Äthiopien: Erholung braucht Zeit, Wissen ist da
Mittwoch, 08. Februar 2012Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien weiterlesen »
Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien weiterlesen »
Von Mandefro Mekete, Nothilfekoordinator, CARE Äthiopien
Ich kann mich ganz deutlich an die Ausrufung der Hungerskrise am Horn von Afrika erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Am elften Juli begann die Welt das Ausmaß der Katastrophe endlich wahrzunehmen. 5,4 Millionen Menschen waren damals schon allein in Äthiopien dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Wasserknappheit, und damit verbundene Infektionskrankheiten bedrohten Millionen von Menschen und Tieren.
von Niki Clark aus Dadaab
Als ich meiner Familie und meinen Freunden erzählte, dass ich für sechs Wochen in Dadaab, dem weltweit größten Flüchtlingslager, arbeiten werde, wurde ich sofort mit Facebook-Nachrichten, Emails und Anrufen bombardiert. Alle lauteten ungefähr so: „Ich bin so stolz auf dich. Du wirst die Welt retten!“ oder „Du machst so einen Unterschied!“
von Niki Clark aus Dadaab
Hier sitze ich, 12.000 Kilometer weit weg von zuhause. Im Laufe von nur wenigen Tagen hat sich mein Leben komplett verändert. An einem Montag trat ich meine Arbeit beim CARE Büro in Washington DC an. Am Donnerstag saß ich schon in einem Flugzeug auf dem Weg nach Nairobi. Mein endgültiges Reiseziel: das weltweit größte Flüchtlingslager Dadaab. In den nächsten sechs Wochen werde ich hier die Medienarbeit für CARE betreuen. Diese Arbeit reizt mich sehr, schreckt mich aber gleichzeitig auch ab. Als Mitarbeiter einer der bekanntesten Hilfsorganisation weltweit ist es immer aufregend vor Ort zu arbeiten. Aber diesmal ist es anders.
Nach drei Wochen Dadaab steige ich am Montagnachmittag in den Flieger Richtung Nairobi. Bis Ende September übernimmt eine Kollegin aus den USA die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Der erste große Ansturm ist vorbei.
Wie lebt man eigentlich als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation im Flüchtlingslager Dadaab? Wie sind wir hier untergebracht, was machen wir in unserer Freizeit und wie passt das alles zusammen mit dem Leid, was sich vor unseren Augen abspielt?
Die Licht und Schatten-Allegorie habe ich schon mal für einen Blog aus Haiti verwendet, Anfang letzten Jahres kurz nach dem Erdbeben. Deshalb erscheint sie mir eigentlich zu abgegriffen. Aber nach zwei Begegnungen, die ich am Freitag im Flüchtlingslager Dadaab im Norden Kenias hatte, geht mir das Wortpaar nicht mehr aus dem Kopf.