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Kicken mit den Löwen

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21. Juni: Töging ist ein relativ kleiner Ort, mit weniger als 10.000 Einwohnern. Nicht einmal 700 Einwohner leben hier auf einem Quadratkilometer zusammen. Viele der Mädchen waren verwundert, dass niemand auf den Feldern arbeitet, dass so wenige Menschen auf der Straße sind. “Muss hier niemand arbeiten”, fragte uns eines der Mädchen. Und ein anderes gab den Tipp, “dass die Menschen hier den Mais näher aneinanderbauen sollten, damit die Ernte ertragreicher wird”.

In München hingegen, wo wir heute hinfuhren, sind die Straßen voller Menschen. Unsere erste Anlaufstelle in der Stadt ist das Gelände von 1860 München, wo uns die Mannschaft nach ihrem Training empfängt. Kaum haben die Spieler das Feld verlassen, fangen die Mädchen an zu kicken. Im Tor steht Timo Ochs, der Torwart der Löwen. Auch Collin Benjamin und Stefan Aigner bleiben bei den Mädchen und beantworten die vielen Fragen. Ausgestattet mit Cappies der Mannschaft zeigten die Nachwuchstalente dem Zweite-Liga-Verein, was sie drauf haben. “Mannschaftssport ist in jeder Hinsicht eine gute Ausbildung. Das Projekt von CARE ist eine tolle Aktion. Ich hoffe, dass die Mädchen unvergessliche Eindrücke sammeln können und aus den WM-Spielen viel Motivation mit in die Heimat nehmen”, freute sich der Geschäftsführer von 1860 München, Robert Schäfer bei der persönlichen Begrüßung der Sportlerinnen.

Bei einer Mini-Übungseinheit mit Löwen-Torwart Timo Ochs zeigten die Mädchen ihr Fußballkönnen. (Foto: CARE/Kohl)

Vom Trainingsgelände in der Grünewalderstraße ging es in die Müncher Innenstadt. Bei einer kleinen Stadttour und einem Mittagessen gab es viel zu erleben und zu sehen. Fast so interessant wie die Erläuterungen unserer Stadtführerin waren die vielen Menschen aus aller Welt, die sich an den Plätzen tummelten, Straßenmusiker, Dirndl-Geschäfte und Puppentheater. Auch eine Frau im Zebra-Kleid mit Leopardentasche war fast so interessant, wie das Rathaus oder der Fischbrunnen.

Am Fischbrunnen startete unsere Stadttour durch München. (Foto: CARE/Kohl)

22. Juni: Von München ging es heute nach Herzogenaurach. Auf dem Fußballfeld der adidas AG ging es zum nächsten Training über – zusammen mit einigen Mädchen aus Töging. Die Freude, sich wiederzusehen, war groß. Abends gab es dann für die Mädchen einen Empfang. Auch Auma Obama, Koordinatorin des Projekts in Ostafrika, ist heute angereist um die Mädchen die restliche Zeit zu begleiten. Die Bundesliga-Stiftung, die die Reise nicht nicht nur personell, sondern auch finanziell erheblich unterstützt hat, übergab einen Scheck im Wert von 20.000 Euro an Dr. Anton Markmiller, den Geschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. Adidas übergab Sachspenden. Die Töginger, die durch ihren Bürgermeister und die Spielerinnen vertreten waren, übergaben eine weitere Spende an Auma Obama, die durch den Verkauf von Erdinger Weißbier beim Turnier in Töging zusammengekommen war.

Kurt Gaugler, Geschäftsführer der Bundesliga-Stiftung, übergab einen Scheck von über 20.000 Euro. (Foto: CARE/Kohl)

“Ich wusste nicht wirklich, was mich in Deutschland erwartet”, erzählt Beatrice, eine der beiden Betreuerinnen der Mädchen. “Viele sagen, dass es in Deutschland viel Fremdenfeindlichkeit gibt. Wir haben das bisher Gott sei Dank ganz anders erfahren. Von der ersten Minute haben wir uns willkommen gefühlt, alle möchten etwas über uns, unser Land und das Projekt erfahren. Das macht mich wirklich glücklich.”

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