Südsudan: Raus aus der Komfortzone – Teil II

Lily Rose macht ein Praktikum bei CARE im Südsudan. Im zweiten Teil ihres Blogs berichtet sie darüber, wie CARE in entlegenen Gemeinden des Landes die Ernährungssicherheit überprüft.

Während meines Praktikums in CAREs Gesundheitsstation im Südsudan konnte ich in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten. Besonders spannend war für mich die Prüfung der Ernährungssicherheit, bei der ich mithelfen konnte. Diese Prüfung sollte einen Überblick über die Lebensumstände der Menschen in den Gemeinden des Bundesstaates Unity liefern und der Bewertung ihrer Lebensbedingungen dienen.

Für die Umfragen in den örtlichen Gemeinden hatten wir nur vier Tage Zeit. Der Südsudan ist ein großes Land mit einer geringen Bevölkerungsdichte. Wir mussten stundenlang von Tür zu Tür wandern, um so viele Bewohner wie möglich befragen zu können. Weil die Distanzen so groß sind, konnten wir nur fünf Familien pro Tag erreichen.

Mitarbeiter des CARE Gesundheitszentrums Yuai bei einer ähnlichen Befragung 2014 (Foto: CARE/ Josh Estey)

Mitarbeiter des CARE Gesundheitszentrums Yuai bei einer ähnlichen Befragung (Foto: CARE/ Josh Estey)

Für mich ist der Zuspruch, den unsere Befragung in den besuchten Gemeinden erhielt, der Beweis, dass es die Mühe wert war. Jeder wollte an der Befragung teilnehmen und ein paar Familien beschwerten sich sogar, warum wir nicht auch sie befragten. Es heißt, dass mehr als 4.6 Millionen meiner Landsleute auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen wie CARE angewiesen seien. Leider gibt es bei Weitem nicht genügend Mittel, um allen helfen zu können.

In fast allen Gemeinden, die wir besuchten, stellten wir ähnliche Zustände fest: Es gibt große Mängel in der Grundversorgung. Den meisten fehlt es an Lebensmitteln und Wasser. Weil sie keine andere Möglichkeit haben, trinken die Menschen schmutziges Wasser aus Tümpeln. Für ihre Mahlzeiten haben sie häufig nichts weiter als Milch. Aber auch das ist nicht selbstverständlich. Obwohl die meisten Hirten sind, besitzen nicht alle eigene Tiere und sind daher auf Milchlieferungen ihrer Nachbarn angewiesen. Selbst die wenigen, die sich Lebensmittel leisten können, haben es nicht leicht. Zum Markt brauchen sie hin und zurück einen ganzen Tag.

Es macht mich stolz durch meine Arbeit bei CARE meinen Mitmenschen helfen zu können. Die Erfahrungen möchte ich nutzen, um in Zukunft weiterhin helfen zu können!

Hier geht es zum ersten Teil des Blogs.

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