Frauen in Simbabwe: In die Zukunft investieren

Bargeld kann im ländlichen Simbabwe Leben verändern, besonders für Frauen.

In Süden Afrikas herrscht die schlimmste Dürre seit 35 Jahren. Davon ist der ohnehin schon karge Süden von Simbabwe besonders betroffen. Zyklon Dineo brachte im Februar zwar starke Regenfälle mit sich, doch das half den vier Millionen Hungernden in Simbabwe nur wenig.

Gemeinsam mit dem britischen Ministerium für internationale Entwicklung startete CARE 2015 ein Projekt für Bargeldtransfers. Das Projekt hilft Frauen und Männern jeden Alters und erreicht im Moment 400.000 Menschen. Das Konzept ist simpel: Jeden Monat erhalten die Familien Geld in virtuellen Geldbörsen auf ihren Handys. Sie können dieses virtuelle Geld entweder gegen echtes eintauschen oder es direkt ausgeben – also von Handy zu Handy; in Läden, Schulen, Krankenhäusern oder anderen Geschäften.
Dadurch, dass die Haushalte jeden Monat eine bestimmte Summe Geld zur Verfügung haben, lernen sie selbstständig was und wie viel sie einkaufen müssen. Außerdem profitieren lokale Geschäfte von diesem Projekt, es werden lokale Märkte erschaffen und schwache Gemeinden werden gestärkt.

CARE hat einige Frauen getroffen, die von diesem Projekt profitieren.

Die Mutter: „Mit dem Geld, das ich bekomme, kaufe ich Essen für meine Familie. Ich konnte außerdem endlich das Schulgeld für meine Kinder bezahlen.“ – Letwin Chisorochengwe, zweifache Mutter.

 

Die Schülerin: „Das Geld hat mir und meiner Familie geholfen, als wir unter Hunger gelitten haben. Ich habe von dem Geld zwei Ziegen gekauft, weil wir kein Vieh mehr hatten. Als ich nicht genug zu essen hatte, fiel es mir außerdem sehr schwer, mich auf die Schule zu konzentrieren. Dank dem übrigen Geld konnte ich hier zu Hause lernen und habe meine Prüfungen bestanden. Mit dieser Ausbildung habe ich jetzt gute Chancen auf einen Job.“– Shuvai Mashiri mit ihren Prüfungsergebnissen.

 

Die Älteren: „Ich kaufe mir von dem Geld Maismehl, um daraus Sadza zu machen. Das ist ein traditionelles Gericht hier in Simbabwe. Außerdem kaufe ich Seife, damit ich mich waschen und sauber bleiben kann. Von dem Geld haben wir außerdem unser Haus repariert und Saatgut und Werkzeug für unsere Pflanzen gekauft.“ – Susan Zidyauswa (rechts) mit ihrer Mutter Mazyipesa Mapingure.

 

Menschen mit Behinderung: „Meine Tante und ihr Sohn sind geistig behindert. Wenn sie nicht das Geld bekommen würden, könnten sie sich keine Nahrung kaufen. Das restliche Geld haben sie in die Reparatur ihres Hauses gesteckt.“ – Francesca Gwara (links) und ihre Tante, die auch Francesca Gwara heißt. Francesca ist der Vormund ihrer Schwester. Da sie kein eigenes Handy hat, hilft Francesca ihr, indem sie die SIM-Karte ihrer Schwester in ihr Handy einlegt.

 

Die Ladenbesitzerin: „Vor dem Start des Projekts kam es häufig vor, dass ich ein Paket Zucker für meinen Laden kaufte und es dort für mehrere Monate liegen blieb. Jetzt gehen meine Waren aber viel schneller weg, weil die Menschen Geld haben, um einzukaufen.“ – Clara Makasi, Ladenbesitzerin.

 

Die Geschäftsfrau: „Ich bin ‚cash agent’. Wenn die Leute ihr Geld auf das Handy bekommen, können sie es bei mir eintauschen. Am Anfang hatte ich nur einen kleinen Laden. Heute habe ich vier Läden und drei Angestellte. Ich habe genug Geld, um meine Kinder zur Schule zu schicken und konnte mir sogar ein Auto kaufen. Jetzt muss ich nicht mehr mit dem Bus zu meinen Läden fahren.“ – Dorothy Shumba (rechts) mit Fungai Hove, eine Mitarbeiterin aus einem ihrer Läden.

 

„Das ‚Cash Transfer Projekt‘ konnte so vielen Menschen auf unterschiedlichen Wegen helfen. Wir danken Gott für CAREs Hilfe.“ – Susan Zidyauswa mit Patricia Mucheche, Projektverantwortliche von CARE.

Auf unserer Webseite erfahren Sie mehr über CAREs Kampf gegen Hunger und Armut in Simbabwe.

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