Große Vorfreude: Meine erste Dienstreise nach Ägypten

Johanna (2. v. links oben) während ihrer Dienstreise in Ägypten. (Foto: CARE)

Johanna (2. v. links oben) während ihrer Dienstreise in Ägypten. (Foto: CARE)

Johanna Renner ist Assistentin für Entwicklungszusammenarbeit bei CARE. Hier beschreibt sie, was ihr vor ihrer Reise nach Ägypten durch den Kopf geht.

Die Reise nach Ägypten ist nach 15 Monaten bei CARE meine erste längere Dienstreise. Ich mache mich in eine Region auf, die mir bisher noch unbekannt ist. Dennoch oder gerade deswegen freue ich mich sehr auf neue Eindrücke, die vor mir liegen. Ich bin ein bisschen aufgeregt, deshalb muss ich beim Kofferpacken noch angestrengter als sonst überlegen, was alles mitkommt. Vor Ort in Ägypten sind Treffen mit Partnern von CARE geplant, aber auch Schulbesuche, um zu überprüfen, welche Erfolge die Bildungsprojekte von CARE bereits aufzeigen. Beim Packen schwirrt mir im Kopf herum, dass es in Ägypten im November zwar noch ziemlich warm ist, ich aber daran denken muss, dass das Land muslimisch geprägt ist. Sommerkleidchen und kurze Hosen bleiben also Zuhause. Stattdessen werden lange, luftige Hosen und Oberteile sowie CARE-T-Shirts eingepackt.

Der Besuch im CARE-Büro und in den Projekten vor Ort gibt mir die Möglichkeit meine ägyptischen Kollegen, mit denen ich während meiner Arbeit in Deutschland immer mal wieder in Kontakt stehe, auch endlich mal live und in Farbe kennenzulernen. Ich erhoffe mir von dem Besuch, dass es mir nach meiner Rückkehr leichter fallen wird, die Fragen und Probleme meiner Kollegen in Ägypten zu verstehen.

Die Spannung steigt

Besonders freue ich mich aber auf die Besuche in den Projektregionen. Ich bin mir sicher, dass die Begegnungen, die mich erwarten, eine Bereicherung sein werden. Auch gehe ich fest davon aus, dass ich eine Antwort auf die Frage finden werde, warum ich diese Arbeit mache, die in Deutschland oft aus Schreibtischarbeit und Rückschlägen besteht.

Vor Ort werden wir das SPACE-Projekt von CARE besuchen, darauf bin ich sehr gespannt. Das Projekt wird mit Geldern der Europäischen Union finanziert und hat sich zum Ziel gesetzt, zivilgesellschaftliche und gemeindebasierte Organisationen zu stärken. Im Vordergrund des Projektes steht die Schulung der lokalen Bevölkerung. Menschen werden dazu ausgebildet, Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken, wie etwa das Schulsystem zu modernisieren.

Auf die Reise begebe ich mich zusammen mit Male Thienken, die gemeinsam mit mir für CARE Deutschland arbeitet und die Projekte verantwortet. Während sie vor allem die Gespräche zum Projektfortschritt mit den verschiedenen Akteuren führt, wird es meine Aufgabe sein, eine Fotodokumentation zu erstellen, Beobachtungen aufzuzeichnen und Gesprächsnotizen festzuhalten. Hierfür werde ich Gespräche mit Mitarbeitern der Partnerorganisationen führen und Menschen interviewen, die von CAREs Arbeit profitieren. Spannend sind diese Aufgaben und die gesamte Reise vor allem auch in Hinsicht auf meine mangelnden Arabischkenntnisse, die sich durch das fremde Schriftbild auch im Alltag durchgehend bemerkbar machen werden. Immerhin kann ich schon „shukran – Danke“ sagen und mich so bei den Menschen für ihre Zeit und Gesprächsbereitschaft bedanken.

Wie es bei dem Projektbesuch in Ägypten weitergeht, erfahren Sie hier.

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