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	<title>blog.care.de &#187; Nothilfe</title>
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	<description>Blog des Teams von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.</description>
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		<title>Zwei Fragen, dann stummes Flehen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
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		<description><![CDATA[Haoua Lankoandé leitet die Anwaltschaft von CARE Niger und berichtet über die dramatische Zuspitzung der Nahrungsknappheit. Meine Erfahrung sagt mir, dass es höchste Zeit ist zu handeln. Die Krise hat bereits begonnen. Die ersten Anzeichen kann man überall im Land beobachten. Sie haben sich erschreckend schnell flächendeckend ausgebreitet. Zunächst sieht man es in den Städten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Haoua Lankoandé</em> <em>leitet die Anwaltschaft von CARE Niger und berichtet über die dramatische Zuspitzung der Nahrungsknappheit. </em></p>
<p>Meine Erfahrung sagt mir, dass es höchste Zeit ist zu handeln. <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M539d62e1004.html">Die Krise hat bereits begonnen</a>. Die ersten Anzeichen kann man überall im Land beobachten. Sie haben sich erschreckend schnell flächendeckend ausgebreitet. Zunächst sieht man es in den Städten. In meinem Fall ist das Niamey, die Hauptstadt des Nigers.</p>
<div id="attachment_4064" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Niger-Blog-2.jpg"><img class="size-full wp-image-4064 " title="Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/Niger-Blog-2.jpg" alt="Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)" width="460" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Die Menschen kommen aus den Dörfern in die Städte. (Foto: CARE/ Brooks)</p></div>
<p><span id="more-4039"></span>Nahrungsmittelknappheit erkennt man daran, dass vermehrt junge Männer und Frauen aus den Dörfern in die großen Städte kommen. Sie gehen von Tür zu Tür auf der Suche nach Arbeit. Wenn man sie fragt, was sie tun können, kommt die Antwort: „Alles, wir machen alles.“</p>
<p>Wenn sie dann ein zweites Mal kommen, fragen sie nach Lebensmitteln: &#8220;Klopf, klopf, haben Sie etwas zu essen? Ich habe die letzten drei Tage nichts gegessen.“</p>
<p><strong>Kein Geld für Nahrung</strong></p>
<p>Das dritte Mal kommen keine Fragen mehr. Eines Morgens wachst du auf und findest eine schlafende Familie auf der Schwelle zu deiner Haustür. Sie sprechen nicht mit dir, sondern blicken dich stumm an, voller Hoffnung, dass du ihnen etwas zum Essen gibst.  Wenn man ihnen etwas gibt, sagen sie Danke. Wenn du ihnen nichts geben kannst, ziehen sie betreten den Kopf nach unten, stehen langsam auf und ziehen stumm zum nächsten Haus weiter.</p>
<p>Das Ganze spielt sich innerhalb weniger Monate ab. Wir sind bereits in der ersten Phase, die Leute klopfen an Türen und bitten um Arbeit. Danach kommt schnell die zweite Phase, die Menschen bitten um Nahrung. CARE hat in einigen Dörfern gezählt, wie viele Männer und Frauen in die Städte abgewandert sind. Hier in Niamey sind die Auswirkungen der Nahrungsmittelknappheit offensichtlich. Die Zeit wird knapp. Wir müssen dringend handeln.</p>
<p><!--more--></p>
<div id="attachment_4048" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-4048            " title="In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto:CARE/Brooks)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2012/01/DSC_0435.jpg" alt="In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto:CARE/Brooks)" width="460" height="640" /><p class="wp-caption-text">In &quot;Cash-for-Work&quot;-Programmen bearbeiten die Menschen das brachliegende Weideland. (Foto: CARE/Brooks)</p></div>
<p><a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M50502b74e63.html">CARE organisiert „Cash-for-Work“ –Programme </a>gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm. So können die Menschen aus den Dörfern Geld verdienen, um sich Lebensmittel zu kaufen. CARE finanziert auch Schulspeisungen, damit die Kinder in der Schule bleiben und nicht für Essen betteln gehen müssen. Das Anlegen von Gemeinschaftsgärten und <a href="http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M5159435a9ae.html">Getreidebanken sind weitere Maßnahmen</a>, die CARE ergreift, um Nahrungsmittelknappheit auch in Zukunft vorzubeugen.</p>
<p>Die Menschen kommen in die Stadt, weil sie ihre Lebensgrundlage auf dem Land verloren haben. Sie haben alles verkauft. Und sie haben kein Geld, um sich Nahrung zu kaufen. Das passiert jetzt! Klopf, klopf…</p>
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		<title>Rückblick 2011: Ein Jahr in Blogs</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 13:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johanna Mitscherlich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erdbeben Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Mitscherlich]]></category>
		<category><![CDATA[CARE]]></category>
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		<description><![CDATA[Hilfe in Pakistan und Haiti, Dreifachkatastrophe in Japan und Dürre am Horn von Afrika – CARE Helfer berichteten auch 2011 in ihren Blogs von großen Katastrophen, großer Hilfe und großen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Januar &#8211; Mai. Sabine Wilke bloggte aus Haiti Ein Jahr nach dem Erdbeben im Januar 2010, bei dem mehr als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hilfe in Pakistan und Haiti, Dreifachkatastrophe in Japan und Dürre am Horn von Afrika – CARE Helfer berichteten auch 2011 in ihren Blogs von großen Katastrophen, großer Hilfe und großen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft.</em></p>
<p><em><span id="more-3977"></span></em><strong>Januar &#8211; Mai. Sabine Wilke bloggte aus Haiti</strong></p>
<p><a href="http://www.care.de/dossier-haiti-ein-jahr-danach.html">Ein Jahr nach dem Erdbeben</a> im Januar 2010, bei dem mehr als 220.000 Menschen starben, berichtet Sabine Wilke aus Haiti. Sie berichtet von Frauen und Männern, die als Freiwillige für CARE arbeiten, die durch die Dörfer, zu Märkten und in Kirchen gehen, um über Cholera aufzuklären. Sie berichtet auch von einer gelungenen Fotoausstellung im CARE-Büro oder von <a href="http://blog.care.de/gary-judith-und-der-kleine-prinz/">ihrem Treffen mit dem Autor Gary Victor</a>, dessen Roman „Der Blutchor“ von deutschen Schauspielern als Hör-CD vertont wurde. Viel wurde erreicht, aber reißerische Kommentare über die Hilfe in Haiti halten sich hartnäckig. In <a href="http://blog.care.de/stolz-und-vorurteile/">„Stolz und Vorurteile“</a> räumt sie mit einigen Stereotypen auf, wie etwa „Die Haitianer packen selbst nicht mit an“ oder „Die internationalen Helfer essen abends in teuren Restaurants“. Im Mai verlässt Sabine Wilke Haiti und blickt eindrucksvoll auf ihre sechs Monate zurück, auf ein <a href="http://blog.care.de/ein-volles-halbes-jahr/">„volles, halbes Jahr“</a><a href="../ein-volles-halbes-jahr/"></a>. In ihrem Audio-Blog <a href="http://www.care.de/video-retrospektive-aus-haiti.html">„Auf Wiedersehen Haiti“</a> teilt sie ihre Eindrücke und Erfahrungen.</p>
<div id="attachment_2994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-2994" title="haiti-frau-hockstein" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2010/12/haiti-frau-hockstein.jpg" alt="" width="460" height="307" /><p class="wp-caption-text">Etwa 37.000 schwangere Frauen waren unter den Betroffenen des Erdbebens. (Foto: CARE/Hockstein)</p></div>
<p><strong>Januar, Juli. Vor Ort in Pakistan: Thomas Schwarz</strong></p>
<p>Auch in Pakistan blickt ein CARE-Mitarbeiter auf die Hilfe der letzten Monate zurück. Ein <a href="http://www.care.de/fotogalerie-pakistan-sechs-monat.html">halbes Jahr nach den Fluten</a> in Pakistan, von der etwa <a href="http://www.care.de/fotogalerie-pakistan-flut.html">14 Millionen Menschen</a> betroffen waren, kehrt Thomas Schwarz zurück an den Ort, wo seine Reise direkt nach der Katastrophe begann. In der Provinz KPK (Khyber-Pakhtunkhwa) im Nordwesten des Landes sieht man auch ein halbes Jahr danach noch unvorstellbare Verwüstungen und noch immer leben viele Menschen in Zelten. Aber es gibt auch viele Gründe zur Hoffnung. Ali aus Nowshera etwa, der bei der Flut sein Haus verlor, hat sich ein neues aufgebaut. Ein besseres. Und ein kleiner Junge, der letztes Jahr sehr krank war, spielt jetzt auf einem Spielplatz. Ein weiteres halbes Jahr später – ein Jahr nach der Katastrophe – ist Thomas Schwarz wieder vor Ort. Wieder ist das Land ein Stück vorwärts gekommen, er kann viele Menschen nun in „permanent shelters“ besuchen, provisorische Häuser, <a href="http://blog.care.de/ohne-bildung-kein-ausweg-aus-der-armut/">die keine Flut so schnell einfach mitreißen</a> kann.  Und das ist gut so, denn Thomas Schwarz ist klar: <a href="http://blog.care.de/nach-der-flut-vor-der-flut/">Nach der Flut ist vor der Flut</a>.</p>
<p><strong>März, Oktober. Japan: Bob Laprade und Alain Lapierre unterstützen die Hilfeplanung</strong></p>
<p>So stark wie am 11. März 2011 bebte die Erde in Japan noch nie. „Es war, als wenn wir in der Hölle gelandet wären“, beschreibt Bob Laprade, was er in der kleinen Stadt Miyako sah. Er ist hier – zusammen mit seinem Kollegen Alain Lapierre, um die Kollegen von CARE Japan bei der Planung der Hilfe zu unterstützen. Auch eine Industrienation wie Japan – das ist den CARE Mitarbeitern klar – kann „die Welt nach der Apokalypse“ nicht alleine wieder aufbauen. Neun Monate nach dem Tsunami berichtet Anton Markmiller, der Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg, von der <a href="http://blog.care.de/hier-stand-einmal-eine-stadt/">Leere, die weggespülte Städte hinterlassen</a>, aber auch von der Leere, die gerade für alte Menschen entsteht, wenn sie ihre Freunde und Familie nicht mehr um sich haben. <a href="http://blog.care.de/japanische-gastfreundschaft/">Aber es geht wieder vorwärts</a>, auch dank der Hilfe von CARE, wie etwa der <a href="http://blog.care.de/keine-regierung-der-welt-ist-auf-eine-solche-katastrophe-vorbereitet/">Anschaffung von zwei Kutterschiffen</a> oder der Einrichtung eines Gemeinschaftscafés um Einsamkeit und Verzweiflung entgegenzuwirken.</p>
<p><strong>Juni. Bonn: Bayern, Bonn, Fußball und Ugali</strong></p>
<p>Im Juni sind in Deutschland und Luxemburg 14 kenianische Mädchen aus Sportprojekten zu Gast. Katharina Nordhorn und Nick Kohl begleiteten die Sportlerinnen, die ihre Mannschaft „Sisi Nyoto – Wir sind Stars“ nennen. Sie <a href="http://blog.care.de/hallo-deutschland/">begrüßten sie in Bonn</a>, waren dabei, als sie in <a href="http://blog.care.de/ein-remis-mehr-als-11-freundinnen-und-reiseplanungen/">Töging neue Freundschaften</a> schlossen, sie mit den <a href="http://blog.care.de/kicken-mit-den-lowen/">Löwen </a>in München kickten, mit Siegburgern <a href="http://blog.care.de/von-bayern-nach-bonn-und-ein-groser-topf-ugali/">Ugali aßen</a> und mit Steffi Jones den <a href="http://blog.care.de/yaam-steffi-jones-und-endlich-anpfiff-zur-fusball-wm-der-frauen/">Anstoß zur Frauenfußball-WM</a> sahen.</p>
<div id="attachment_3461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/06/siegburg-jahnke.jpg"><img class="size-full wp-image-3461" title="siegburg-jahnke" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/06/siegburg-jahnke.jpg" alt="" width="460" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Die Mädchen von &quot;Sisi Nyota&quot; freuen sich, mit der Afrika-AG des Gymnasiums Alleestraße in Siegburg Fußball zu spielen. (Foto: Hannah Jahnke)</p></div>
<p><strong>Juli, August. Horn von Afrika</strong></p>
<p>Als im Juli für Teile Somalias eine Hungersnot ausgerufen wird, hat es in Teilen Ostafrikas schon seit Monaten nicht mehr ausreichend geregnet. Die Dürre hat eine schwere Nahrungsmittelkrise verursacht – mehr als 12 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti brauchen Hilfe.</p>
<p>Audrée Montpetit berichtet aus Borena, Äthiopien. Hier unterstützt CARE die Bauern, <a href="http://blog.care.de/athiopien-am-rande-der-katastrophe/">sich auf die Dürre vorzubereiten</a>, führt Notschlachtungen durch und zahlt ihnen rund 50 Dollar für das restliche Fleisch, das an bedürftige Familien verteilt wird<a href="../athiopien-am-rande-der-katastrophe/"></a>. Sabine Wilke hingegen ist fünf Wochen in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Sie schreibt über das <a href="http://blog.care.de/das-band-der-menschlichkeit/ ">Band der Menschlichkeit</a> zwischen den über 400.000 Flüchtlingen, den Hilfsorganisationen und den Spendern und über die <a href="http://blog.care.de/%E2%80%9E%E2%80%A6-und-was-machst-du-bei-care%E2%80%9C/ ">„zwei Gesichter“ der humanitären Hilfe</a>: die Arbeit, die wir in den Medien sehen und die, die hinter den Kulissen stattfindet . Sie schreibt aber auch über <a href="http://blog.care.de/business-as-usual/">ihren Alltag im Flüchtlingslager</a> und wie sich Erinnerungen und <a href="http://blog.care.de/achtung-kamera/">Bilder in ihren Kopf einprägen</a> – viel deutlicher als eine Fotografie.</p>
<p>Das <a href="http://blog.care.de/unglaublich-unertraglich/">Fußballtraining gehörloser Flüchtlinge</a> ist eine solche Erinnerung, aber auch die Begegnung mit Khadija, die niemanden mehr hat, außer das ungeborene Baby in ihrem Bauch.</p>
<div id="attachment_3658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/08/Dadaab-Kenya-SW-2011-204.jpg"><img class="size-full wp-image-3658" title="Dadaab-Kenya-SW-2011 204" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/08/Dadaab-Kenya-SW-2011-204.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Um den Menschen in Dadaab helfen zu können, braucht man selbst Freiräume (Foto: CARE/Wilke)</p></div>
<p><strong>Oktober. Peru: Stille Katastrophen, großes Engagement<br />
</strong></p>
<p>Im Oktober war ich selbst für CARE unterwegs, in Peru, wo die Müttersterblichkeit im Departamento Ayacucho <a href="http://blog.care.de/frische-farben/">in fünf Jahren halbiert</a> werden konnte. Katastrophen sind nicht immer laut, Naturgewalten oder Kriege, sie können auch leise sein, wie der <a href="http://blog.care.de/der-winkel-der-seelen/">Tod von Delfinas Mutter</a> bei ihrer Geburt.</p>
<p>Es sind <a href="http://blog.care.de/wissen-ist-gesundheit/">Freiwillige wie Betty in Lima</a>, die Hebamme Kelly und die Krankenschwester Rosa , die immer wieder über die Risiken während Geburt und Schwangerschaft aufklären, beraten, untersuchen, und im Notfall auch mit einem Schuss in die Luft <a href="../rosa-und-kelly-im-funkloch/">http://blog.care.de/rosa-und-kelly-im-funkloch/</a> dafür sorgen, dass eine Geburt kein Todesurteil bedeutet.</p>
<p>Auch 2012 werden wieder Menschen in aller Welt Not und Hunger leiden, ihre Zuhause verlieren oder vor Natur- oder Menschengewalt fliehen müssen. Auch 2012 werden CARE-Mitarbeiter wieder vor Ort sein, um diesen Menschen eine Stimme und ein Gesicht zu geben.</p>
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		<title>Japan: Treffen in einem Container</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 14:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anton Markmiller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Fahrt durch die vom Tsunami verwüstete Region kommen wir immer wieder an &#8220;Parkplätzen&#8221; vorbei, auf denen hunderte von Autos aufgereiht stehen. Allerdings handelt es sich um lauter Wracks, wie sie bei uns nicht einmal auf einem landläufigen Schrottplatz zu sehen sind. Die Welle hat nicht nur alles Leben ausgelöscht, das ihr im Wege [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Fahrt durch die vom Tsunami verwüstete Region kommen wir immer wieder an &#8220;Parkplätzen&#8221; vorbei, auf denen hunderte von Autos aufgereiht stehen. Allerdings handelt es sich um lauter Wracks, wie sie bei uns nicht einmal auf einem landläufigen Schrottplatz zu sehen sind. Die Welle hat nicht nur alles Leben ausgelöscht, das ihr im Wege stand, sie hat auch die Autos durcheinander gewirbelt. Manchmal sind Häuser aus einem unerfindlichen Grund stehen geblieben. Wenn sie vier Stockwerke hoch oder höher waren, sind die drei unteren Stockwerke aufgerissen &#8211; das Grauen starrt uns wie aus zahnlosen Mäulern an. Ein CARE Kollege erzählt, eine Grundschule mit fünf Stockwerken wurde bis zum Dach unterspült, zum Glück waren die Kinder schon evakuiert worden.</p>
<div id="attachment_3921" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/Uebergangsunterkuenfte.jpg"><img class="size-full wp-image-3921    " title="Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. (Foto: CARE/ Rottländer)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/Uebergangsunterkuenfte.jpg" alt="Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. (Foto: CARE/ Rottländer)" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Menschen leben noch immer in Notunterkünften. (Foto: CARE/ Rottländer)</p></div>
<p><span id="more-3918"></span>Erster Anlaufspunkt für die Menschen waren die Evakuierungszentren in  Schulen, Kultureinrichtungen oder Gemeindzentren, manche mußten wieder  verlassen werden, als die Flut höher stieg. Frau Kikuchi, eine  Überlebende, treffen wir in ihrer Notunterkunft. Der Container hat einen  40 cm breiten Eingangsbereich, wo man &#8211; wie in Japan üblich &#8211; die  Schuhe auszieht und abstellt. Dann geht es auf Strümpfen durch die  winzige Kochnische mit integrierter Naßzelle in den einzigen Raum.  Unsere Gruppe von acht Personen paßt kaum hinein, was aber vor allem an  dem Tisch liegt, den Frau Kikuchi mit einem Mittagsmahl bedeckt hat, wie  ich es noch nie gesehen habe. Sie will uns aus Dankbarkeit für die  Hilfe durch CARE bewirten.</p>
<p><strong>Fröhlichkeit vertreibt jede klamme Stimmung</strong></p>
<p>Wir sitzen alle landestypisch auf dem Boden und staunen über die Gastfreundschaft. Frau Kikuchi kann ja nicht einfach in ein Geschäft gehen und einkaufen, denn hier gibt es weit und breit keinen Supermarkt, kein Lädchen, kein Büdchen. Zunächst wurden die Menschen durch die Armee und später durch Hilfsorganisationen versorgt. Auch CARE betrieb Suppenküchen, um den Menschen in dem eiskalten Klima eine warme Mahlzeit anzubieten. Das Militär hatte zunächst nur kalten gedämpften Reis verteilen können.</p>
<div id="attachment_3947" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/Frau-Kikuchi2.jpg"><img class="size-full wp-image-3947  " title="Frau Kikuchi" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/Frau-Kikuchi2.jpg" alt="Frau Kikuchi ist CARE sehr dankbar für die Hilfe (Foto: CARE/ Rottländer)" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Frau Kikuchi ist CARE sehr dankbar für die Hilfe (Foto: CARE/ Rottländer)</p></div>
<h3><span style="color: #000000;"></p>
<p></span></h3>
<p>Frau Kikuchi ist glücklich, dass sie überlebt hat und dass ihr von CARE geholfen wurde. Als das Beben begann, hat sie ihr vorgepacktes Köfferchen für derartige Fälle herausgeholt und ihr Haus verlassen. Das sei so üblich, wenn die Beben stärker als gewöhnlich seien, sagt sie. Dann hält man sich in der Gegend an Plätzen auf, an denen einem der Himmel nicht auf den Kopf fallen kann. Frau Kikuchi hatte aber auch ihr kleines Radio dabei und hörte, dass ein sechs Meter hoher Tsunami angekündigt wurde. Da beeilte sie sich, höher gelegene Straßen zu erreichen. Von dort mußte sie dann fassungslos zusehen, wie die Zerstörung ihrer Heimatstadt erfolgte.</p>
<p>Sie hält das kleine Radio in die Höhe und wir sitzen betroffen in diesem winzigen Raum, aber Frau Kikuchi vertreibt mit ihrer Fröhlichkeit jede klamme Stimmung. Sie sorgt sich vor allem darum, dass wir auch ordentlich essen. Das ist für die Europäer unter uns eine spannende Angelegenheit, denn zwei Drittel der angebotenen Speisen haben wir bisher weder gesehen, noch gekostet. Und somit wird das Mittagessen auch zu einem interkulturellen Ereignis. Ach so: gegessen wurde natürlich mit Stäbchen oder mit der Hand. Und obwohl sich Japaner in der Öffentlichkeit nicht anfassen, liegen wir uns beim Abschied in den Armen. Da staunte selbst die Nachbarschaft und lächelte fein.</p>
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		<title>Hier stand einmal eine Stadt</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 15:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Anton Markmiller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als wir, CARE-Helferinnen und Helfer, mit dem Wagen in die Bucht von Miyako in der nordjapanischen Provinz Iwate einschwenken, fällt als erstes die Leere auf. Keine Häuser, keine Fabriken, keine Hafenanlagen &#8211; stattdessen nur eine weite Ebene, die sich bis an die umgebenden Hügel zieht. Dort sieht man ab einer bestimmten Höhenlinie eine dichte Bebauung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir, CARE-Helferinnen und Helfer, mit dem Wagen in die Bucht von Miyako in der nordjapanischen Provinz Iwate einschwenken, fällt als erstes die Leere auf. Keine Häuser, keine Fabriken, keine Hafenanlagen &#8211; stattdessen nur eine weite Ebene, die sich bis an die umgebenden Hügel zieht. Dort sieht man ab einer bestimmten Höhenlinie eine dichte Bebauung. Beim näheren Hinsehen aber bemerken wir links und rechts der Straße ein dichtes Geflecht von Betonfundamenten, die in einer skelettartigen Formation die Ebene kilometerweit überziehen. Schlagartig wird klar: Hier stand einmal eine Stadt.</p>
<div id="attachment_3901" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-3901  " title="IMG_9565" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_9565.jpg" alt="Die Trümmer liegen grotesk versetzt im Hinterland. (Foto: CARE/ Rottländer)" width="460" height="320" /><p class="wp-caption-text">Die Trümmer liegen grotesk versetzt im Hinterland. (Foto: CARE/ Rottländer)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p><span id="more-3899"></span></p>
<p><strong>Der Tsunami wischte alles Vorhandene beiseite</strong></p>
<p>Wir nähern uns dem Uferbereich, der von dicken Kaimauern &#8211; manche mit einem Fundament von mehr als zehn Metern &#8211; geschützt wird. Oder besser: geschützt wurde. An vielen Stellen ist diese Barriere über weite Strecken aufgebrochen, die Trümmer liegen grotesk versetzt im Hinterland. Es sieht aus, als habe ein zorniges Kind mit einem Schlag sein sorgfältig gebautes Baukastenland zerstört.</p>
<p>Durch das Erdbeben vom 11.3.2011 wurde ganz Japan erschüttert, im Norden waren die Erdstöße besonders heftig, erste Zerstörungen traten ein. Als dann der Tsunami kam, wischte er alles Vorhandene beiseite. Sechs Meter hoch sei die Welle hier gewesen, berichten Überlebende, bis zu 30 Meter wuchs der Tsunami in den engen Fjorden der Region auf. Mir fällt eine Zeile aus einem Gedicht von Theodor Fontane ein: &#8220;Tand, Tand, ist das Gebilde aus Menschenhand.&#8221;</p>
<p>Die Menschen finden wir in den von der Regierung errichteten Notunterkünften, aneinander gereihte Container in höheren Geländebereichen. Es gibt hier eigentlich keinen Siedlungsplatz außerhalb der Küstenregion, weil das Gelände sofort steil ansteigt. Man hat also Terrassen frei geschoben und die Container drauf gesetzt. Es gibt Strom- und Wasseranschluss, Abwasser und Müll werden effektiv entsorgt. Vor den Containern ist es pieksauber, eine alte Dame entfernt mit der Hand winzige Tannennadeln vor ihrem Eingang. Überwiegend alte Menschen sind hier untergebracht. Die Region war vor der Katastrophe schon extrem überaltert, denn außer im Fischfang gibt es hier im Norden kaum Anstellungen.</p>
<div id="attachment_3905" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-3905" title="IMG_9168" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_9168.jpg" alt="Weite Teile der Küstenregion Japans wurden grundlegend vom Tsunami zerstört. (Foto: CARE/Rottländer)" width="460" height="320" /><p class="wp-caption-text">Weite Teile der Küstenregion Japans wurden grundlegend vom Tsunami zerstört. (Foto: CARE/Rottländer)</p></div>
<p><strong>Der Vereinsamung entgegenwirken</strong></p>
<p>Der überwiegende Teil der Alten besteht aus Frauen und mit einer Gruppe von ihnen treffen wir uns im Gemeinschafts-Cafe der Containersiedlung, das von CARE Japan betrieben wird. Der Vereinsamung und der Verzweiflung wird hier entgegen gewirkt. Der Programmbegriff &#8220;Psychosoziale Hilfe&#8221; umschreibt nur hölzern, was die CARE-Leute hier vermitteln: liebevolle Zuwendung. Die alten Damen kommen für einige Stunden aus ihren bienenwabenartigen Containern und haben die Möglichkeit zu sprechen, zu singen, zu lachen. Ein medizinischer Check wird durchgeführt, eine Pflegerin erklärt Methoden der Handmassage. Die Menschen, die hier in den Notunterkünften leben, sind aus ihren vorherigen Lebenszusammenhängen brutal heraus gerissen worden. Ihre Nachbarn in der Siedlung kannten sie vorher nicht, ihre Familienmitglieder und die früheren Nachbarn sind irgendwo &#8211; viele sind vom Tsunami getötet worden. Gerade in der japanischen Gesellschaft bedeutet dies eine totale Entwurzelung.</p>
<p>Meine direkte Nachbarin, fast 90 Jahre alt, erzählt mir, dass ihre Familie seit 100 Jahren in der Bucht ein kleines Geschäft mit Lebensmitteln und Haushaltswaren betrieben habe. In dieser Zeitspanne seien vier Tsunamis gekommen und hätten immer wieder alles zerstört. Und immer wieder hätten sie das Geschäft an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Und diesesmal? Sie weiß es nicht. Dann wendet sie sich ab, damit es niemand sieht und weint leise.</p>
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		<title>Bangkok – ein sinkendes Schiff</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 07:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[Fluten]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Promboon Panitchpakdi, Raks Thailand Country Director Der 24. Oktober ist ein gesetzlicher Feiertag in Thailand. Wir haben nun die Lage der Gastarbeiter in einigen überfluteten Gebieten außerhalb von Bangkok überprüft und festgestellt, dass ihnen kaum geholfen wird. Dabei haben sie Hilfe bitter nötig. Es ist eine schwierige Zeit für Bangkok, das tagtäglich von neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von P</em><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/Promboon-Panitchpakdi_01-014.jpg"><img class="size-full wp-image-3812 alignleft" style="margin: 10px;" title="Promboon Panitchpakdi, Länderdirektor von Raks Thai, dem thailändischen CARE-Mitglied." src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/Promboon-Panitchpakdi_01-014.jpg" alt="" width="151" height="180" /></a><em>romboon Panitchpakdi, Raks Thailand Country Director</em></p>
<p>Der 24. Oktober ist ein gesetzlicher Feiertag in Thailand. Wir haben nun die Lage der Gastarbeiter in einigen überfluteten Gebieten außerhalb von Bangkok überprüft und festgestellt, dass ihnen kaum geholfen wird. Dabei haben sie Hilfe bitter nötig.</p>
<p>Es ist eine schwierige Zeit für Bangkok, das tagtäglich von neuen Überschwemmungen heimgesucht wird, von Nord, West und Ost her – und im Süden befindet sich der Ozean. Die anschwelenden Fluten lassen die Stadt immer mehr schrumpfen, Bangkok gleicht damit einem sinkenden Schiff.</p>
<p>Die Menschen sind verunsichert, die Lebensmittelregale in den Tante-Emma-Läden und Einkaufszentren leer geräumt.</p>
<p><span id="more-3810"></span></p>
<p>Wenn der Wasserstand sich in einem Zeitraum von zwei bis sechs Wochen zwischen 30 Zentimetern und 1,5 Metern bewegt, hätte das eine großflächige Überschwemmung zur Folge, wenn auch nicht zu 100 Prozent des gesamten Stadtgebiets. Tausende Betroffene müssen sich entscheiden, ob sie in den oberen Etagen ihres eigenen Heims bleiben, in überfüllte Nothilfezentren evakuiert werden oder Bangkok zeitweise verlassen. Bisher sind schätzungsweise drei Millionen Menschen von den Fluten in Thailand betroffen.</p>
<p>Unser Team arbeitet sowohl an den Wochenenden als auch am heutigen Feiertag. Die Nahrungsmittel für die Migranten bezahlen sie aus eigener Tasche, zumindest bis morgen, bis die Büros wieder geöffnet sind. Außerdem wurde uns berichtet, dass das Gebiet, in dem sich unser Büro befindet, bis Mitte November überflutet bleiben könnte. Deshalb planen wir eine Evakuierung entweder in einen anderen Stadtteil Bangkoks oder in eine angrenzende Provinz. Fürs Erste verlagern wir unsere Büros in die zweite Etage und hoffen, dass das Wasser in unserem Viertel nicht ganz so hoch steigen wird.</p>
<p><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/Fluten-in-Bangkok.jpg"><img class="size-full wp-image-3816 alignnone" title="Fluten in Bangkok - unzählige Menschen müssen ihre Häuser verlassen oder in den zweiten Stock ziehen. (Foto: Raks Thai)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/Fluten-in-Bangkok.jpg" alt="" width="460" height="324" /></a></p>
<p>Raks Thai führt Programme zur Unterstützung von Gastarbeitern und deren Familien in überschwemmten Gebieten durch. Viele Migranten befürchten Erpressung und Verfolgung vonseiten der Machthaber und trauen sich nicht, sich in Rettung zu bringen. Momentan leben sie in Mehrfamilienhäusern, auf dem zweiten Stockwerk oder höher, ohne ausreichend Wasser und Nahrungsmittel.</p>
<p>Auch anderen gefährdeten und betroffenen Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Frauen und Kindern, möchte Raks Thai helfen. Ich hoffe, dass wir genügend internationale Gelder erhalten werden, um unseren Nothilfeeinsatz steigern zu können. Zum einen müssen wir jetzt Nothilfe leisten, zumindest für die nächsten vier Monate. Danach geht es um die langfristige Existenzsicherung sowie Katastrophenvorsorge, die in den Gemeinden verankert werden muss.</p>
<p>Bislang starben 300 Menschen, aber wir gehen nicht davon aus, dass die Todeszahlen dramatisch steigen. Aber nichtsdestotrotz werden die sozialen und ökonomischen Zerrüttungen noch jahrelange Folgen mit sich tragen.</p>
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		<title>“Eine Botschaft an alle Menschen”</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Flut]]></category>
		<category><![CDATA[Fluten]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[von Jamshed Naseer Siddiqi, Security Officer bei CARE Pakistan Es heißt, dass die Fluten, von denen Pakistan 2010 heimgesucht wurde, die schlimmsten seit 1929 waren. Und man könnte glauben, dass der Schmerz und das Elend, dem die HelferInnen damals während ihres Nothilfeeinsatzes begegnet sind, nicht mehr zu übertreffen sind. Doch offenbar gibt es keine Grenzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>von Jamshed Naseer Siddiqi, Security Officer bei CARE Pakistan </em></strong></p>
<p style="text-align: left;">Es heißt, dass die Fluten, von denen Pakistan 2010 heimgesucht wurde, die schlimmsten seit 1929 waren. Und man könnte glauben, dass der Schmerz und das Elend, dem die HelferInnen damals während ihres Nothilfeeinsatzes begegnet sind, nicht mehr zu übertreffen sind. Doch offenbar gibt es keine Grenzen für menschliches Leid. Augen können sich öffnen und noch mehr Zerstörung zu sehen, Herzen können noch mehr Schmerz fühlen, Seelen können neuerlich erschüttert werden. 29. September 2011: Ich habe mir noch nie Daten gemerkt, aber dieses Datum werde ich wohl jahrelang nicht vergessen können.<a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/10.jpg"></a></p>
<div id="attachment_3737" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-3737   " title="Fluten in der Region Sindh, Pakistan" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/10.jpg" alt="" width="460" height="281" /><p class="wp-caption-text">Fast genau ein Jahr nach der Flut in Pakistan 2010, wird das Land wieder von Fluten bedroht. (Foto: CARE/Rauf)</p></div>
<p style="text-align: center;"><span id="more-3734"></span></p>
<p>Nothilfeeinsätze in Gegenden, die von den Fluten betroffen sind &#8211; das heißt in 24 die Arbeit von 36 Stunden erledigen. Straßenräumung, Koordination der Hilfe, Reiseorganisation, Sicherheitsüberwachung… Es ist völlig normal, dass einem der Kopf schwirrt, denn tausend Dinge müssen gleichzeitig bedacht werden, während das Telefon unentwegt läutet.</p>
<p>Kennt der Fahrer die Fahrroute? Checken. Ist der Zeitplan für das Meeting klar? Checken. Wann fahren wir ab? Checken. Sind alle Reservierungen gemacht? Checken. Die Checkliste ist endlos. Und man muss jederzeit darauf vorbereitet sein, dass sich die Pläne ändern.</p>
<p>Wir fahren um 8.30 ab, Ziel ist der Bezirk MirPurKhas im Süden der Provinz Sindh. Es ist erschreckend zu sehen, welch großen Schaden Wasser anrichten kann. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, so weit man sehen kann. Von dem was da einmal war, sind nur mehr Erinnerungen und Schutt übrig. Auf die, die noch nie hier waren, muss das alles eigentlich fast friedlich wirken. Doch stellen Sie sich vor, wie merkwürdig es für jemanden ist, der diese Gegend schon einmal bereist hat und der plötzlich anstelle eines hektischen, farbenfrohen Platzes voller Leben nur mehr eiskaltes, graues Wasser sieht.</p>
<p>Wir sahen eine Frau, vielleicht etwas über 20 Jahre alt, am Straßenrand sitzen. Neben ihr lag ein mit Fliegen bedecktes Kleiderbündel. Sie wirkte völlig erschöpft und sehr krank. Man hörte ein Baby weinen und zu meiner Überraschung hob die Frau das Kleiderbündel auf und wiegte es. Wir hielten unser Auto an und gingen zu ihr hinüber. Sie hielt ein sehr schwaches Neugeborenes in ihren Armen. Unsere Nachfrage ergab, dass sie nicht wusste wohin. Sie hatte ihren Ehemann im Chaos verloren und war nach der Geburt ihres Babys viel zu schwach, um ihn im nahe gelegenen Lager suchen zu gehen. Das Baby war am Verhungern. Sein kleiner Körper war mit Mückenstichen übersät und gierige Fliegen bedeckten seine zarte Haut. Die Frau sagte, dass sie sehr glücklich sei &#8211; ihr Baby ist am Leben. Sie zeigte auf eine andere Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite: „Sie hat ihren vierjährigen Sohn verloren und hatte eine Totgeburt&#8230;“ Dann drehte sie sich wieder zu uns: „Mein Baby wird leben, nicht wahr? Wir haben das überlebt. Gott wird es jetzt sicher nicht sterben lassen!“ Ich schaute auf das schwache Baby und auf die anderen. Wir alle wollten hoffnungsvoll sein und versicherten ihr nach bestem Wissen und Gewissen: „Ja, dein Baby wird leben und einmal ein starker, gesunder junger Mann werden!“. Als die Camp-Fahrzeuge kamen und die beiden Frauen mitnahmen, sah ich der Spur ihrer Reifen nach und fragte mich: Wie viel mehr Leid können Menschen ertragen? Diese jungen Frauen, die in einer Kultur aufgewachsen sind, in der sie nicht ohne Schleier das Haus verlassen dürfen, waren am Straßenrand liegend zurückgelassen worden, ohne Bedeckung und ohne Schutz, völlig allein mit der Verantwortung für das Überleben ihrer Kinder.</p>
<div id="attachment_3745" class="wp-caption aligncenter" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-3745" title="IMG_2558" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/10/IMG_2558.jpg" alt="" width="460" height="296" /><p class="wp-caption-text">Mehr als 300.000 Menschen haben in Schulen und Zelten Zuflucht gesucht. (Foto: CARE/Alexopoulos)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Als wir das Lager erreichten, sah ich die Trostlosigkeit, die mich auch jetzt noch nachts verfolgt, wenn ich meine Augen schließen möchte: die von Schmutz bedeckten Gesichter der Kinder, von denen manche apathisch auf dem kahlen Boden lagen, manche mit zerrissenen Kleidern, manche nackt…. Frauen, die sich nicht darum kümmerten, welche Kleidung sie trugen und was sie verloren hatten, versuchten ihre Kinder vor den schwärmenden Mücken und anderem Ungeziefer zu schützen. Der Gestank von Müll, Schweiß und schmutzigem Wasser war kaum auszuhalten. Diejenigen, die genug Energie dafür hatten, kämpften um alte, vertrocknete Stücke von „Chapattis“, die es zu essen gab. Andere, die zu schwach waren, um auch nur aufzustehen und Nahrung für sich zu beanspruchen, lagen nur da und warteten mit wachsamen Augen darauf, dass jemand ein Stück Fladenbrot an sie weitergab. Verzweiflung und Hilflosigkeit können das mit dir machen &#8211; deine Würde und deinen Willen auslöschen und dir alles rauben.</p>
<p>Jetzt, da ich wieder zuhause bin, weiß ich die kleinen Dinge des Lebens viel mehr zu schätzen: das Zusammensein im Kreise der Familie, den Komfort einer Unterkunft, die saubere frische Luft, das warme Essen… Und das Wissen, dass wir  – auch wenn es unmöglich ist, allen zu helfen– doch einigen zurückgeben können, was ihnen genommen wurde. Das ist das Einzige, was mich antreibt. Wir können dabei helfen, ihnen ihr Leben und ihre Würde zurückzugeben. Diese Botschaft möchte ich an alle Menschen weitergeben: We can care!</p>
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		<title>Sorgen hier, Katastrophen dort</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 06:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
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		<category><![CDATA[Fluten]]></category>
		<category><![CDATA[Horn von Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Jeder Tag Regen bringt Qualitätsverluste“, lese ich in einer Zeitung aus Deutschland. Ein Landwirt äußert sich besorgt über viel zu viel Regen im Rheinland. Er sagt: „Wir warten auf die große Hitze. Aber die ist nicht in Sicht.“ Das sind die Sorgen in meiner Heimat. Sie sind aus Sicht der Bauern sicher berechtigt, geht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3548" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/07/Frau-in-Pakistan_Tabinda-Sindh.jpg"><img class="size-full wp-image-3548" title="Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/07/Frau-in-Pakistan_Tabinda-Sindh.jpg" alt="Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)" width="460" height="309" /></a><p class="wp-caption-text">Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)</p></div>
<p>„Jeder Tag Regen bringt Qualitätsverluste“, lese ich in einer Zeitung aus Deutschland. Ein Landwirt äußert sich besorgt über viel zu viel Regen im Rheinland. Er sagt: „Wir warten auf die große Hitze. Aber die ist nicht in Sicht.“<span id="more-3547"></span> Das sind die Sorgen in meiner Heimat. Sie sind aus Sicht der Bauern sicher berechtigt, geht es doch um ihre Existenz.</p>
<p>Und während die Vereinten Nationen am selben Tag für zwei Provinzen Somalias offizielle eine Hungersnot ausgerufen haben und in Deutschland manche Bauern um ihrer Ernten fürchten, bin ich in Pakistan. Ein Jahr danach. <a href="http://www.care.de/pressemitteilung-archiv-einzel+M573d499275c.html" target="_blank">Ein Jahr, nachdem zwanzig Millionen Menschen von einer ungeheuren Flut betroffen waren.</a> Ich will mir ein Bild machen, nach diesem einen Jahr. Wie weit  ist die Hilfe? Was muss noch getan werden? Konnten wir von CARE die Spenden gut in die Tat umsetzen? Wie geht es Ali in Nowshera und was machen die Bauern oben im Swat-Tal, die im Januar Gladiolensetzlinge in die Erde gebuddelt haben?</p>
<p>Pakistan ist schon oft „totgesagt“ worden. Aus unterschiedlichen Gründen haben schon viele Leute den Zusammenbruch des Landes vorhergesagt. Das ist nie eingetreten. Hier leben starke Menschen. Bewundernswert ihr unerschütterliches Aufbäumen gegen so viele Naturkatastrophen in den letzten Jahrzehnten: 1974 und 2005 schwere Erdbeben, 1992 eine Monsunflut und wieder im vergangenen Jahr Überflutungen ungeheuren Ausmaßes – die Alten können sie aus eigener Erinnerung aufzählen. Sie haben sie alle erlebt. Dabei zählen sie nicht einmal die <a href="http://www.care.de/pressemitteilung-archiv-einzel+M509003ac47e.html" target="_blank">Vertreibung von Millionen Menschen 2009 </a>durch die militärische Swat-Offensive mit. Aber das war ja auch keine Naturkatastrophe, sagen sie mir.</p>
<p>Arbeit in solchen Katastrophen bedeutet – wie jetzt am Horn von Afrika – einen maximalen Aufwand an Anstrengung, um ein wenigstens Minimum an Hilfe zu ermöglichen. In <a href="http://www.care.de/einzel-aktionen-events+M59011286339.html" target="_blank">Pakistan ist ein Teil der Arbeit</a> getan, wenn auch noch viel zu erledigen ist nach einer solchen Flut.  Für das Horn von Afrika wird gerade mobilisiert, um das Minimum, das Überleben, zu sichern.</p>
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