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Beitrag getaggt unter ‘Naturkatastrophe’

Japan: Treffen in einem Container

Montag, 12. Dezember 2011

Auf der Fahrt durch die vom Tsunami verwüstete Region kommen wir immer wieder an “Parkplätzen” vorbei, auf denen hunderte von Autos aufgereiht stehen. Allerdings handelt es sich um lauter Wracks, wie sie bei uns nicht einmal auf einem landläufigen Schrottplatz zu sehen sind. Die Welle hat nicht nur alles Leben ausgelöscht, das ihr im Wege stand, sie hat auch die Autos durcheinander gewirbelt. Manchmal sind Häuser aus einem unerfindlichen Grund stehen geblieben. Wenn sie vier Stockwerke hoch oder höher waren, sind die drei unteren Stockwerke aufgerissen – das Grauen starrt uns wie aus zahnlosen Mäulern an. Ein CARE Kollege erzählt, eine Grundschule mit fünf Stockwerken wurde bis zum Dach unterspült, zum Glück waren die Kinder schon evakuiert worden.

Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. (Foto: CARE/ Rottländer)

Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. (Foto: CARE/ Rottländer)

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Hier stand einmal eine Stadt

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Als wir, CARE-Helferinnen und Helfer, mit dem Wagen in die Bucht von Miyako in der nordjapanischen Provinz Iwate einschwenken, fällt als erstes die Leere auf. Keine Häuser, keine Fabriken, keine Hafenanlagen – stattdessen nur eine weite Ebene, die sich bis an die umgebenden Hügel zieht. Dort sieht man ab einer bestimmten Höhenlinie eine dichte Bebauung. Beim näheren Hinsehen aber bemerken wir links und rechts der Straße ein dichtes Geflecht von Betonfundamenten, die in einer skelettartigen Formation die Ebene kilometerweit überziehen. Schlagartig wird klar: Hier stand einmal eine Stadt.

Die Trümmer liegen grotesk versetzt im Hinterland. (Foto: CARE/ Rottländer)

Die Trümmer liegen grotesk versetzt im Hinterland. (Foto: CARE/ Rottländer)

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Haitianisches Déjà-Vu in Japan

Dienstag, 15. März 2011

Erdbeben, Tsunami und bevorstehende atomare Katastrophe: Die aktuellen Bilder aus Japan lassen uns nur erahnen, wie schwer das Land am 11. März 2011 getroffen wurde. (Foto: REUTERS)

Erdbeben, Tsunami und bevorstehende atomare Katastrophe: Die aktuellen Bilder aus Japan lassen uns nur erahnen, wie schwer das Land am 11. März 2011 getroffen wurde. (Foto: REUTERS)

Der 12. Januar 2010 wird in der Geschichte Haitis für immer als schwarzer Tag eingebrannt sein. Nun gilt das gleiche für Japan und den 11. März 2011. Im CARE-Büro in Port-au-Prince erfahren wir morgens die furchtbaren Neuigkeiten. „Aber es sind doch glücklicherweise nicht viele Tote, habe ich gelesen“, versucht eine Kollegin sich und mich zunächst zu beruhigen. Die horrenden Zahlen von Haiti, wo nach kurzer Zeit feststand, dass mit Sicherheit über 200.000 Menschen in den Trümmern gestorben waren, wurden für Japan zunächst noch nicht gemeldet. Aber als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation kennt man das Schema: Die Todeszahlen steigen stündlich, die Wucht der Katastrophe spricht für sich. Das Beben maß 8,9 auf der Richterskala, darauf folgte ein Tsunami. Auch das gab es schon einmal. Seit dem 26. Dezember 2004 ist der Begriff Tsunami auf der ganzen Welt bekannt. Nun wird man wieder daran erinnert, warum er eine japanische Wortschöpfung ist, denn die Pazifiknation lebt in ständiger Gefahr von Erdbeben und anschließenden Riesenwellen. weiterlesen »

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Den Dreck wegmachen

Mittwoch, 26. Januar 2011

Es gibt doch so eine Art Spruch oder Sprichwort: Aus Dreck Geld machen, zum Beispiel. Der kam mir in den Sinn, als ich in den Distrikten Nowshera und Charsadda unterwegs war. Da waren zum einen die Arbeiter, die die Kanäle der Dörfer säuberten. Darüber habe ich ja gestern geschrieben. Ich habe in einem anderen  Dorf einen recht großen Platz gesehen, der auf den ersten Blick eher wie eine Müllhalde aussah, oder wie ein Ablageplatz für Dreck.

Den gab es dort reichlich, wie fein säuberlich geteilt auf der einen Seite dieses Platzes. In dem Dorf Nawa Killi, im Distrikt Nowshera, kamen die Partner von CARE auf die Idee, diesen Platz zunächst einmal ordentlich aufzuräumen. Und dann: umzugestalten.

Als ich dort ankam, kurvte gerade ein Bagger schräge Bewegungen in die Luft und hub trotzdem sehr geschickt mit seiner Riesenschaufel den Dreck des Platzes um. Ein Traktor mit einem kleinen Anhänger – wie der von einem Bauern–, auf dem sonst vielleicht Kartoffeln oder Bananen transportiert worden wären, stand bereit. Mehr als zwei, vielleicht zweieinhalb dieser Schaufeln Dreck passten nicht darauf. Dann war die Ladung fertig. Dieser Traktor fuhr weg, ein anderer folgte fünf Minuten später. Nun wieder das gleiche Bild: Geschickt, als ob es sich um Filigranarbeit handele, wurden die Dreckhaufen aufgeschichtet und weggefahren.

Noch sehen viele freie Flächen so wie hier aus: Nowshera im Januar 2011. (Foto: CARE/Schwarz)

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Es geht weiter, aber sehr schleppend

Mittwoch, 26. Januar 2011

Endlich der erste Besuch dort, wo die Reise nach Pakistan im vergangenen Jahr begonnen hatte: Charsadda und Nowshera. Das sind zwei Distrikte in der Provinz KPK (Khyber-Pakhtunkhwa) im Nordwesten des Landes, in denen die Flut unvorstellbare Verwüstungen angerichtet hatte. Die sieht man noch heute, ein halbes Jahr danach. Morgens trage ich noch meinen traditionellen pakistanischen Schal, den mir ein Freund hier einmal geschenkt hatte. Es ist sehr kühl morgens, kaum mehr als null Grad. Das merkt man am „Wohnsitz des Islam“, wie Islamabad übersetzt heißt – auf etwas mehr als 1.000 Metern.

Nach der Flut hat Ali aus Nowshera ein neues Leben begonnen. Diesmal sogar mit Zement zwischen den Steinen seines Hauses und nicht Lehm, wie vorher. "Mir geht es sehr gut", sagt er. (Foto: CARE/Schwarz)

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Die alte Frau und die Flut

Mittwoch, 11. August 2010

Als wir uns heute früh gegen sechs Uhr von Islamabad aufmachten, wusste ich nicht so genau, was mich erwarten würde.

Das Wasser steht immer noch in Nowsheras Straßen. (Foto: CARE/ Schwarz)

Natürlich hatte ich bisher die vielen Berichte im Fernsehen gesehen und die in den Zeitungen gelesen, Radio gehört und mit den Kollegen von CARE gesprochen. Das ganze Wochenende über hatte ich UN-Leute getroffen, Kollegen von anderen Hilfsorganisationen befragt und zugehört.

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Eine besondere Woche und die Angst vor Hunger

Montag, 09. August 2010

Diese Woche ist eine besondere hier in Pakistan, im Land der Fluten. Sie wäre es auch ohne die Naturkatastrophe, aber jetzt hat sie eine ganz besondere „Note“.

Während die Fluten auch Charsada erreichen, beginnt der Fastenmonat Ramadan in Pakistan (Foto: CARE/HRDN)

Am 14. August ist Independence Day. In der Nacht zum 15. August 1947  wurde das Land von den britischen Kolonialherren in die Unabhängigkeit entlassen. Übrigens gleichzeitig mit Indien. Zudem beginnt in dieser Woche der Fastenmonat Ramadan. weiterlesen »

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