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Beitrag getaggt unter ‘Erdbeben’

Worte finden.

Mittwoch, 23. März 2011

Die Welt starrt seit knapp zwei Wochen sprachlos nach Japan. Und gleichzeitig überschlagen sich in Libyen die Ereignisse. Es gibt viel zu verstehen und zu erklären, Journalisten haben im Moment keinen leichten Job.  Wie findet man die richtigen Worte?  Atomarer GAU, Krieg, Katastrophe. Jeder Begriff hat seine Geschichte, seinen Kontext und seine Wirkung. Und obwohl wir bei solch großen Ereignissen eine weltweite Solidarität und Aufmerksamkeit erleben, zeigen sich doch oft auch die Schwierigkeiten des Verständnisses für Fremdes, Komplexes. Wie neulich in Haiti:

Wie in Haiti vor mehr als einem Jahr haben Erdbeben und Tsunami jetzt in Japan weite Teile des Landes zerstört. (Foto: CARE Japan)

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Japan hält alle in Atem

Freitag, 18. März 2011

Die Gerüchteküche in Asien kocht

Auf dem Weg nach Phnom Penh, Zwischenstopp in Bangkok. Dunkle Wolken hängen über dem Rollfeld des supermodernen Flughafens, der nur aus Glas und Stahl zu bestehen scheint. Jeden Moment werden sich wohl die Schleusen öffnen zu einem monsunartigen Regenfall. Über dem riesigen Flachbildschirm im Wartebereich läuft ein Fernseher mit den neusten Schlagzeilen aus Japan. Ein dritter der Reaktoren von Fukushima scheint kurz vor der Kernschmelze zu stehen. Die Welt hält den Atem an! Ein unheimliches Gespenst geht um, Tschernobyl. Die Deutschen wissen, was das bedeutet, befindet sich der Unglücksreaktor von Tschernobyl doch keine 1500 Kilometer von Berlin.

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Haitianisches Déjà-Vu in Japan

Dienstag, 15. März 2011

Erdbeben, Tsunami und bevorstehende atomare Katastrophe: Die aktuellen Bilder aus Japan lassen uns nur erahnen, wie schwer das Land am 11. März 2011 getroffen wurde. (Foto: REUTERS)

Erdbeben, Tsunami und bevorstehende atomare Katastrophe: Die aktuellen Bilder aus Japan lassen uns nur erahnen, wie schwer das Land am 11. März 2011 getroffen wurde. (Foto: REUTERS)

Der 12. Januar 2010 wird in der Geschichte Haitis für immer als schwarzer Tag eingebrannt sein. Nun gilt das gleiche für Japan und den 11. März 2011. Im CARE-Büro in Port-au-Prince erfahren wir morgens die furchtbaren Neuigkeiten. „Aber es sind doch glücklicherweise nicht viele Tote, habe ich gelesen“, versucht eine Kollegin sich und mich zunächst zu beruhigen. Die horrenden Zahlen von Haiti, wo nach kurzer Zeit feststand, dass mit Sicherheit über 200.000 Menschen in den Trümmern gestorben waren, wurden für Japan zunächst noch nicht gemeldet. Aber als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation kennt man das Schema: Die Todeszahlen steigen stündlich, die Wucht der Katastrophe spricht für sich. Das Beben maß 8,9 auf der Richterskala, darauf folgte ein Tsunami. Auch das gab es schon einmal. Seit dem 26. Dezember 2004 ist der Begriff Tsunami auf der ganzen Welt bekannt. Nun wird man wieder daran erinnert, warum er eine japanische Wortschöpfung ist, denn die Pazifiknation lebt in ständiger Gefahr von Erdbeben und anschließenden Riesenwellen. weiterlesen »

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Haiti: Heimat mit Hindernissen

Montag, 28. Februar 2011

Im Landeanflug auf Port-au-Prince geht der Blick aus dem Fenster über die Stadt und auch von oben kann man deutlich die Ruinen und Zeltlager erkennen. Ich denke darüber nach, welche Menschen in dieses Land kommen und wer es wiederum verlässt. Der Gang durch den Zoll ist für Europäer einfach, drei Monate kann man sich in Haiti ohne Visum aufhalten. Täglich spucken die Flugzeuge internationale Helfer aus, aber auch Haitianer, die Verwandte im Ausland besucht haben oder andersrum ihre Familie in Haiti besuchen. Einige Quellen sprechen davon, dass 85 Prozent der Haitianer, die einen Hochschulabschluss haben, emigrieren. Insgesamt leben rund zwei Millionen Menschen außerhalb ihres Heimatlandes.

Kinder sind die Zukunft Haitis - wenn sie denn in ihrem Land bleiben. (Foto: CARE/Brooks)

Kinder sind die Zukunft Haitis - wenn sie denn in ihrem Land bleiben. (Foto: CARE/Brooks)

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Oh wie schön ist Panama… Und Haiti?

Mittwoch, 09. Februar 2011

Die Karibik weckt Sehnsüchte. Barbados, Aruba, Trinidad und Tobago – allein die Namen der verschiedenen Inseln im karibischen Meer verheißen Urlaubsfreude und Leichtigkeit. Jamaika klingt nach Reggae, Palmen und guter Laune. Kuba ist ein Traumreiseziel für all diejenigen, die ein Faible für amerikanische Oldtimer und den abgeblätterten Charme sozialistischer Revolution haben. Westlich des karibischen Meeres liegt Mittelamerika und seine beliebten Urlaubsorte. Panama kennt jedes deutsche Kind durch Janoschs Geschichten vom Tiger und Bär. Costa Rica lockt mit Naturparks und Traumständen. Und Haiti?

Viele karibische Staaten sind beliebte Urlaubsziele. Aber Haiti?

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Irgendwas mit Medien!?

Dienstag, 01. Februar 2011

Ach, diese Presseleute in den Hilfsorganisationen. Schön reden, ein paar Fotos machen, blabla eben. Braucht man in Haiti als Hilfsorganisation wirklich jemanden, der sich nur um Medien und Kommunikation kümmert? Leider fehlen in Hilfsorganisationen für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit häufig die Ressourcen, manchmal auch das Verständnis. Natürlich ist eine gute Arbeit vor Ort die beste Werbung für CARE und sollte für sich alleine sprechen. Aber es geht in der Kommunikation eben nicht nur um Werbung: Humanitäre Hilfe ist komplex und bedarf auch der Mitarbeit der Bevölkerung, die ihren Teil zum Erfolg beiträgt. Wir müssen also –genau! – reden.

Nach Katastrophen ist es wichtig, dass Hilfsorganisationen wie CARE einen Dialog mit der Öffentlichkeit führen. (Foto: CARE/Wilke)

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Bestes Wissen, schlechtes Gewissen

Mittwoch, 26. Januar 2011

Es ist ein Dilemma, in das man immer wieder kommt, wenn man für eine Hilfsorganisation arbeitet. Wo dürfen wir spontan helfen, wo kann Eingreifen schaden und falsche Erwartungen wecken? In der humanitären Hilfe gilt der Grundsatz Do no harm“ – also „richte keinen Schaden an“.

Ein Markt in Haiti: Hilfsorganisationen wie CARE müssen entscheiden, wer die Hilfe am dringendsten benötigt, wie und wo sie ausgeführt wird. (Foto: CARE/Wilke)

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