Madagaskar: Plastikplanen auf dem Weg
Von CARE Deutschland-Luxemburg
Von John Uniack Davis, Länderdirektor CARE Madagaskar
Unsere CARE-Mitarbeiter sind den zweiten und letzten Tag mit dem Helikopter unterwegs, um das Ausmaß der Verwüstungen durch den Zyklon beurteilen zu können. Das ist wichtige Grundlage, um gezielt Unterstützung für die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen liefern zu können. Vor allem die Bezirken Brickaville und Vatomandry sind schwer geschädigt worden, da sie direkt an der Ostküste Madagaskars liegen.

Zerstörte Häuser in der Stadt Vatomandry. (Foto: CARE/ Aimé Rakotoniaina)
In der Gemeinde Andevoranto, wo Giovanna auf das Land traf, sind 80 Prozent Häuser beschädigt oder zerstört. In der Stadt Brickaville sind etwa 70 Prozent aller Häuser zerstört, während in Vatomandry etwa 40 bis 50 Prozent zerstört wurden. Den Menschen fehlt ein Dach über dem Kopf und Nahrungsmittel – wir müssen ihnen sobald wie möglich helfen.
Unser Team tut alles dafür, dass es so schnell wie möglich Hilfe leisten kann. Die Menschen, die ihre Häuser verloren haben, unterstützt unser Team mit Plastikplanen. So können sie zumindest Notunterkünfte bauen. Aber weitere Bemühungen werden nötig sein, um der betroffenen Bevölkerung auf die Beine zu helfen.
Unser stellvertretender Nothilfekoordinator wird heute in Brickaville bleiben. Er soll ein provisorisches Büro errichten, um von dort die Nothilfe koordinieren zu können. Er mobilisiert auch erfahrene Katastrophenhelfer. Diese sollen helfen, Notunterkünfte und Nahrungsmittel bereitzustellen und blockierte Straßen zu räumen. Mit den bisherigen Mitteln können wir erste Nothilfe leisten. Allerdings werden in den nächsten Wochen mehr Mittel nötig sein, um die Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen durchzuführen.
Tags: Afrika, Giovanna, Naturkatastrophe, Nothilfe, Wiederaufbau, Zyklon

