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Regen, Flüchtlinge und der Malaria-Tag

Von Thomas Schwarz

Ein nachdenkliches, traumatisiertes Mädchen aus Kibera, Kenia
Ein Mädchen aus Kibera, traumatisiert durch die Ereignisse nach den Wahlen und den Hunger.

25.04.08 Dunkle Wolken ziehen über Nairobi auf. Und die Menschen lächeln: Sie wissen besser als viele andere, wie wichtig Wasser ist und dass Wasser Leben bedeutet [CARE Affair- Wasser, PDF]. Sie freuen sich, dass es endlich mehr regnet als in den vergangenen Wochen. Schließlich herrscht Regenzeit. Und die sollte eigentlich schon längst Wasser auf die Felder bringen und in die Flüsse und ebenso dafür sorgen, dass ausreichend Wasser in den Brunnen ist. Und für die eigentliche Regenzeit hat es immer noch nicht ausreichend geregnet. Aber immerhin, sagen sich die Leute. Und wenn ich Kenianer auf den Regen anspreche, lächeln sie fröhlich.

Für die Binnenflüchtlinge, die ihre Heimat im Rift-Valley verlassen mussten, sieht das alles anders aus. Sie leben jetzt irgendwo in der Provinz. Sie leben in provisorischen Lagern. Sie mussten ihre Felder zurücklassen und können nicht rechtzeitig pflanzen. Viele von ihnen fürchten die – erwartete – schlechte Ernte. Sie würde zu schlimmen Engpässen bei Getreide und Gemüse führen. Der Staat Kenia hat immerhin Geld bereitgestellt. Damit können Bauern sich Kredite nehmen, um das teurer gewordene Saatgut zu bezahlen.

Die „Friedens-Karawane“ wird die Tour in die Lager der Vertriebenen genannt. Im Radio und auch in den Zeitungen. „Citizen-TV“ berichtet nahezu drei Tage live von diesem Ereignis. Der kenianische Präsident Kabila und der neue Premierminister Odinga sind – mit anderen Politikern – zu den Vertriebenen unterwegs. Sie halten Reden, hören auch zu. Sie wollen die Menschen überzeugen, wieder nachhause zu gehen. Aber solange deren Sicherheit nicht gewährleistet scheint, zögern die meisten, sich auf den Weg zurück zu machen.

Achja, da war doch noch was: Heute ist Welt-Malaria-Tag. Zum ersten Mal hat ihn die UNO ausgerufen. Alleine in Kenia sterben 92 Kinder an dieser Krankheit, Tag für Tag. Dabei wäre Malaria leicht zu behandeln. CARE hilft beispielsweise in Sambia, diese heimtückische Krankheit zu bekämpfen. Aber für alle Afrikaner bleibt Malaria eine Lebensbedrohung. Es ist nicht teuer, zu helfen: Alleine ein einfaches Moskitonetz in den Hütten hilft, sich gegen die weiblichen Malariamücken (Anopheles garnbiae) zu schützen – und zu überleben.

Hier die letzten Bilder aus Kenia. CARE/Schwarz

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