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Ein Faden der Hoffnung

Von Wolfgang Jamann

CARE organisiert vom 9. bis 12. November in Südafrika eine globale Konferenz zur Weltarmut. Dr. Wolfgang Jamann, Geschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg, schreibt aus Johannesburg darüber.

Die erste Globale Armutskonferenz von CARE International ist gestern zu Ende gegangen. Der letzte Tag war noch einmal geprägt von den vielen positiven Erfahrungen, die wir und unsere Mitstreiter machen, zum Beispiel beim Schutz von Frauen gegen sexuelle Gewalt und gegen Genitalverstümmelung, aber auch bei den großen Erfolgen die wir haben, wenn Frauen aktive Träger von Entwicklungsanstrengungen sind, wie in Kredit- und Spargruppen, Alphabetisierung und Hygiene- und Gesundheitserziehung für die eigenen Familien. Auf meiner morgigen Weiterreise nach Sambia werde ich einige dieser Erfolge zu sehen bekommen, zum Beispiel eines der ersten Frauenhäuser Afrikas, das Schutz vor Gewalt bietet und in dem Polizei, Rechtsanwälte und Sozialarbeiter zusammen arbeiten.

Zwei Frauen haben uns auch gestern wieder begeistert: Die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf, die uns anspornte, weil CARE und seine Unterstützer oft der einzige Faden der Hoffnung sind für die vielen Jungen und Mädchen, die ein besseres Leben verdienen. Sie hat von Würde gesprochen, und Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben, die jeder haben sollte. So wie auch Gertrude Mongella, die Präsidentin des Panafrikanischen Kongresses, die selbst ein armes Kind war, das auf einer Insel im Viktoriasee aufwuchs. Und die uns sagte: „Das einzige, das ich Euch heute bringen kann ist die Erfahrung, arm zu sein“. Und uns dann vom Schmerz der Armut berichtete und dem Schmerz der entsteht, wenn ein Kind nicht versteht, warum eine Hilfsorganisation die Arbeit einstellen muss, weil es keine Geber mehr für das Wasserprojekt im Dorf gibt. Und die sich dann trotzdem entschieden hat zu lächeln und glücklich zu sein und uns nun ebenfalls zeigt, was alles möglich ist auf diesem Kontinent. Ihre Rede und die der vielen anderen Beitragenden werden bald auf der Konferenz-Website zu sehen – schon jetzt lohnt es sich, Bischof Tutu und anderen dort zuzusehen!

Die Konferenz war eine intellektuelle und emotionale Reise, mit erstaunlich wenigen Zahlen und nüchternen Analysen, aber mit umso mehr Wegen die aufgezeigt wurden, damit Armut vielleicht doch irgendwann ‚ins Museum’ gestellt werden kann. Wir haben uns, wie am Ende bemerkt wurde, nicht mit den wichtigen Dingen befasst, sondern mit den essenziellen. Armutsbekämpfung braucht Ideen, nicht nur Geld. Und Verbündete, die wie CARE der Meinung sind, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Würde hat. Ich freue mich, dass Sie zu diesen Verbündeten gehören!

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1 Kommentar to “Ein Faden der Hoffnung”

  1. Johannes Langer Says:

    hier auch ein interessanter link zu tutu der letzten samstag in wien aufgetreten ist im gespräch mit jungen leuten:
    http://globalviewmagazine.wordpress.com/2009/06/19/desmond_tutu/

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