
Erdbeben, Tsunami und bevorstehende atomare Katastrophe: Die aktuellen Bilder aus Japan lassen uns nur erahnen, wie schwer das Land am 11. März 2011 getroffen wurde. (Foto: REUTERS)
Der 12. Januar 2010 wird in der Geschichte Haitis für immer als schwarzer Tag eingebrannt sein. Nun gilt das gleiche für Japan und den 11. März 2011. Im CARE-Büro in Port-au-Prince erfahren wir morgens die furchtbaren Neuigkeiten. „Aber es sind doch glücklicherweise nicht viele Tote, habe ich gelesen“, versucht eine Kollegin sich und mich zunächst zu beruhigen. Die horrenden Zahlen von Haiti, wo nach kurzer Zeit feststand, dass mit Sicherheit über 200.000 Menschen in den Trümmern gestorben waren, wurden für Japan zunächst noch nicht gemeldet. Aber als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation kennt man das Schema: Die Todeszahlen steigen stündlich, die Wucht der Katastrophe spricht für sich. Das Beben maß 8,9 auf der Richterskala, darauf folgte ein Tsunami. Auch das gab es schon einmal. Seit dem 26. Dezember 2004 ist der Begriff Tsunami auf der ganzen Welt bekannt. Nun wird man wieder daran erinnert, warum er eine japanische Wortschöpfung ist, denn die Pazifiknation lebt in ständiger Gefahr von Erdbeben und anschließenden Riesenwellen. weiterlesen »