Das CARE-Büro in Malawi

CARE-Mitarbeiter mit Malawis
CARE-Mitarbeiter mit Malawis. Foto: CARE

Malawi, 8. Dezember 2008. Wir verbringen den Vormittag im Büro von CARE, weitere Absprachen sind zu treffen. Die Diskussionsrunde ist international zusammengesetzt.

Cecily, die englische Direktorin des CARE-Büros, erzählt von Malawi, von ihrer Arbeit mit dem Team und von all den Dingen, die hier so dringend gebraucht werden.

Chrispin, der malawische Abteilungsleiter für die Hilfsprojekte, kommt dazu und schildert seine Eindrücke von der Arbeit hier im Land. Er ist einer der wenigen Malawis, der eine akademische Ausbildung hat. Studiert hat er Agrarwissenschaften in der Hauptstadt Lilongwe und hat später ein Aufbaustudium in Entwicklungspolitik in England gemacht.

In Malawi ist der Bildungsniveau sehr gering. Insider berichten, dass Malawi einen Bildungsstand von 40 Prozent des Standards von Südafrika erreicht. Lesen, Schreiben und Rechnen können fast alle, alles andere wird schwierig. Wir sind froh, Chrispin zu haben, er hat wirklich viel Erfahrung.

Peter, unser Koordinator, berichtet aus der Projektarbeit. Dejan, unser Afrika-Referent, schildert die deutsche Sicht der Dinge. Nach einem arbeitsreichen Tag geht es weiter Richtung Norden nach Ntschisi, einem der Projektgebiete.

Wir fahren über die große Straße. Etwa anderthalb Stunden lassen wir die Landschaft auf uns wirken und sind erstaunt, wie viele Menschen zu Fuß auf der Autobahn ähnlich ausgebauten Piste unterwegs sind.

Kaufen kann man unterwegs fast alles. Kinder und auch Erwachsene bieten am Straßenrand von Holzkohle über Apfelsinen bis hin zu lebenden Hühnern, Tauben und Feuerholz zum Kochen, in der Umgebung eingesammelt, alles Mögliche an.

Autos gibt es hier nicht viele, der Benzinpreis ist fast so hoch wie in Deutschland, alles andere ist aber viel billiger. In Nitschisi beziehen wir eine einfache Bleibe. Es gibt zwar ein Badezimmer mit Waschbecken, Badewanne und Toilette, aber das Leitungssystem funktioniert seit geraumer Zeit nicht mehr. Also gibt es kein fließendes Wasser. Morgens um fünf Uhr bringt man uns einen Eimer Wasser.

Die Malawis nehmen es gelassen, und wir passen uns an. Der Regen setzt ein. Er ist sehnsüchtig erwartet von der Landbevölkerung, die fast ausschließlich aus Kleinbauern besteht. Folge des Regens ist, dass wir nachts keinen Strom haben. Auch das nimmt ein Malawi gelassen, der überwiegende Bevölkerungsteil hat halt einfach keinen Strom.

Ausgestattet mit Kerzen und Streichhölzern, gehen wir spät abends in die angrenzende Bar. Dort haben wir nette Gesellschaft von Peter, dem Projektkoordinator und weiteren CARE-Mitarbeitern, die hier in Ntchisi wohnen. Wir befinden uns immer noch in einer Stadt, zwar klein, für das Empfinden der Einheimischen immer noch gut ausgestattet.

Am nächsten Morgen geht es weiter mit der Arbeit.

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