Die Welt ist ein Buch und Sambia ein ganzes Kapitel

In ihrem letzten Blog zieht Valeska Homburg ein Fazit über elf Tage Sambia, das CARE-Projekt „Ohne Bildung keine Gesundheit“, die Macht des Sports sowie unvergessliche Begegnungen.

Auf Wiedersehen! Es war eine herzliche und lehrreiche Zusammen- arbeit mit den Kollegen der sambischen Partnerorganisation ROCS. (Foto: CARE)

Unsere Monitoring-Reise geht nach elf Tagen zu Ende. Wehmut macht sich breit. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der örtlichen Partnerorganisation war sehr herzlich. Drei Tage waren wir zu Beginn des Trips auf dem Landweg unterwegs, um unsere Ziele – die Gemeindeschulen im Norden des Landes – überhaupt  zu erreichen. Zurück in die Hauptstadt Lusaka bringt uns dann ein kleines Flugzeug.

Denn Thomas und ich müssen noch am selben Tag unseren Flieger nach Deutschland bekommen, während CARE-Projektreferent Dejan noch für weitere Termine im Land bleibt. Pünktlich zum Champions-League-Finale werden wir also zurück in Deutschland sein. Von diesem Spiel schwärmen auch in Sambia alle. Die Vorfreude auf „das Spiel“ ist auch unseren Taxifahrern anzumerken. Jeder von ihnen spricht uns auf das Match an und erklärt, wie gespannt sie darauf seien. Über den Sport haben wir in diesem Land immer einen Zugang zu den Menschen gefunden, zum Beispiel beim Fußballspielen mit den Kindern auf den Stoppelfeldern der Gemeindeschulen.

Bleibende Eindrücke

Wir hatten interessante, bewegende und inspirierende Begegnungen in Sambia. Das Eindrucksvollste für mich war, mit welchem Engagement und mit wie viel Nachdruck die Eltern in den abgelegenen Dörfern die Entstehung von gut organisierten kleinen Gemeindeschulen vorantreiben und so ihren Kindern das ermöglichen wollen, was ihnen selbst versagt blieb: Bildung, und damit eine Zukunft.

Weil der Staat kaum Unterstützung liefert, haben die Gemeinden aus ganz eigener Kraft kleine Schulen aufgebaut – auch wenn diese bislang zum Teil nur aus einem einzigen Klassenraum bestehen. Inzwischen gibt es 3.500 Gemeindeschulen in Sambia – 8.000 Schulen sind es insgesamt. Nur, weil die Eltern die Sache in die Hand genommen haben, weil sie aus ihren eigenen Reihen ehrenamtliche Lehrer gestellt haben, die engagiert sind und regelmäßige Fortbildungen geradezu einfordern, hat eine ganze Generation in Sambia inzwischen eine Perspektive. Und sie kann dank einer guten Schulbildung die eigene Zukunft selbst in die Hand nehmen und gestalten.

Einsatzorte

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