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	<description>Blog des Teams von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.</description>
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		<title>Äthiopien: Erholung braucht Zeit, Wissen ist da</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien Jedes Jahr wird die Zeit zwischen den Ernten länger. In Äthiopien nennen die Menschen diese Zeit „Magersaison“. Wenn der Regen während dieser Zeit ausbleibt, verdorrt die neue Ernte auf den Feldern und die Menschen haben keine Vorräte. Ashenafi, ein 35-jähriger Landwirt und Vater von acht Kindern, erzählte mir, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien<span id="more-4100"></span><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/2212.jpg"><img class="size-full wp-image-4103 alignleft" title="221" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/2212.jpg" alt="" width="140" height="200" /></a></strong></em></p>
<p>Jedes Jahr wird die Zeit zwischen den Ernten länger. In Äthiopien nennen die Menschen diese Zeit <a href="http://blog.care.de/athiopien-teure-nahrung-magere-zeiten/">„Magersaison“</a>. Wenn der Regen während dieser Zeit ausbleibt, verdorrt die neue Ernte auf den Feldern und die Menschen haben keine Vorräte.</p>
<p>Ashenafi, ein 35-jähriger Landwirt und Vater von acht Kindern, erzählte mir, wie er nach und nach sein gesamtes Hab und Gut verkaufte, um die „Magersaison“ zu bewältigen. Weil er über die Jahre sein gesamtes Vieh verkauft hatte, um sich Lebensmittel leisten zu können, hatte er jegliche Lebensgrundlagen für sich und seine Familie verloren.</p>
<p><strong>Für Essen alles verkaufen</strong></p>
<p style="text-align: left;">Langsam rutschte er immer weiter in den Teufelskreis der Armut ab: So konnte Ashenafi 2005 noch für seine Familie sorgen und seine Kinder zur Schule schicken. Er besaß ein Haus mit Wellblechdach und hatte drei Ochsen, eine Kuh, drei Schafe, drei Ziegen und dreißig Hühner. Dann kam die Dürre 2006 und er war gezwungen einen seiner Ochsen und drei Schafe zu verkaufen. Ein Jahr später verlängerte sich die Magersaison und er musste einen anderen Ochsen und seine drei Ziegen verkaufen. Den letzten Ochsen verkaufte er schließlich 2008 zusammen mit all seinen Hühnern. Im Jahr 2009 musste er seine Kuh, die Milch für seine Kinder lieferte, verkaufen. Unglücklicherweise sind während der Magersaison die Preise für Lebensmittel hoch und der Verkaufspreis für Vieh niedrig. Ashenafi verkaufte sein Vieh immer auf  dem Höhepunkt der Magersaison, so dass er nur einen geringen Preis erzielte. Am Ende konnte er sich die teuren Lebensmittel nicht mehr leisten. <a href="http://www.care.de/duerre-ostafrika.html">Als 2011 der Regen erneut ausblieb</a>, musste Ashenafi letztendlich sein Haus verkaufen. Heute lebt er in einer Hütte mit seiner Familie und erhält Nahrungsmittelhilfe, die ursprünglich von der Regierung und später von CARE gestellt wurde.<!--more--></p>
<div id="attachment_4116" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/84.jpg"><img class="size-full wp-image-4116    " title="Borena, Moyale District. Photo: CARE/Sandra Bulling" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/84.jpg" alt="Borena, Moyale District. Photo: CARE/Sandra Bulling" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Gesunde Nutztiere bilden die Lebensgrundlage der Menschen im ländlichen Süden Äthiopiens (Foto:CARE/Bulling)</p></div>
<p><strong>Erholung muss rechtzeitig möglich sein</strong></p>
<p>Meine eigene Familiengeschichte ist der von Ashenafi sehr ähnlich. Wir waren auch Bauern. Während der großen Dürre im Jahr 1984 verlor meine Familie ihr gesamtes Vermögen. Wir mussten unsere Kühe, Ochsen, Pferde und Ziegen verkaufen, um zu überleben. In diesem  und die darauf folgenden Jahre erhielten wir Unterstützung von Hilfsorganisationen wie CARE. Meine Familie nahm an „Cash-for-Work“-Projekten teil und half bei der landwirtschaftlichen Wiederbelebung von Böden und dem Schutz von Wasserquellen. Im Gegenzug erhielten wir ein Gehalt, um Ochsen für das Pflügen der Felder kaufen zu können – so konnten wir wieder unsere Felder bearbeiten.</p>
<p>Zwei Jahre später nahm mein Vater eine Position als Wachmann in einer Baumschule an. Dort werden Setzlinge zur Wiederaufforstung angebaut. Mit dem Lohn meines Vaters konnten wir uns während der Magersaison Lebensmittel kaufen. Trotzdem haben wir unseren landwirtschaftlichen Betrieb nicht aufgegeben, sondern nur unsere Abhängigkeit von den Ernteerträgen verringert.</p>
<p>Nach und nach war meine Familie in der Lage, Ochsen, Schafe, Ziegen, Kühe, Esel und Pferde zu kaufen. Wir erholten uns nur langsam wieder, aber letztendlich konnten alle meine Geschwister zur Schule zu gehen und eine Ausbildung zu machen. Wir alle haben eine Arbeit gefunden und sind heute von Dürre und Trockenheit unabhängig. Während der Magersaison können wir auch andere Familienmitglieder und Freunde unterstützen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Gemeinsam können wir helfen</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ashenafis Familie könnte einem ähnlichen Weg folgen, wenn sie rechtzeitig die richtige Unterstützung erhält. Mit  Saatgut und Vieh könnte sie ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten wiederaufnehmen. <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M5462ca2a7b2.html">Zudem baut CARE  Brunnen und Wasserstationen</a>, damit Menschen zuverlässig und einfach Zugang zu Wasser haben. Da in diesen Regionen meistens Frauen verantwortlich sind für das Wasserholen und sich die Wege durch die Wasserstationen drastisch verkürzen, haben so auch Töchter Zeit, sich auf die Schule zu konzentrieren.</p>
<div id="attachment_4129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC00371a.jpg"><img class="size-full wp-image-4129 " title="DSC00371a" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/DSC00371a.jpg" alt="Ashenafi" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Ashenafi könnte sich mit der Hilfe von CARE eine neue Lebensgrundlage aufbauen. (Foto: CARE/Montpetit)</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Familie von Ashnefi und andere Menschen können durch <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M53389ef1bc0.html">Kleinspargruppen</a> Kredite erhalten, um von der Landwirtschaft unabhängige Geschäfte aufzubauen. <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-archiv-einzel+M5b32eebeb68.html">Projekte zur Stärkung der Frau</a> werden dazu beitragen, dass Ashenafis Frau sich aktiver in ihrer Gemeinde engagieren kann und damit das Einkommen für die Familie erhöht.</p>
<p>Wir wissen, wie Menschen ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Dürre verbessern können und damit die künftige Krisen vermeiden können. Wir haben Ideen im Überfluss, aber die tatsächliche Unterstützung, um sich von der „Magersaison“ erholen zu können, wird entscheidend sein. Auf diese Weise wird es Ashenafis Familie wie meiner Familie gelingen, unabhängig und belastbar zu werden. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass dies Wirklichkeit wird.</p>
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		<title>Äthiopien: Teure Nahrung, magere Zeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien Ich kann mich ganz deutlich an die Ausrufung der Hungerskrise am Horn von Afrika erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Am elften Juli begann die Welt das Ausmaß der Katastrophe endlich wahrzunehmen. 5,4 Millionen Menschen waren damals schon allein in Äthiopien dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Wasserknappheit, und damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien</strong></em></p>
<p><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/Mandefro-Mekete1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4073  alignleft" title="Mandefro Mekete ist CARE-Nothilfekoordinator in Äthiopien. (Foto: CARE/ Bulling)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/Mandefro-Mekete1-201x300.jpg" alt="" width="141" height="210" /></a></p>
<p>Ich kann mich ganz deutlich an die <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M532067bac58.html">Ausrufung der Hungerskrise am Horn von Afrika</a> erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Am elften Juli begann die Welt das Ausmaß der Katastrophe endlich wahrzunehmen. 5,4 Millionen Menschen waren damals schon allein in Äthiopien dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Wasserknappheit, und damit verbundene Infektionskrankheiten bedrohten Millionen von Menschen und Tieren.</p>
<p><span id="more-4071"></span></p>
<p>Ich kann mich so deutlich an den Juli 2011 erinnern, weil es damals genau ein Jahr her war, seitdem ich eine Dürrewarnung für das Horn von Afrika an unsere internationalen Partner gemeldet hatte. Schon für August 2010 war trockenes Klima, typisch für das „La Niña“-Wetterphänomen, vorhergesagt. Da ich selbst im dürreanfälligen Nordosten von Äthiopien aufgewachsen bin, weiß ich, was solch eine Wettervorhersage bedeutet.</p>
<p><strong>Chronische Nahrungsunsicherheit </strong></p>
<div id="attachment_4086" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/Nahrungshilfe2.jpg"><img class="size-full wp-image-4086 " title="Der Magersaison vorbeugen: CARE verteilte schon früh Nahrungsmittel. (Foto: CARE/ Bulling)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/Nahrungshilfe2.jpg" alt="" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Der Magersaison vorbeugen: CARE verteilte schon früh Nahrungsmittel. (Foto: CARE/ Bulling)</p></div>
<p><a href="http://www.care.de/fotogalerie-duerre-ostafrika.html">CARE hat daraufhin sofort reagiert </a>und begann mit der Vorsorge für eine mögliche Krise. Schon im Februar 2011 haben wir die ersten Nothilfeprogramme in der von der Dürre betroffenen Region Borena im Süden des Landes begonnen. Auch in Oromia und Afar verteilte CARE Nahrungsmittel. Später haben wir die Nahrungsmittelverteilungen aufgestockt und zusätzlich Futter für die Tiere verteilt.</p>
<p>Mit chronischer Ernährungsunsicherheit  kann man im ländlichen Äthiopien eigentlich jedes Jahr rechnen, unabhängig von klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Es gibt viele Ursachen für diese jährlich wiederkehrende Unsicherheit: unfruchtbare Böden auf Grund von falscher Bewirtschaftung, fehlende Sozialleistungen und unzureichender Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, Bevölkerungswachstum und die Abhängigkeit von der Landwirtschaft für den Eigenbedarf.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M54942b5931c.html">Die Mehrheit der äthiopischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft</a>. Da der Anbau von Nahrungsmitteln vom Regen abhängt, kann dessen Ausbleiben verheerende Folgen für die Wirtschaft des Landes und für den Viehbestand und damit die Ernährungssicherheit der Bevölkerung haben.</p>
<p><strong>Alles verkauft, aber Lebensmittelpreise steigen<!--more--><br />
</strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_4090" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/105.jpg"><img class="size-full wp-image-4090   " title="Manche Menschen verkaufen ihr ganzes Hab und Gut. (Foto: CARE/ Bulling)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/02/105.jpg" alt="" width="320" height="460" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Alles verloren: Viele Menschen brauchen Unterstützung. (Foto: CARE/ Bulling)<strong><!--more--><br />
</strong></dd>
</dl>
</div>
<p>Jedes Jahr hat Äthiopien zwei Regenzeiten und eine Trockenzeit, die allerdings in jedem Landesteil zu unterschiedlichen Zeiten auftreten. <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M5c99c54c966.html">Die schwierigste Zeit ist die sogenannte „Magersaison“</a> vor der Ernte, wenn die Nahrungsmittelvorräte zur Neige gehen. Während dieser Zeit steigen Lebensmittelpreise leicht an und die Viehpreise sinken.</p>
<p>Die Menschen reagieren unterschiedlich auf die „Magersaison“. Manche essen eine Mahlzeit weniger am Tag, andere kaufen weniger nachgefragte Nahrungsmittel oder verkaufen ihr Hab und Gut, wie zum Beispiel ihre Tiere. Desto mehr sie verkaufen, umso länger wird es dauern, bis sie wieder einen Besitz erwirtschaftet haben. So geraten sie schnell in einen Teufelskreis der Armut.</p>
<p>Die Menschen in Äthiopien waren 2011 nicht nur von der Dürre betroffen, sondern eben auch von den Auswirkungen der klimatischen und wirtschaftlichen Veränderungen über die Jahre hinweg. Ein Wechsel von Dürre und Überschwemmungen, starke Preisschwankungen auf dem Lebensmittelmarkt  und die Magersaison, die ohnehin auftritt, haben zu verheerenden Folgen am Horn von Afrika geführt. Man kann sagen, dass die Magersaison normal ist,  aber sie verstärkt sich seit Jahren und wird schließlich zur alles vernichtenden Katastrophe.</p>
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		<title>Zwei Fragen, dann stummes Flehen</title>
		<link>http://blog.care.de/zwei-fragen-dann-stummes-flehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haoua Lankoandé leitet die Anwaltschaft von CARE Niger und berichtet über die dramatische Zuspitzung der Nahrungsknappheit. Meine Erfahrung sagt mir, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Die Krise hat bereits begonnen. Die ersten Anzeichen kann man überall im Land beobachten. Sie haben sich erschreckend schnell flächendeckend ausgebreitet. Zunächst sieht man es in den Städten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Haoua Lankoandé</em> <em>leitet die Anwaltschaft von CARE Niger und berichtet über die dramatische Zuspitzung der Nahrungsknappheit. </em></p>
<p>Meine Erfahrung sagt mir, dass es höchste Zeit ist zu handeln. <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M539d62e1004.html">Die Krise hat bereits begonnen</a>. Die ersten Anzeichen kann man überall im Land beobachten. Sie haben sich erschreckend schnell flächendeckend ausgebreitet. Zunächst sieht man es in den Städten. In meinem Fall ist das Niamey, die Hauptstadt des Nigers.</p>
<div id="attachment_4064" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Niger-Blog-2.jpg"><img class="size-full wp-image-4064 " title="Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Niger-Blog-2.jpg" alt="Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)" width="460" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)</p></div>
<p><span id="more-4039"></span>Nahrungsmittelknappheit erkennt man daran, dass vermehrt junge Männer und Frauen aus den Dörfern in die großen Städte kommen. Sie gehen von Tür zu Tür auf der Suche nach Arbeit. Wenn man sie fragt, was sie tun können, kommt die Antwort: „Alles, wir machen alles.“</p>
<p>Wenn sie dann ein zweites Mal kommen, fragen sie nach Lebensmitteln: &#8220;Klopf, klopf, haben Sie etwas zu essen? Ich habe die letzten drei Tage nichts gegessen.“</p>
<p><strong>Kein Geld für Nahrung</strong></p>
<p>Das dritte Mal kommen keine Fragen mehr. Eines Morgens wachst du auf und findest eine schlafende Familie auf der Schwelle zu deiner Haustür. Sie sprechen nicht mit dir, sondern blicken dich stumm an, voller Hoffnung, dass du ihnen etwas zum Essen gibst.  Wenn man ihnen etwas gibt, sagen sie Danke. Wenn du ihnen nichts geben kannst, ziehen sie betreten den Kopf nach unten, stehen langsam auf und ziehen stumm zum nächsten Haus weiter.</p>
<p>Das Ganze spielt sich innerhalb weniger Monate ab. Wir sind bereits in der ersten Phase, die Leute klopfen an Türen und bitten um Arbeit. Danach kommt schnell die zweite Phase, die Menschen bitten um Nahrung. CARE hat in einigen Dörfern gezählt, wie viele Männer und Frauen in die Städte abgewandert sind. Hier in Niamey sind die Auswirkungen der Nahrungsmittelknappheit offensichtlich. Die Zeit wird knapp. Wir müssen dringend handeln.</p>
<p><!--more--></p>
<div id="attachment_4048" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-4048            " title="In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto:CARE/Brooks)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/DSC_0435.jpg" alt="In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto:CARE/Brooks)" width="460" height="640" /><p class="wp-caption-text">In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto: CARE/Brooks)</p></div>
<p><a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M50502b74e63.html">CARE organisiert „Cash-for-Work“ –Programme </a>gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm. So können die Menschen aus den Dörfern Geld verdienen, um sich Lebensmittel zu kaufen. CARE finanziert auch Schulspeisungen, damit die Kinder in der Schule bleiben und nicht für Essen betteln gehen müssen. Das Anlegen von Gemeinschaftsgärten und <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M5159435a9ae.html">Getreidebanken sind weitere Maßnahmen</a>, die CARE ergreift, um Nahrungsmittelknappheit auch in Zukunft vorzubeugen.</p>
<p>Die Menschen kommen in die Stadt, weil sie ihre Lebensgrundlage auf dem Land verloren haben. Sie haben alles verkauft. Und sie haben kein Geld, um sich Nahrung zu kaufen. Das passiert jetzt! Klopf, klopf…</p>
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		<title>Haiti – auf dem Weg in eine bessere Zukunft</title>
		<link>http://blog.care.de/haiti-%e2%80%93-auf-dem-weg-in-eine-bessere-zukunft/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 14:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erdbeben Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika und Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[CARE-Mitarbeiter]]></category>
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		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hugh Earp, CARE-Mitarbeiter im Team für Notunterkünfte Haiti im Januar 2010, zehn Tage nach dem Erdbeben, war ein Land im Schockzustand. Die Menschen suchten mit bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden &#8211; eine gefährliche Arbeit, da viele der Betonhäuser noch Wochen nach der Katastrophe durch Nachbeben oder durch die Bergungsversuche zusammen fielen.Der Wiederaufbau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Von Hugh Earp, CARE-Mitarbeiter im Team für Notunterkünfte</strong></em></p>
<p><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Hugh-Earp_CARE.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4024" style="margin-right: 10px; margin-left: 10px;" title="Hugh Earp arbeitete für CARE in Haiti" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Hugh-Earp_CARE.jpg" alt="" width="154" height="108" /></a>Haiti im Januar 2010, zehn Tage nach dem Erdbeben, war <a href="http://blog.care.de/wie-vom-himmel-in-die-holle/" target="_blank">ein Land im Schockzustand</a>. Die Menschen suchten mit bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden &#8211; eine gefährliche Arbeit, da viele der Betonhäuser noch Wochen nach der Katastrophe durch Nachbeben oder durch die Bergungsversuche zusammen fielen.<span id="more-4023"></span>Der Wiederaufbau in den zwei Jahren nach dem Erdbeben wurde durch andere Krisen erschwert: einem gewaltigen Sturm, politischen Unruhen wegen der umstrittenen Wahlergebnisse und dem <a href="http://blog.care.de/category/cholera-haiti/" target="_blank">Ausbruch der Cholera</a>. Jede dieser Katastrophen brachte Haiti wieder einen Schritt zurück, und verzögerte den Fortschritt des Wiederaufbaus.</p>
<p>Auch die Zerstörung des Flughafens, des Hafens und der Straßen in Port-au-Prince bedeutete eine gewaltige Herausforderung, um Hilfe zu leisten. Hinzu kam, dass dieses Erdbeben keine Ausnahme war und in Léogâne, nahe dem Epizentrum, 80 Prozent der Gebäude zerstört wurden.</p>
<p>Aber auch Fortschritte wurden gemacht: In einem engen überfüllten Stadtteil von Carrefour im Westen von Port-au-Prince war der kleine örtliche Marktplatz überfüllt mit Zelten, Bettwäsche und jeglicher Form von Abdeckungen. CARE stellte der Gemeinde 350 Übergangshäuser zur Verfügung. Diese Unterkünfte in Carrefour sind nur einige der insgesamt 2.500, die CARE seit Januar 2010 gebaut hat. Über 13.400 Menschen fanden darin eine Obdach, zudem hat CARE auch an 20.000 Familien Werkzeug und Baumaterial verteilt. So unterstützte CARE die Bewohner bei der Reparatur ihrer Häuser und stellte Wasser, Hygieneartikel und Nahrung bereit, außerdem organisierten die Teams Gesundheitsdienste und Bildungsunterstützung.</p>
<div id="attachment_4025" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Carrefour-Shelter_CARE_Cameron1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4028" title="Carrefour Shelter_CARE_Cameron" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Carrefour-Shelter_CARE_Cameron1.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">In Carrefour hat CARE Übergangshäuser gebaut, um den Menschen ein Obdach zu geben. (Foto: CARE/Cameron)</p></div>
<p><strong>Leben kehrt zur Normalität zurück</strong></p>
<p>Heute, nach zwei Jahren, ist der Fortschritt in Port-au-Prince sichtbar: Viele Lager sind geräumt und die Menschen sind in ihre Häuser zurückgekehrt. Jedoch sind noch viele Menschen arbeitslos und leben weiterhin in Notunterkünften, was durch die anhaltende Verstädterung noch verstärkt wird. Die Glücklichen, die eine Arbeit gefunden haben, verdienen weniger als einen Euro am Tag – so viel kostet ein Teller Essen. Angesichts solch chronischer Armut und hoher Arbeitslosigkeit, zusammen mit der Knappheit von verfügbarem Lebensraum in der Hauptstadt, werden geschätzte 300.000 Menschen dort noch für eine lange Zeit in den Lagern leben müssen.</p>
<p>Hilfsorganisationen wie CARE arbeiten daran, die Wohnmöglichkeiten in Port-au-Prince zu verbessern, aber es ist nicht einfach. Ich habe Fälle gesehen, bei denen drei verschiedene Personen rechtmäßigen Anspruch auf das gleiche Stück Land hatten. Und diese Situationen sind nicht selten. Aber wo es möglich ist, helfen wir durch Unterstützung und Training, den Haitianern das Land wieder zurück zu geben, das sie vor dem Erdbeben besaßen.</p>
<p>Fortschritte wurden gemacht. Aber Wiederaufbau ist niemals eine schnelle Sache. CARE und andere Organisationen haben beschlossen, vorerst für weitere drei Jahre in Haiti zu helfen. Kurz nach dem Erdbeben erstellte CARE einen Fünfjahresplan. Es ist keine leichte Aufgabe und es wird auch weiterhin keine sein. Aber es ist eine Aufgabe, vor der wir nicht davonrennen können. Das schulden wir nicht nur <a href="http://blog.care.de/viele-koche-fur-einen-guten-brei/" target="_blank">unseren über 370 CARE-Mitarbeitern</a>, die überwiegend selbst Haitianer sind. Sondern auch jedem einzelnen Bewohner dieses Landes, der mit <a href="https://spenden.care.de/care/?show=projects&amp;lang=de" target="_blank">Unterstützung von CARE</a> und anderen Hilfsorganisationen einen kleinen Schritt Richtung Zukunft machen kann.</p>
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		<item>
		<title>„Was?&#8230; Ikea hat eine Hilfsorganisation?“</title>
		<link>http://blog.care.de/ikea-hat-eine-hilfsorganisation/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 16:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolas Klauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nikolas Klauser]]></category>

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		<description><![CDATA[Heutzutage ist der schnelle Einstieg in den Beruf oder in das Studium für viele junge Menschen ein Muss. Da bleibt wenig Zeit für Freiwilligenarbeit oder Auslandsaufenthalt, vor allem nicht seitdem die ersten schon nach acht Jahren die Schule beenden. Wenn ich mit Gleichaltrigen spreche, höre ich oft „Ich studiere Betriebswirtschaftslehre“, „Ich mache mein duales Studium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heutzutage ist der schnelle Einstieg in den Beruf oder in das Studium für viele junge Menschen ein Muss. Da bleibt wenig Zeit für Freiwilligenarbeit oder Auslandsaufenthalt, vor allem nicht seitdem die ersten schon nach acht Jahren die Schule beenden.</p>
<div id="attachment_3998" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Nikolas_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-3998" title="Nikolas_klein" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Nikolas_klein.jpg" alt="" width="460" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Nikolas Klauser macht sein freiwilliges Jahr im politischen Leben bei CARE. (Foto: CARE/ Delibajric)</p></div>
<p><span id="more-3994"></span>Wenn ich mit Gleichaltrigen spreche, höre ich oft „Ich studiere Betriebswirtschaftslehre“, „Ich mache mein duales Studium in Gesundheitsmanagement“ oder „Ich mache mein Pflegepraktikum für mein Medizinstudium“. Aber wenn ich ihnen erzähle, dass ich ein „Freiwilliges Jahr im politischen Leben“ in der Pressestelle der <a href="http://www.care.de/" target="_blank">Hilfsorganisation CARE</a> Deutschland-Luxemburg, dann heißt es gleich: „Was… IKEA hat eine Hilfsorganisation?“. Was bei den meisten jungen Menschen auf Unwissenheit und Unverständnis stößt, lässt ältere Menschen in der Vergangenheit schwelgen – die Erinnerung an das erste Kaugummi, die erste Schokolade oder überlebenswichtige Nahrungsmittel aus dem CARE-Paket.</p>
<p>Jungen Menschen sagt solch ein Paket nicht viel. Sie finden es seltsam, dass ich bei CARE arbeite. Und das auch noch für ein ganzes Jahr, für viele wohl ein verplempertes Jahr.</p>
<p>Nein, das ist es wahrlich nicht: Ich arbeite nun schon seit vier Monaten für CARE Deutschland-Luxemburg und bereue bis jetzt nur die hohen Mieten in Bonn und Köln und meine leidige Zimmersuche.</p>
<p><strong><em>Was mich erwarten würde, wusste ich selber nicht. </em></strong></p>
<p>Mein Einstieg in die Arbeit ging schnell: Recherche zu Wirtschaftsredaktionen, Bilder downloaden, sortieren und betrachten, <a href="http://www.care.de/einzel-aktionen-events+M50d2525605f.html" target="_blank">Texte schreiben über Schulbesuche</a> oder Webupdates zu Notsituationen, Übersetzen, Filmen, Fotografieren, Online stellen von aktuellen Nachrichten – typische Arbeit einer Presseabteilung. Typische Arbeit, die jeder andere unseres kleinen Teams auch tätigt.</p>
<p>Neben der alltäglichen Arbeit habe ich natürlich auch schon „highlights“ erlebt. Wobei eine Irrfahrt durch den Bilderserver für viele wahrscheinlich schwerlich als „highlight“ bezeichnet werden kann – nie gesehene Bilder: traurige, interessante, schreckliche, Bilder der Ausmaße des<a href="http://www.care.de/erdbeben-haiti.html" target="_blank"> Erbebens in Haiti</a>, oder der <a href="http://www.care.de/duerre-ostafrika.html" target="_blank">Hungerkrise in Ostafrika</a>, die an vielen Menschen einfach vorbei gezogen ist.</p>
<p>Aber natürlich auch „highlights“, wie mein erster Besuch in München, um einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wm8EmYeTt_g" target="_blank">Film für CARE</a> über den Charitylauf beim München Marathon zu drehen oder der außerdienstliche Besuch des UN-Meetings zum 21-jährigen Bestehen des UN volunteer prorams. Auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mcl9OTXAhpg" target="_blank">ein Besuch des Afghan Women’s Network</a> in Bonn anlässlich der Afghanistan-Konferenz in Bonn gehörten mit zu meinen Erlebnissen – Frauen, mit schrecklicher Vergangenheit und großem Willen bei dem, was sie tun.</p>
<p><strong><em>Nicht nur highlights, sondern auch tägliche Arbeit.</em></strong></p>
<p>Natürlich habe ich nicht nur „highlights“ erlebt oder typische Arbeit erledigt, sondern habe auch Einblick in die Arbeit einer Hilfsorganisation bekommen – in die Struktur, die Spendengenerierung, und natürlich viel über die Arbeit „im Feld“ gehört. Also Einblicke in die grundlegende Arbeit einer Hilfsorganisation – die Arbeit, die im Fall von CARE ein humanitäres Ziel hat: Leben retten, Entwicklung fördern, Rechte stärken. So kommt es auch oft vor, dass man alleine das Büro hütet, zum Beispiel wenn meine Kolleginnen <a href="http://blog.care.de/author/johanna-mitscherlich/" target="_blank">Johanna Mitscherlich in Peru</a> ist oder <a href="http://blog.care.de/author/admin/" target="_blank">Sabine Wilke im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia oder Haiti </a>verweilt.</p>
<p>Viele meiner Gleichaltrigen haben fast schon ihr erstes Semester hinter sich und ihre erste Prüfung an ihrer Universität, Fachhochschule oder dualen Hochschule geschrieben. Und was hab ich? Ich habe noch acht Monate vor mir, 46 Wochen und 40 Stunden pro Woche. Mal sehen was die acht Monate sonst noch so bringen mögen. Vielleicht ein kleiner Ausflug nach Berlin oder Luxemburg?</p>
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		<title>Rückblick 2011: Ein Jahr in Blogs</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johanna Mitscherlich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erdbeben Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Mitscherlich]]></category>
		<category><![CDATA[CARE]]></category>
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		<description><![CDATA[Hilfe in Pakistan und Haiti, Dreifachkatastrophe in Japan und Dürre am Horn von Afrika – CARE Helfer berichteten auch 2011 in ihren Blogs von großen Katastrophen, großer Hilfe und großen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Januar &#8211; Mai. Sabine Wilke bloggte aus Haiti Ein Jahr nach dem Erdbeben im Januar 2010, bei dem mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hilfe in Pakistan und Haiti, Dreifachkatastrophe in Japan und Dürre am Horn von Afrika – CARE Helfer berichteten auch 2011 in ihren Blogs von großen Katastrophen, großer Hilfe und großen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft.</em></p>
<p><em><span id="more-3977"></span></em><strong>Januar &#8211; Mai. Sabine Wilke bloggte aus Haiti</strong></p>
<p><a href="http://www.care.de/dossier-haiti-ein-jahr-danach.html">Ein Jahr nach dem Erdbeben</a> im Januar 2010, bei dem mehr als 220.000 Menschen starben, berichtet Sabine Wilke aus Haiti. Sie berichtet von Frauen und Männern, die als Freiwillige für CARE arbeiten, die durch die Dörfer, zu Märkten und in Kirchen gehen, um über Cholera aufzuklären. Sie berichtet auch von einer gelungenen Fotoausstellung im CARE-Büro oder von <a href="http://blog.care.de/gary-judith-und-der-kleine-prinz/">ihrem Treffen mit dem Autor Gary Victor</a>, dessen Roman „Der Blutchor“ von deutschen Schauspielern als Hör-CD vertont wurde. Viel wurde erreicht, aber reißerische Kommentare über die Hilfe in Haiti halten sich hartnäckig. In <a href="http://blog.care.de/stolz-und-vorurteile/">„Stolz und Vorurteile“</a> räumt sie mit einigen Stereotypen auf, wie etwa „Die Haitianer packen selbst nicht mit an“ oder „Die internationalen Helfer essen abends in teuren Restaurants“. Im Mai verlässt Sabine Wilke Haiti und blickt eindrucksvoll auf ihre sechs Monate zurück, auf ein <a href="http://blog.care.de/ein-volles-halbes-jahr/">„volles, halbes Jahr“</a><a href="../ein-volles-halbes-jahr/"></a>. In ihrem Audio-Blog <a href="http://www.care.de/video-retrospektive-aus-haiti.html">„Auf Wiedersehen Haiti“</a> teilt sie ihre Eindrücke und Erfahrungen.</p>
<div id="attachment_2994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-2994" title="haiti-frau-hockstein" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2010/12/haiti-frau-hockstein.jpg" alt="" width="460" height="307" /><p class="wp-caption-text">Etwa 37.000 schwangere Frauen waren unter den Betroffenen des Erdbebens. (Foto: CARE/Hockstein)</p></div>
<p><strong>Januar, Juli. Vor Ort in Pakistan: Thomas Schwarz</strong></p>
<p>Auch in Pakistan blickt ein CARE-Mitarbeiter auf die Hilfe der letzten Monate zurück. Ein <a href="http://www.care.de/fotogalerie-pakistan-sechs-monat.html">halbes Jahr nach den Fluten</a> in Pakistan, von der etwa <a href="http://www.care.de/fotogalerie-pakistan-flut.html">14 Millionen Menschen</a> betroffen waren, kehrt Thomas Schwarz zurück an den Ort, wo seine Reise direkt nach der Katastrophe begann. In der Provinz KPK (Khyber-Pakhtunkhwa) im Nordwesten des Landes sieht man auch ein halbes Jahr danach noch unvorstellbare Verwüstungen und noch immer leben viele Menschen in Zelten. Aber es gibt auch viele Gründe zur Hoffnung. Ali aus Nowshera etwa, der bei der Flut sein Haus verlor, hat sich ein neues aufgebaut. Ein besseres. Und ein kleiner Junge, der letztes Jahr sehr krank war, spielt jetzt auf einem Spielplatz. Ein weiteres halbes Jahr später – ein Jahr nach der Katastrophe – ist Thomas Schwarz wieder vor Ort. Wieder ist das Land ein Stück vorwärts gekommen, er kann viele Menschen nun in „permanent shelters“ besuchen, provisorische Häuser, <a href="http://blog.care.de/ohne-bildung-kein-ausweg-aus-der-armut/">die keine Flut so schnell einfach mitreißen</a> kann.  Und das ist gut so, denn Thomas Schwarz ist klar: <a href="http://blog.care.de/nach-der-flut-vor-der-flut/">Nach der Flut ist vor der Flut</a>.</p>
<p><strong>März, Oktober. Japan: Bob Laprade und Alain Lapierre unterstützen die Hilfeplanung</strong></p>
<p>So stark wie am 11. März 2011 bebte die Erde in Japan noch nie. „Es war, als wenn wir in der Hölle gelandet wären“, beschreibt Bob Laprade, was er in der kleinen Stadt Miyako sah. Er ist hier – zusammen mit seinem Kollegen Alain Lapierre, um die Kollegen von CARE Japan bei der Planung der Hilfe zu unterstützen. Auch eine Industrienation wie Japan – das ist den CARE Mitarbeitern klar – kann „die Welt nach der Apokalypse“ nicht alleine wieder aufbauen. Neun Monate nach dem Tsunami berichtet Anton Markmiller, der Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg, von der <a href="http://blog.care.de/hier-stand-einmal-eine-stadt/">Leere, die weggespülte Städte hinterlassen</a>, aber auch von der Leere, die gerade für alte Menschen entsteht, wenn sie ihre Freunde und Familie nicht mehr um sich haben. <a href="http://blog.care.de/japanische-gastfreundschaft/">Aber es geht wieder vorwärts</a>, auch dank der Hilfe von CARE, wie etwa der <a href="http://blog.care.de/keine-regierung-der-welt-ist-auf-eine-solche-katastrophe-vorbereitet/">Anschaffung von zwei Kutterschiffen</a> oder der Einrichtung eines Gemeinschaftscafés um Einsamkeit und Verzweiflung entgegenzuwirken.</p>
<p><strong>Juni. Bonn: Bayern, Bonn, Fußball und Ugali</strong></p>
<p>Im Juni sind in Deutschland und Luxemburg 14 kenianische Mädchen aus Sportprojekten zu Gast. Katharina Nordhorn und Nick Kohl begleiteten die Sportlerinnen, die ihre Mannschaft „Sisi Nyoto – Wir sind Stars“ nennen. Sie <a href="http://blog.care.de/hallo-deutschland/">begrüßten sie in Bonn</a>, waren dabei, als sie in <a href="http://blog.care.de/ein-remis-mehr-als-11-freundinnen-und-reiseplanungen/">Töging neue Freundschaften</a> schlossen, sie mit den <a href="http://blog.care.de/kicken-mit-den-lowen/">Löwen </a>in München kickten, mit Siegburgern <a href="http://blog.care.de/von-bayern-nach-bonn-und-ein-groser-topf-ugali/">Ugali aßen</a> und mit Steffi Jones den <a href="http://blog.care.de/yaam-steffi-jones-und-endlich-anpfiff-zur-fusball-wm-der-frauen/">Anstoß zur Frauenfußball-WM</a> sahen.</p>
<div id="attachment_3461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/06/siegburg-jahnke.jpg"><img class="size-full wp-image-3461" title="siegburg-jahnke" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/06/siegburg-jahnke.jpg" alt="" width="460" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Die Mädchen von &quot;Sisi Nyota&quot; freuen sich, mit der Afrika-AG des Gymnasiums Alleestraße in Siegburg Fußball zu spielen. (Foto: Hannah Jahnke)</p></div>
<p><strong>Juli, August. Horn von Afrika</strong></p>
<p>Als im Juli für Teile Somalias eine Hungersnot ausgerufen wird, hat es in Teilen Ostafrikas schon seit Monaten nicht mehr ausreichend geregnet. Die Dürre hat eine schwere Nahrungsmittelkrise verursacht – mehr als 12 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti brauchen Hilfe.</p>
<p>Audrée Montpetit berichtet aus Borena, Äthiopien. Hier unterstützt CARE die Bauern, <a href="http://blog.care.de/athiopien-am-rande-der-katastrophe/">sich auf die Dürre vorzubereiten</a>, führt Notschlachtungen durch und zahlt ihnen rund 50 Dollar für das restliche Fleisch, das an bedürftige Familien verteilt wird<a href="../athiopien-am-rande-der-katastrophe/"></a>. Sabine Wilke hingegen ist fünf Wochen in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Sie schreibt über das <a href="http://blog.care.de/das-band-der-menschlichkeit/ ">Band der Menschlichkeit</a> zwischen den über 400.000 Flüchtlingen, den Hilfsorganisationen und den Spendern und über die <a href="http://blog.care.de/%E2%80%9E%E2%80%A6-und-was-machst-du-bei-care%E2%80%9C/ ">„zwei Gesichter“ der humanitären Hilfe</a>: die Arbeit, die wir in den Medien sehen und die, die hinter den Kulissen stattfindet . Sie schreibt aber auch über <a href="http://blog.care.de/business-as-usual/">ihren Alltag im Flüchtlingslager</a> und wie sich Erinnerungen und <a href="http://blog.care.de/achtung-kamera/">Bilder in ihren Kopf einprägen</a> – viel deutlicher als eine Fotografie.</p>
<p>Das <a href="http://blog.care.de/unglaublich-unertraglich/">Fußballtraining gehörloser Flüchtlinge</a> ist eine solche Erinnerung, aber auch die Begegnung mit Khadija, die niemanden mehr hat, außer das ungeborene Baby in ihrem Bauch.</p>
<div id="attachment_3658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/08/Dadaab-Kenya-SW-2011-204.jpg"><img class="size-full wp-image-3658" title="Dadaab-Kenya-SW-2011 204" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/08/Dadaab-Kenya-SW-2011-204.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Um den Menschen in Dadaab helfen zu können, braucht man selbst Freiräume (Foto: CARE/Wilke)</p></div>
<p><strong>Oktober. Peru: Stille Katastrophen, großes Engagement<br />
</strong></p>
<p>Im Oktober war ich selbst für CARE unterwegs, in Peru, wo die Müttersterblichkeit im Departamento Ayacucho <a href="http://blog.care.de/frische-farben/">in fünf Jahren halbiert</a> werden konnte. Katastrophen sind nicht immer laut, Naturgewalten oder Kriege, sie können auch leise sein, wie der <a href="http://blog.care.de/der-winkel-der-seelen/">Tod von Delfinas Mutter</a> bei ihrer Geburt.</p>
<p>Es sind <a href="http://blog.care.de/wissen-ist-gesundheit/">Freiwillige wie Betty in Lima</a>, die Hebamme Kelly und die Krankenschwester Rosa , die immer wieder über die Risiken während Geburt und Schwangerschaft aufklären, beraten, untersuchen, und im Notfall auch mit einem Schuss in die Luft <a href="../rosa-und-kelly-im-funkloch/">http://blog.care.de/rosa-und-kelly-im-funkloch/</a> dafür sorgen, dass eine Geburt kein Todesurteil bedeutet.</p>
<p>Auch 2012 werden wieder Menschen in aller Welt Not und Hunger leiden, ihre Zuhause verlieren oder vor Natur- oder Menschengewalt fliehen müssen. Auch 2012 werden CARE-Mitarbeiter wieder vor Ort sein, um diesen Menschen eine Stimme und ein Gesicht zu geben.</p>
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		<title>Die Gesamtkatastrophe in den Griff bekommen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 14:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anton Markmiller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dr. Anton Markmiller]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Krankenhaus von Kamaishi liegt auf einer Anhöhe über der Bucht und ist daher von der mörderischen Welle verschont geblieben. Insgesamt hat man in der Region 12.787 Leichen gefunden, 14.991 Personen werden vermisst &#8211; sie sind von den Fluten ins Meer gespült worden. Etwa 3000 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen konnten im Krankenhaus von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Krankenhaus von Kamaishi liegt auf einer Anhöhe über der Bucht und ist daher von der mörderischen Welle verschont geblieben. Insgesamt hat man in der Region 12.787 Leichen gefunden, 14.991 Personen werden vermisst &#8211; sie sind von den Fluten ins Meer gespült worden. Etwa 3000 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen konnten im Krankenhaus von Kamaishi behandelt werden.</p>
<div id="attachment_3962" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/915.jpg"><img class="size-full wp-image-3962 " title="915" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/915.jpg" alt="CARE stellt Kutterschiffe für die Ausbildung junger Matrosen (Foto: CARE/ Rottländer)" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">CARE stellt Kutterschiffe für die Ausbildung junger Matrosen (Foto: CARE/ Rottländer)</p></div>
<p><span id="more-3959"></span></p>
<p>Als wir das Foyer betreten, herrscht dort starker Besucherverkehr. Aber nicht die Ärzte und Pfleger sind es, die hier hin und her eilen: die Stadtverwaltung hat das gesamte Erdgeschoss in eine provisorische Katastrophenzentrale verwandelt.</p>
<p>Das eigentliche Verwaltungsgebäude ist weggespült worden. Hier im Krankenhaus laufen jetzt die Fäden zusammen, vor unzähligen Computern sitzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ordnen das Leben in ihrer zerstörten Stadt. Es ist bitter kalt in den Großraumbüros, die Menschen arbeiten in dicken Pullovern und wattierten Jacken. Eine Heizung gibt es nicht.</p>
<p>Wir sitzen an einem improvisierten Konferenztisch und sind dankbar, als heißer grüner Tee aus Pappbechern gereicht wird. Um uns herum werden die Dinge an den Computern, am Telefon oder im Besucherverkehr geregelt.</p>
<p><strong>Keine Regierung der Welt ist auf eine solche Katastrophe vorbereitet</strong></p>
<p>In all diesem Stress fällt vom Sozialreferenten der Stadt der erste Satz: &#8220;Wir sind CARE unendlich dankbar, dass uns Ihre Organisation geholfen hat, den Betroffenen hier zu helfen.&#8221; Die Kollegen von CARE Japan hatten schon früh mit der Verwaltung Kontakt aufgenommen und Unterstützung bei der Verteilung von Hilfsgütern und der sozialen Betreuung angeboten. Decken, Matratzen, Kochutensilien, Hygieneartikel und vieles mehr wurden verteilt. CARE hat ein Auto beschafft, mit dem die Menschen in den entlegenen Randgebieten versorgt werden können.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung berichten freimütig, dass sie vor der Katastrophe nicht gewusst hätten, was eine Nichtregierungsorganisation sei, die sich der Hilfeleistung verschrieben hat. Somit sei auch der Dialog am Anfang nicht einfach gewesen. Da die überlebenden Verwaltungsleute neben der jeweiligen persönlichen Tragödien, wie den Verlust von Familienangehörigen und der Zerstörung ihrer Wohnungen, ja auch umgehend die Gesamtkatastrophe irgendwie in den Griff bekommen mussten, habe man die Hilfe von CARE gerne angenommen. Und es waren ja auch keine ausländischen Helfer gewesen, die da gekommen seien, sondern japanische CARE Mitarbeiter.</p>
<p>In der abgelegenen Region des Küstenbereichs der Provinz Iwate sind ausländische Menschen nicht häufig, man begegnet ihnen mit einem gewissen Misstrauen. Das aber sei nun ganz anders geworden, sagt der Sozialreferent und strahlt. Die Deutschen seien besonders willkommen, sie würden ja auch einen guten Fußball spielen. Und dann fällt das Zauberwort, das alle Reserviertheit bricht: &#8220;Beckenbauer!&#8221; Ich verspreche, dem Franz, der CARE bei einem Projekt in Südafrika unterstützt hat, eine Grußkarte zu senden und mitzuteilen, dass er in Kamaishi einen Fanclub hat.</p>
<p><strong>Der Tsunami zerstörte die Einkommensquelle der Region</strong></p>
<p>Beim Gespräch mit den Verwaltungsleuten wird schnell klar, dass es nach der ersten Katastrophenhilfe und den anschließenden Aufräumarbeiten darum gehen muss, den Leuten Jobs zu vermitteln. Der Tsunami hat ja nicht nur getötet und zerstört, er hat der Region die ökonomische Grundlage entzogen. Hier lebt die Bevölkerung fast ausschließlich vom Fischfang und sämtliche Fischerboote und die verarbeitenden Industrien wurden zerstört.</p>
<p>Wir besuchen die Hochschule für Fischfang und sprechen mit dem Direktor. An der Einrichtung werden junge Leute in allen Bereichen der Fischzucht und des Fischfangs ausgebildet. Japaner essen ja (fast) alles, was aus dem Meer kommt, deshalb gibt es riesige Aquakulturen, in denen Fische, Krustentiere, Muscheln, Seetang und andere unerfindliche Dinge &#8211; nun ja &#8211; produziert werden. Die praktische Ausbildung der Studenten erfolgt auf einem Schulschiff, das neben der Besatzung 40 Studierende aufnehmen kann. Dieses schöne Schiff, die Riasu Maru, befand sich zum Zeitpunkt der Katastrophe auf Schulungsfahrt vor Hawaii.</p>
<div id="attachment_3964" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/8972.jpg"><img class="size-full wp-image-3964" title="897" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/8972.jpg" alt="Dr. Anton Markmiller und Axel Rottländer rundern gemeinsam mit den Studenten (Foto: CARE)" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Anton Markmiller und Axel Rottländer rundern gemeinsam mit den Studenten (Foto: CARE)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Ein Glück. Allerdings wurden die kleinen Kutterschiffe für die Ausbildung zerstört. Da die japanische Regierung mit der Sicherung des Lebens der Überlebenden vollauf ausgelastet ist &#8211; die Nuklearkatastrophe von Fukushima ist nur eine Zugstunde entfernt &#8211; konnte dieser Ausbildungseinrichtung nicht geholfen werden. Der Direktor sagt es deutlich: &#8220;Keine Regierung der Welt ist auf eine solche Katastrophe vorbereitet. Niemand kann so etwas alleine bewältigen.&#8221; Also hat CARE zwei Kutterschiffe für die Ausbildung besorgt, jeweils zwölf Matrosen lernen hier den Umgang mit Boot und Meer.</p>
<p>Begleitet von Fernsehen und Presse besteige ich mit dem Kollegen Axel Rottländer das Boot und wir rudern mit den Studenten zu einem kräftigen &#8220;Eins! Zwei!&#8221; durch die Bucht. Allerdings fühlen sich Axel und ich eher als Leichtmatrosen gegenüber diesen jungen Menschen, die nun wieder eine Perspektive vor Augen haben. Schon am Nachmittag werden sie mit der Riasu Maru auf eine 14-tägige Ausbildungsfahrt Richtung Norden gehen. Ich gebe zu: gerne wäre ich mitgekommen.</p>
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