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Archiv für die Kategorie: ‘Sport’

Die Welt ist ein Buch und Sambia ein ganzes Kapitel

Mittwoch, 23. Mai 2012

In ihrem letzten Blog zieht Valeska Homburg ein Fazit über elf Tage Sambia, das CARE-Projekt “Ohne Bildung keine Gesundheit”, die Macht des Sports sowie unvergessliche Begegnungen.

Auf Wiedersehen! Es war eine herzliche und lehrreiche Zusammen- arbeit mit den Kollegen der sambischen Partnerorganisation ROCS. (Foto: CARE)

Unsere Monitoring-Reise geht nach elf Tagen zu Ende. Wehmut macht sich breit. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der örtlichen Partnerorganisation war sehr herzlich. Drei Tage waren wir zu Beginn des Trips auf dem Landweg unterwegs, um unsere Ziele – die Gemeindeschulen im Norden des Landes – überhaupt  zu erreichen. Zurück in die Hauptstadt Lusaka bringt uns dann ein kleines Flugzeug.

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Wo genau liegt eigentlich Deutschland?

Montag, 21. Mai 2012

Bei ihrem Besuch an einer sambischen Schule stellt Valeska Homburg diesmal ihre Lehrerqualitäten unter Beweis:

Die Schüler der Kajimomo-Schule freuen sich über den Besuch des CARE-Teams. (Foto: CARE/Thomas Knoll)

Der Unterricht läuft schon, als Thomas, Marlon und ich an der Kajimomo-Schule ankommen. Alle 302 Schüler sind auf die vier Klassenräume verteilt und lernen. Einige spicken trotzdem kurz aus den Guck-Löchern nach draußen, als sie unser Auto sehen. Der Direktor der Schule empfängt uns im fünften Raum der Schule, seinem Büro. Er ist fast zwei Meter groß, trägt Hemd und Jackett und beäugt uns zunächst ein bisschen streng und skeptisch. Wir stellen uns vor, erzählen ihm, was wir vorhaben und fragen ihn, ob er mit unserem Plan einverstanden ist. Der Spaß mit den Kindern stehe im Vordergrund, erklären wir. Für die Ältesten, die Siebtklässler, wollen wir eine Schulstunde gestalten und anschließend alle zusammen Fußball spielen. Die Miene des Rektors hellt auf.

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Ein Fußball gegen ein Huhn

Freitag, 18. Mai 2012

Valeska Homburgs nächste Station ist eine Gemeindeschule im ländlichen Sambia. Dort erfährt sie, wie das CARE-Bildungsprojekt in der Praxis aussieht:

Die Dorfbewohner empfangen das CARE-Team mit einer feierlichen Begrüßungszeremonie. (Foto: CARE/Thomas Knoll)

Wir kommen zu einer Lehmhütte mit Strohdach. Das ist die Schule. Als Straße kann man das nicht mehr bezeichnen, was wir benutzt haben, um hierher zu kommen. Von Chama – dem nächst größeren Ort – sind wir über anderthalb Stunden fast nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren. Über raue Wege und durch Maisfelder, die unseren Jeep förmlich verschluckt haben. Die Straße ist hier nur noch ein Trampelpfad. Es ist beschwerlich, sich mit dem Auto fortzubewegen. Ab und zu kommt uns ein Radfahrer entgegen, der dann im Maisfeld abtaucht, um uns Platz zu machen. Fahrräder sind hier das Fortbewegungsmittel Nummer eins.

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Sambia: Fußballpraxis und Entwicklungstheorie

Mittwoch, 16. Mai 2012

Im Reisetagebuch berichtet Valeska Homburg diesmal, wie sich Gemeinden im ländlichen Sambia organisieren, um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen:

Gemeinsame Leidenschaft: Der Fußball verbindet Valeska Homburg und diesen sambischen Jungen. (Foto: CARE/Thomas Knoll)

In Chipatas lokalem Fußball-Stadion herrscht reges Treiben. Wir hören schon von draußen vergnügt quietschende Kinderstimmen und wollen vor unserer Abfahrt nach Lundazi noch einen kurzen Blick hineinwerfen. Der Platz ist groß, von zwei Seiten eingerahmt von Tribünen – die schattigen Seiten sind das, wie wir von Marlon lernen. Zwei lokale Clubs haben gerade ihr Spiel beendet und kommen vom Platz. Kinder. Die uns mit fragendem Blick zunächst aus der Ferne beäugen. Der stolze Träger eines Barcelona-Trikots ist schon älter und spricht englisch. Wir kommen ins Gespräch.

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Besuch bei der Großherzogin – und “Who am I?”

Montag, 04. Juli 2011

28. Juni. Früh morgens stehen wir auf, denn schon um kurz vor neun fliegen wir von Berlin nach Saarbrücken. Die Mädels sind inzwischen schon richtige Flugprofis und gar nicht so aufgeregt, wie wir eigentlich erwartet hatten.

Die Künstlerin Isabelle Federkeil hat die Mädchen aus Kenia in Öl porträtiert. Das Ergebnis konnten sie selbst bei einer Vernissage bewundern. (Foto: CARE/Kohl)

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YAAM, Steffi Jones und endlich Anpfiff zur Fußball-WM der Frauen

Dienstag, 28. Juni 2011

25. Juni. Auch wenn es bei der Gala spät wurde, hieß es am nächsten Morgen für die Mädchen wieder früh aufstehen. Aber die Vorfreude auf Berlin und den anstehenden Anpfiff der Fußball-WM der Frauen fegte die Müdigkeit hinweg. In der Hauptstadt wurde im YAAM – dem “Young African Arts Market” – schon sehnsüchtig auf sie gewartet. Ein Hauch von Heimatgefühl kam auf, denn afrikanische Musik wurde gespielt und im YAAM sind immer viele Menschen aus Afrika zu Gast, vor allem auch aus Kenia. Beim Streetsoccer-Turnier gebührte den Mädchen die Ehre, vor dem Endspiel ein Einlagespiel gegen eine Auswahl der Schule “Menschenskinder” in Schönwalde zu bestreiten, das unsere Gäste aus Kenia haushoch gewannen. Und weil es so viel Spaß machte, wurde spontan noch ein Freundschaftsspiel gegen Türkyemspor ausgetragen.

Die Vorfreude auf das Spiel war groß. Die Freude während des Spiels noch viel größer. (Foto: CARE)

26. Juni. Heute sollte es endlich so weit: die Frauenfußball-WM in Deutschland wurde angepfiffen und “Sisi Nyota”  war dabei! Aber schon der Vormittag wartete mit einem Highlight auf. Steffi Jones, Leitern des Organisationskomitees der Frauen-WM und langjährige Nationalspielerin erwartete bei “Discover Fottball” unsere Mädchen zum Brunch. Alle waren begeistert von Steffi Jones’ sympathischen Auftritt, und am Ende wurden sogar Freundschaftsbändchen ausgetauscht.

Betreuerin Rosemary und Steffi Jones tauschten Freundschaftsarmbänder. (Foto: CARE)

Dann ging es endlich ins Stadion. Es war ein Abend, an dem alles passte: eine imposante Eröffnungsfeier, ein spannendes Fußballspiel und grenzenlose Begeisterung im bis auf den letzten Platz gefüllten Berliner Olympia-Stadion – so ist Frauen-Fußball!

27. Juni. Wieder ging es morgens zu “Discover Football”, dem “alternativen” internationalen Turnier mit Mädchen-Mannschaften aus allen Ecken der Welt, zum Beispiel aus Brasilien, Indien oder Kamerun und den Palästinensischen Gebieten. Niemand geringeres als DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger eröffnete das Turnier, und unsere Mädchen durften ein Gastspiel bestreiten! Davor stand aber noch Sightseeing auf dem Programm: bei der wunderschönen Bootstour durch ganz Berlin.

In einem Boot klapperten die Mädchen einige Sehenswürdigkeiten Berlins ab. (Foto: CARE)

Am Abend schließlich war bei Discover Football wieder Türkyemspor der Gegner. Dessen Team war zwar durchweg mindestens einen Kopf größer, die flinkeren auf dem Platz aber waren unsere Mädchen: 5:2 lautete am Ende das Ergebnis, und Celina gelangen drei Treffer! Die Belohnung folgte bei der anschließenden Grill-Party auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof – einem für CARE ganz besonderen Ort. Die Freiwilligen des Aktionskreises Berlin hatten ein tolles Buffet vorbereitet, und am Abend fielen alle zwar müde, aber zufrieden und satt ein letztes Mal in die Berliner Betten.

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Von Bayern nach Bonn und ein großer Topf Ugali

Sonntag, 26. Juni 2011

24. Juni: Von Bayern ging es gestern nach Nordrhein-Westfalen. Genauer gesagt, nach Bonn. In Frankfurt verabschiedeten wir Katrin Ellenberger von der Bundesliga-Stiftung. Ein schwerer Abschied, nach so vielen Tagen, die die Mädchen und wir mit ihr verbrachten und viel erlebten. Aber heute Abend, bei der Benefizgala von CARE, werden wir sie noch einmal sehen. In einer Jugendherberge in Bonn richteten wir uns ein, ruhten uns ein wenig aus und machten einen kleinen Waldspaziergang. Abends spielten die Mädchen dann gegen Mädchen der Sportfreunde Ippendorf in Bonn. 2:1 ging das Spiel aus – für die Bonnerinnen. “Verlieren gehört auch dazu. Manchmal lernt man dabei viel mehr, als wenn man gewinnt. Und letztlich geht es ja auch um den Spaß am Sport, nicht ums Gewinnen”, sagt Auma Obama. Trotzdem, heute, auf dem Weg nach Siegburg, hoffen wir natürlich, dass “Sisi Nyota” wieder einen Erfolg feiern kann.

Die Mädchen von "Sisi Nyota" freuen sich, mit der Afrika-AG des Gymnasiums Alleestraße in Siegburg Fußball zu spielen. (Foto: Ralf Hoffend)

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