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Beitrag getaggt unter ‘Dadaab’

„… Und was machst Du bei CARE?“

Dienstag, 16. August 2011

Die leichte Brise am frühen Morgen kündigt einen nicht allzu heißen Tag an. Vor der Kantine von CARE sitzen Menschen verstreut an Tischen unter den Bäumen und frühstücken. Die rund 270 CARE-Mitarbeiter in Dadaab leben und arbeiten in sogenannten „Compounds“, eingezäunten Anlagen, von denen es eine in jedem der drei Camps gibt und eine im Zentrum der Stadt, angeschlossen an die Anlagen der UN-Organisationen und anderer Hilfsorganisationen.

Theresiah Nthiani arbeitet in Dadaab in Bereich Bildung schon seit 1999. (Foto: CARE/Wilke)

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Das Band der Menschlichkeit

Montag, 15. August 2011

Freiheit ist das falsche Wort
Die Realitäten eines Flüchtlingslagers sind der Außenwelt schwer zu vermitteln. Viele Menschen denken, dass Dadaab ein eingezäuntes Gebiet ist, mit Zelten übersät und voller Menschen, die in Schlangen auf Hilfe warten. Manches davon trifft bis zu einem gewissen Grad zu. Aber Dadaab wächst nun schon seit über 20 Jahren und hat sich zu einer fast städtischen Siedlung mit riesigen Dimensionen entwickelt.

Die Erleichterung, mit der ganzen Familie wohlbehalten im Camp angekommen zu sein, ist dem Vater anzusehen. (Foto: CARE/Wilke)

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“Es ist schade…”

Mittwoch, 10. August 2011

“Es ist schade, dass sich der Regen entschieden hat, die letzten zwei Jahre nicht zu fallen.“ Der kenianische Mann, der im Flugzeug nach Nairobi neben mir saß, spricht sehr poetisch. Das steht im Kontrast dazu, was er erzählt: Sein Land und die ganze Region sind wegen einer schlimmen Dürre in einer humanitären Krise. Fast elf Millionen Menschen sind davon betroffen. Und ja, einige der Regionen haben seit zwei Jahren keinen Regen mehr gesehen. Der Mann neben mir sagt weiter: „Alles dreht sich ums Wasser. Wenn du kein Wasser hast, kannst du keine Tiere halten. Und ohne Tiere… Naja, sie sind die Lebensversicherung der Menschen hier.”

Im Aufnahmezentrum von Dagahaley verteilt CARE Lebensmittel und andere Hilfsgüter. (CARE/Wilke)

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Dadaad – die Stadt der Flüchtlinge

Dienstag, 19. Juli 2011

Dadaab: Wie eine große Stadt wirken die drei Flüchtlingslager von oben. Mittlerweile leben über 380.000 Menschen in dem nordkenianischen Lager. (Foto: CARE/Underdown)

Gestern kam ich in Dadaab an. Das kleine Flugzeug erreichte in einem langen Bogen die Landepiste, dabei konnte ich von oben die drei Flüchtlingslager sehen. Das Bild ist mir bekannt, in den letzten Jahren war ich immer wieder in dem größten Flüchtlingslager der Erde. Beim Blick aus dem kleinen Fenster des Flugzeugs fällt mir aber auf, dass sich etwas geändert hat. An den Rändern des Lagers stehen hunderte kleiner Behausungen, ein paar Äste im Kreis aufgestellt und eine Plastikplane drüber, darin leben die Neuankömmlinge. Mehr als Tausend Menschen kommen seit Wochen jeden Tag in Dadaab an. Schon seit 20 Jahren suchen die Menschen Schutz in den Lagern von Dadaab. Die meisten kommen aus Somalia, dem Staat am Horn von Afrika, in dem es keine Regierung mehr gibt und Clans, religiöse Gruppen und wer weiß noch brutal um die Macht im Land kämpfen.

Das Lager ist völlig überlaufen
Die drei Lager waren ursprünglich mal für 90.000 Menschen geplant, im Januar 2011 waren es noch gut 300.000, und meine Kollegen von CARE hatten damals schon Mühe, gemeinsam mit anderen Organisationen alle zu versorgen. Jetzt ist die Situation allerdings dramatisch: Jeden Tag kommen 1500 Menschen in Dadaab an, viele sind von den Strapazen der Flucht völlig entkräftet, sie brauchen sofort Wasser, etwas zu essen, einen Platz zum schlafen und medizinische Vorsorgung. Mittlerweile sind mehr als 380.000 Flüchtlinge in Dadaab – zum Vergleich: Bonn hat gerade mal 325.000 Einwohner. Dadaab ist eine Stadt in der Wüste, in der die Bewohner fast vollständig auf die Hilfe von außen angewiesen sind.

Meine Kollegen in den CARE Büros arbeiten fast rund um die Uhr
Stanley, der Wasserbauexperte ist permanent beschäftigt, dafür zu sorgen, dass die ankommenden Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Im Moment wird mit Tankwagen das Wasser herbei geschafft. Stanley möchte allerdings so schnell wie möglich zwei neue Brunnen bohren. „Wenn wir die Brunnen haben, können wir Leitungen legen und Wasserhähne installieren, damit die Leute endlich alle genug Wasser haben“, erklärt er mir schnell. Denn schon wieder klingelt sein Telefon, ein Tankwagen hat eine Panne und muss schnellstens repariert werden. Ich sehe noch wie Stanley sich auf den Weg macht, um dafür zu sorgen, dass der Tankwagen schnell wieder Wasser zu den Menschen bringen kann.

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Und die Kinder spielten

Sonntag, 17. Juli 2011

Alexandra Lopoukhine, CARE-Mitarbeiterin in Dadaab.

Neu ankommende Flüchtlinge aus Somalia warten darauf, in das Lager Dadaab aufgenommen zu werden. Frauen und Kinder werden zuerst eingelassen. (Foto: CARE/Kate Holt)

Neu ankommende Flüchtlinge aus Somalia warten darauf, in das Lager Dadaab aufgenommen zu werden. Frauen und Kinder werden zuerst eingelassen. (Foto: CARE/Kate Holt)

Ich bin heute früh aufgestanden und begleitete amerikanische und deutsche Journalisten zu einem Zelt, wo Flüchtlinge in Empfang genommen werden. Es war noch nicht geöffnet, aber davor hatten sich bereits ordentliche Reihen gebildet. weiterlesen »

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Eindrücke aus Dadaab

Dienstag, 12. Juli 2011

von Alexandra Lopoukhine

Vor dem Auffanglager warten unzählige Menschen. Das Zelt des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), in dem die Flüchtlinge warten, um sich anzumelden, ist zu allen Seiten offen. Ein Dach schützt vor der brennenden Mittagssonne. Es ist groß, aber immer noch nicht groß genug für alle wartenden Menschen. Die Wartenden sind still und erschöpft. Viele von ihnen scheinen in einem schockähnlichen Zustand zu sein. Sie werden in kleinen Gruppen in das Aufnahmezelt geholt, um die Schlange der Wartenden in Bewegung zu halten.

Etwa 1.500 neue Flüchtlinge treffen täglich in Dadaab ein. Dagehaley ist eines von drei Flüchtlingscamps. (Foto: CARE/Holt)

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“Danke” ist nicht gleich “Danke”

Montag, 11. Juli 2011

von Alexandra Lopoukhine

10. Juli 2011. Heute Morgen diskutierten die CARE-Mitarbeiter über Pläne und Ideen, die Wasserversorgung in den Gegenden, in denen die neuen Flüchtlinge ankommen, auszubauen. Ein Wasser-Experte von CARE International ist bereits seit einigen Tagen in Dadaab, um einzuschätzen, was am dringendsten benötigt wird: Vor allem mehr der 10.000 Gallone-Tanks, mehr Bohrungen und Bohrlöcher.

Jeden Tag kommen in Dadaab neue Flüchtlinge an. Es ist schwierig, mit der Hilfe nachzukommen. (Foto: CARE/Holt)

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