/Wilke)

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Bis bald, Dadaab

Dienstag, 30. August 2011

Nach drei Wochen Dadaab steige ich am Montagnachmittag in den Flieger Richtung Nairobi. Bis Ende September übernimmt eine Kollegin aus den USA die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Der erste große Ansturm ist vorbei.

Die Menschen in Dadaab sind nicht allein, obwohl das Medieninteresse langsam abnimmt. (Foto: CARE/Wilke)

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Business as Usual?

Freitag, 26. August 2011

Wie lebt man eigentlich als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation im Flüchtlingslager Dadaab? Wie sind wir hier untergebracht, was machen wir in unserer Freizeit und wie passt das alles zusammen mit dem Leid, was sich vor unseren Augen abspielt?

Um den Menschen in Dadaab helfen zu können, braucht man selbst Freiräume (Foto: CARE/Wilke)

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Unglaublich, unerträglich

Montag, 22. August 2011

Die Licht und Schatten-Allegorie habe ich schon mal für einen Blog aus Haiti verwendet, Anfang letzten Jahres kurz nach dem Erdbeben. Deshalb erscheint sie mir eigentlich zu abgegriffen. Aber nach zwei Begegnungen, die ich am Freitag im Flüchtlingslager Dadaab im Norden Kenias hatte, geht mir das Wortpaar nicht mehr aus dem Kopf.

Sport verbindet auch die Menschen im Flüchtlingslager Dadaab. (Foto: CARE/Wilke)

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Achtung, Kamera!

Freitag, 19. August 2011

Ich stehe vor dem Bohrloch und warte auf das Klick-Geräusch der Kamera, aber nichts tut sich. Der CARE-Ingenieur hat mir gerade ausführlich erklärt, wie das Grundwasser hochgepumpt wird und dann zu den Wasserstationen kommt. Aber das ist einer dieser Tage, an denen der Wurm drin ist: Ich bin mit einem Fotografen für eine Zeitung im Camp Dagahaley unterwegs, einem der drei Flüchtlingslager im kenianischen Dadaab. Heute schauen wir uns verschiedene Orte in Dagahaley an, um ein Portrait davon zu machen, wie ein so ein Flüchtlingslager funktioniert. Aber am Wassertank holt mich der lange Vortag ein, an dem ich von morgens bis abends herumgerannt bin: jetzt ist der Akku der Kamera leer, und ich habe meinen Notizblock und Stift auf dem Schreibtisch liegen lassen. Alles kein Drama. Der Fotograf leiht mir einen Kuli und ich kritzele von da an auf der Rückseite meiner Aufenthaltsgenehmigung für das Flüchtlingslager, die ich in der Kameratasche finde. Und nach einiger Zeit bin ich über den leeren Akku sogar fast froh.

Das Flüchtlingslager Dadaab von oben. Mittlerweile leben hier mehr als 400.000 Menschen. (Foto: CARE/Underdown)

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„… Und was machst Du bei CARE?“

Dienstag, 16. August 2011

Die leichte Brise am frühen Morgen kündigt einen nicht allzu heißen Tag an. Vor der Kantine von CARE sitzen Menschen verstreut an Tischen unter den Bäumen und frühstücken. Die rund 270 CARE-Mitarbeiter in Dadaab leben und arbeiten in sogenannten „Compounds“, eingezäunten Anlagen, von denen es eine in jedem der drei Camps gibt und eine im Zentrum der Stadt, angeschlossen an die Anlagen der UN-Organisationen und anderer Hilfsorganisationen.

Theresiah Nthiani arbeitet in Dadaab in Bereich Bildung schon seit 1999. (Foto: CARE/Wilke)

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