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Beitrag getaggt unter ‘Erdbeben’

Stolz und Vorurteile

Montag, 17. Januar 2011

Das war’s also. Der Jahrestag des Erdbebens in Haiti ist vorbei. Es ist viel geschrieben, gezeigt und gesagt worden, es wurde Anteil genommen, getrauert, gelobt und kritisiert. Viele Journalisten und Besucher waren in Haiti, um der Welt zu berichten, wo das Land heute steht. Auch unsere Fotoausstellung im CARE-Büro ist gelungen und bietet den Mitarbeitern den ganzen Monat über die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, miteinander über das vergangene Jahr zu reden und nach vorne zu schauen. Und hoffentlich auch ein bisschen stolz zu sein auf das Geleistete.

Unsere Fotoausstellung im CARE-Büro lässt die Mitarbeiter Bilanz ziehen, diskutieren, erinnern und nach vorne schauen. (Foto: CARE/Wilke)

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Neues Jahr, alte Wunden

Mittwoch, 05. Januar 2011

„Frohes neues Jahr! Und dass es besser wird als 2010 – schlimmer kann es ja nicht kommen.“ So hallt es derzeit durch die Gänge im CARE-Büro in Port-au-Prince. Neben Gesundheit und Glück wünscht man sich in Haiti derzeit vor allem Frieden und bescheidenen Wohlstand. Nachdem für so viele Familien das Festtagsessen zu Weihnachten ausfallen musste, ist es leicht nachvollziehbar, dass die Menschen sich schlichtweg auch nach materieller Verbesserung sehnen.

Für 2011 wünschen sich die Haitianer vor allem Gesundheit, Glück, Frieden und bescheidenen Wohlstand. (Foto: CARE/Wilke)

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Gary, Judith und der kleine Prinz

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Schock Deine Eltern, lies ein Buch! So hieß es vor einigen Jahren in einer Kampagne in Deutschland, die sich an lesefaule Jugendliche richtete. In Port-au-Prince, Haiti, heißt es in diesem Jahr: „Lire – malgré tout“ – Lesen, trotz allem!

"Lesen, trotz allem" - Das ist das Motto einer Buchmesse zur Förderung haitianischer Literatur in Port-au-Prince. (Foto: CARE/Wilke)

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Stille Nächte, reloaded.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Eigentlich sollte das kein Blogeintrag über Weihnachten werden. Nachrichten von Schneechaos, Weihnachtsmärkten und Plätzchenbacken wirken hier in Haiti wie von einem anderen Stern. Am Montag stand ich in der prallen Sonne in der Stadt Léogâne neben dröhnenden Boxen, die auf der Ladefläche eines Autos befestigt waren. Wir sind durch die Gemeinde gezogen und haben Botschaften gegen sexuelle Gewalt an Frauen verbreitet und mit der Bevölkerung diskutiert. In solchen Momenten ist Heiligabend wirklich weit weg.

Mit Lautsprechern und einer starken Botschaft ist das CARE-Team unterwegs gegen sexuelle Gewalt. (Foto: CARE/Wilke)

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Geister der Vergangenheit

Dienstag, 14. Dezember 2010

Ein Hotel in Port-au-Prince. Ich komme an, um Gäste abzuholen. Auf den ersten Blick scheint alles normal. Terrasse, Pool, Stühle, vereinzelt Menschen. Aber auf den zweiten Blick scheint der Horror durch.

"Wer hier lebend herauskam, hatte einen sehr guten Schutzengel." (Foto: CARE/Cameron)

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Haiti: Die Wahlen und das Warten

Dienstag, 07. Dezember 2010

Heute sollen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben werden. Das Land wartet gespannt und wir hoffen, dass es nicht zu Ausschreitungen kommt. Das würde für CARE und die anderen Helfer nämlich bedeuten: Eingeschränkte Bewegungsfreiheit, höhere Sicherheitsvorkehrungen und ein langsameres Vorankommen. Und das ist in Zeiten der Cholera keine gute Wahl.

Dem Wahlkampf kann man in Haiti momentan nirgendwo entkommen (Foto: CARE/Wilke)

Dem Wahlkampf kann man in Haiti momentan nirgendwo entkommen (Foto: CARE/Wilke)

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„Changement!“ Obama wäre stolz

Freitag, 26. November 2010

Da stehen sie also, die Freiwilligen von CARE. Etwa ein Dutzend Männer und Frauen jeden Alters, die uns vor dem Krankenhaus Toussaint Louverture in der Kommune Ennery erwarten. Ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, schließlich ist Sonntag und das ist ja eigentlich ein Ruhetag, den man mit der Familie verbringt. Aber die Cholera grassiert hier im Norden Haitis seit mehr als vier Wochen besonders schlimm, da ist an Ruhe nicht zu denken.

Auch am Sonntag ruht die Cholera nicht: CARE-Freiwillige arbeiten unaufhörlich, um den Menschen vor Ort zu helfen. (Foto: CARE/Wilke)

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