Müttergesundheit – Mit CARE & HARTMANN in Kenia

Ich bin Elisa Pizzi und arbeite für die PAUL HARTMANN AG in Österreich. Im April 2018 hatten ich und vier weitere Freiwillige die Chance, im Rahmen der Unternehmenskooperation mit CARE nach Kisumu in Kenia zu reisen. Dieser Aufenthalt sollte eine der bedeutsamsten Erfahrungen meines Lebens werden.

Ich durfte das UZAZI WEMA (Good Family) Projekt, das CARE und die HARTMANN AG gemeinsam durchführen, kennenlernen und die Helferinnen und Helfer treffen, die vor Ort bereits das Leben vieler Menschen positiv verändert haben. Das Projekt setzt genau da an, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: Bei der medizinischen Versorgung und der Unterstützung von Familien, insbesondere von Müttern und Kindern.

Ein besonderes Treffen

Jane (45) ist eine bemerkenswerte alleinerziehende Mutter, die jeden Tag für ihrer elf Kinder sorgt. (Foto: Job Maiyne/CARE)

Jane (45) ist eine bemerkenswerte alleinerziehende Mutter, die jeden Tag für ihrer elf Kinder sorgt. (Foto: Job Maiyne/CARE)

Eine Begegnung werde ich wohl niemals vergessen: Jane ist eine bemerkenswerte alleinerziehende Mutter, die jeden Tag hart dafür arbeiten muss, ihre elf Kinder zu versorgen. Am Tag nach unserem Kennenlernen trafen wir sie erneut, um mehr über ihre Geschichte zu erfahren. Wir wollten außerdem eine Szene drehen, in der sie Frühstück zubereitet, um einen Eindruck von ihrem Alltag zu bekommen. Es war an alles gedacht, nur an eines nicht: Jane hatte nichts zu essen im Haus. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie glücklich wir uns tagtäglich schätzen können; wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie wir unsere nächste Mahlzeit beschaffen und ob wir auch morgen noch satt werden. Es gibt mir Hoffnung, dass Jane im Rahmen des CARE-HARTMANN-Projektes betreut und ihr Leben ein Stück weit verbessert wird – doch es gibt immer noch sehr viel zu tun.

Medizinische Hilfe in entlegenen Regionen

Während des Community Outreaches führt eine Theatergruppe ein Stück zur Familienplanung auf. Witzig und für jeden verständlich wird die Wartezeit verkürzt. (Foto: Job Maiyne/CARE)

Während des Community Outreaches führt eine Theatergruppe ein Stück zur Familienplanung auf. Witzig und für jeden verständlich wird die Wartezeit verkürzt. (Foto: Job Maiyne/CARE)

Am letzten Tag besuchten wir ein mobiles Gesundheitsteam, eines der sogenannten Community Outreaches, bei ihrer Arbeit. In abgelegenen Regionen bieten sie medizinische Versorgung an. Ihre Organisation in dem kleinen Dorf war bemerkenswert: Die Patientinnen und Patienten erhielten eine Nummer und wurden nach und nach in eine Kirche gelassen, in der die Behandlungen diesmal angeboten wurden. Während ein Arzt die Erwachsenen untersuchte, nahm eine Krankenschwester Blut ab, führte Malaria-Tests durch oder versorgte Kinder. Das Team arbeitete eifrig und parallel, um eine Behandlung für alle Wartenden zu ermöglichen. Vor der Kirche wurden die Menschen von einem Community Healthcare Volunteer, also einem freiwilligen Helfer des Gesundheitsteams, über wichtige Themen wie Ernährung oder Hygiene aufgeklärt. Eine Theatergruppe führte zudem ein Stück zum Thema Akzeptanz von Frauen in der Gesellschaft auf – unterhaltsam aufbereitet und für jeden verständlich. So wurde auch die Wartezeit für die Menschen optimal genutzt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber der Malaria-Schnelltest, den eine Krankenschwester bei einer Frau durchführte. Mit ihrem Kind im Arm saß sie zitternd vor uns: Ihr Test war positiv. Eine schreckliche Nachricht für die Frau, doch sie kann sich der Hilfe durch das engagierte Personal der Medizinstation sicher sein.

PAUL HARTMANN AG Volunteer Elisa Pizzi Tapia im Gespräch mit CARE Kollegin Cynthia Muhambe. (Foto: Job Maiyne/CARE)

PAUL HARTMANN AG Volunteer Elisa Pizzi Tapia im Gespräch mit CARE Kollegin Cynthia Muhambe. (Foto: Job Maiyne/CARE)

Drei Jahre arbeiteten CARE und HARTMANN in Kenia zusammen, wodurch vielen Menschen geholfen und ihr Leben verbessert werden konnte. Um jedoch einen nachhaltigen Erfolg bei einem Hilfsprojekt zu erzielen, braucht es Zeit, einen engen Austausch mit den Einheimischen sowie Gespür und Verständnis für Kultur, Traditionen und die Gesellschaft.

Bitte unterstützen Sie unsere globale Hilfe für Frauen und Mädchen mit Ihrer Spende.

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