Salamat CARE! Schulkinder aus Ormoc sagen „Danke“

Nach Taifun Haiyan unterstützte CARE 9.448 Schülerinnen und Schüler auf den Philippinen mit warmen Mahlzeiten. (Foto: CARE/Katrin von der Dellen)

Nach Taifun Haiyan unterstützte CARE 9.448 Schülerinnen und Schüler auf den Philippinen mit warmen Mahlzeiten. (Foto: CARE/Katrin von der Dellen)

Unter den aufstrebenden Volkswirtschaften Südostasiens ist die Ernährungssicherheit auf den Philippinen mit am bedenklichsten. Zu den Ursachen dafür, gehören eine hohe Armutsrate und häufig auftretende Naturkatastrophen. Die philippinische Regierung fördert Schulspeisungen für einzelne extrem unterernährte Kinder. An vielen Schulen organisieren Lehrer und Eltern eigenständig einmal pro Woche eine warme Mahlzeit. Nach Haiyan war das zunächst nicht mehr möglich, da der Taifun die Lebensgrundlagen vieler Eltern zerstörte. Mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung RTL konnte CARE nach dem Taifun 9.448 Schüler bis Ende November täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgen.

Die Lehrer der unterstützten Schulen haben sich im örtlichen Erziehungsministerium versammelt. Die Frage, die hier alle beschäftigt, ist wie es nach November weitergehen wird. Meine Kollegin Tess und ich erklären den Lehrern, dass CARE zwar Schulspeisungen durchgeführt hat, wir solche Maßnahmen im Hinblick auf langfristige Entwicklungszusammenarbeit aber nicht unterstützen, da die Gefahr besteht Abhängigkeiten zu schaffen. Eine Möglichkeit der nachhaltigen Unterstützung ist die Integration der Schulen in CAREs längerfristige Projekte zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen. Meine Kollegin Tess informiert die Anwesenden über die Möglichkeit als Schule Mittel für die Förderung eines Gemeindeunternehmens zu beantragen, das könnte etwa ein Schulgarten mit angeschlossener Kantine sein. Diese Nachricht wird mit Interesse aufgenommen und wir freuen uns auf die Projektvorschläge.

Am nächsten Tag besuchen wir eine Grundschule in Ormoc, in der Provinz Leyte. Lehrer und Eltern unterstützen hier aktiv die Schulspeisung. Die Lehrer besorgen die Lebensmittel auf dem Markt und abwechselnd kochen sechs Elternteile täglich eine warme Mahlzeit. Direktorin Marylin berichtet deutliche Verbesserungen des Gesundheitszustandes, die Schüler können sich besser konzentrieren und seien wesentlich aufnahmefähiger für den Unterrichtsstoff. Einmal im Monat treffen sich Eltern und Lehrer und diskutieren über Ernährung und Kinderschutz. Marylin hat die Eltern-Lehrer Gruppe bereits über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung eines Kleinunternehmens informiert. Sie denken über einen Antrag zur Verbesserung der Wasserversorgung, die durch Haiyan zerstört wurde, sowie die Vergrößerung des Schulgartens in Kombination mit Geflügelzucht nach.

Mit dem guten Gefühl, Lehrern und Eltern eine Perspektive für ein Gemeindeunternehmen zu geben, und damit die Möglichkeit für eine langfristige Verbesserung der Ernährungssituation zu schaffen, verlassen wir Ormoc.

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