Clap along if you know what happiness is to you…

Fidelia Soares und ihre 12jährige Tochter Domingas nehmen an einem CARE-Bildungsprojekt in Ost-Timor teil. (Foto: CARE/Josh Estey)

Fidelia Soares und ihre 12jährige Tochter Domingas nehmen an einem CARE-Bildungsprojekt in Ost-Timor teil. (Foto: CARE/Josh Estey)

Den Pharell Williams-Song bekommt man momentan nicht aus den Ohren. Und warum sollten wir auch?

Heute, am 20. März, ist der internationale Tag des Glücks. Die Vereinten Nationen riefen ihn im Jahr 2012 aus, um – so die offizielle Begründung – “die Bedeutung des Glücks und des Wohlbefindens als universelle Ziele und Wünsche im Leben der Menschen weltweit anzuerkennen.” Viel wurde in den letzten Jahren darüber diskutiert, woran sich Entwicklung, Wohlstand und Fortschritt messen lassen. An wirtschaftlichen Indikatoren, dem Durchschnittseinkommen? An Sterblichkeitsraten, asphaltierten Straßen oder Zugang zu Strom? Das Königreich Buthan erregte Aufmerksamkeit damit, nicht mehr nur sein Bruttosozialprodukt zu messen – sondern das „Bruttonationalglück“ seiner Einwohner.

In unseren Projekten arbeitet CARE weltweit mit Gemeinden dafür, Armut zu überwinden und leistet in Katastrophen überlebenswichtige Nothilfe. Die Lebensumstände und Wahlmöglichkeiten von Millionen von Menschen überall auf der Welt sind alles andere als glücklich, das stimmt. Aber gibt es eine bessere Gelegenheit als den internationalen Glückstag, um über eines der schönsten Gefühle nachzudenken, die es gibt? Also haben wir uns in der CARE-Welt umgehört, was Glück bedeutet:

Noha lebt in Ägypten und sie sagt: “Glück ist, wenn man sich in seinem Land wertgeschätzt und respektiert fühlt. Nicht, weil man reich oder mächtig ist, sondern weil man ein Staatsbürger ist.”

Zvjezdana, die für CARE auf dem Balkan arbeitet, sieht Glück in ihrem Job: „Wenn die Sonne durch die Augen und das Lächeln der Menschen durchscheint, mit denen wir arbeiten.“

Mary arbeitet in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt in Kenia: “Glück ist für mich, wenn ich morgens aufwache und eine Flüchtlingsschule besuche und das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder sehe. Das bestätigt mir, dass sie weiterhin Hoffnung auf eine hellere Zukunft haben, auch wenn die Gegenwart für sie dunkel ist.“

Johanna arbeitet für CARE in Jordanien und ist sich manchmal gar nicht ganz sicher, was zuerst kommt: Die Gründe oder das Glück selbst. „Glücklich zu sein kann man sicherlich auch lernen, aber ich glaube, für manche Menschen ist es einfacher als für andere. Man würde meinen, dass es einfacher ist glücklich zu sein, wenn man alles hat. Aber  ich habe bisher mehr Menschen kennengelernt, die glücklich sind und keinen „Grund“ dafür haben, als unglückliche Menschen, die alles haben. Mich macht es glücklich, dass ich glücklich sein kann.“

Bashkim aus Bonn nennt eigenes Glück und das des Glücklichmachens: „Für mich bedeutet Glück die Erfüllung persönlicher Wünsche und die Möglichkeit zu haben auch für andere etwas zu tun.“

Yasmin aus Jordanien berichtet von kleinen Dingen, die sie glücklich stimmen: “Meine Mutter zum Essen einladen und einen schönen Abend mit ihr verbringen. Oder eine verrückte Geburtstagsparty für meinen Sohn und seine Freunde organisieren. “

Male aus Köln ist dankbar für etwas, das in Europa schon beinahe selbstverständlich ist. Sie sagt: „Freiheit ist Glück. Die Freiheit, das machen zu können, worauf man Lust hat, weil man über die nötigen Mittel verfügt und das Umfeld einem den Raum dazu lässt.“

Auch Lauriane empfindet Freiheit als größtes Glück, nennt zudem ein weiteres F-Wort: Frieden. Auch der ist bei weitem nicht überall auf der Welt selbstverständlich. „Für mich ist Glück eine Frage der Entscheidung“, sagt wiederum Marius aus Bonn. „Die Entscheidung dazu, in kleinen Dingen große zu sehen.“

Do you know what happiness is to you? Ein Lächeln für den Sitznachbarn in der Bahn, ein Abendessen für die Liebste zu Hause, ein Anruf, eine ausgestreckte Hand, ein aufmunterndes Wort oder einfach ein bisschen Zeit – welcher Tag wäre passender, um andere Menschen und sich selbst glücklich zu machen, als heute? Und ja, sein Glück kann man auch auf andere Weise teilen. Eine Spende an CARE unterstützt Gemeinden darin, ihre Lebensumstände zu verbessern – und hilft vielleicht auch zu ein bisschen mehr Glück, sowohl beim Spender als auch bei denen, die Hilfe erhalten.

Und wer jetzt weiterhin den Ohrwurm von „Happy“ nicht los wird, dem sei dieses Video empfohlen: Die Stadt Tacloban, die vom Wirbelsturm Haiyan schwer verwüstet wurde, zeigt der Welt, was Überlebenswille und Zusammenhalt bedeutet: Clap along!

 

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