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Beitrag getaggt unter ‘Nothilfe’

Ein volles, halbes Jahr

Mittwoch, 11. Mai 2011

November 2010. Ich kehre nach neun Monaten nach Haiti zurück und stelle fest, dass mich die Karibiknation nie so ganz losgelassen hat.  Das Land ist seit gut vier Wochen Choleragebiet und die Seuche breitet sich vom Norden im ganzen Land aus. CARE bildet Freiwillige aus, die über die Verbreitung und die Behandlung der Krankheit aufklären.  Dazu stehen auch die Präsidentschaftswahlen an. Das Land wartet auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht.

. Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein)

Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein)

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Viele Köche für einen guten Brei

Dienstag, 03. Mai 2011

Wer hinter die Fassaden humanitärer Hilfe blickt, merkt schnell, dass die Verteilung von Hilfsgütern, das fertig errichtete Übergangshaus oder die Fortbildung für Hebammen erst am Ende einer langen Reihe von Arbeitsschritten liegen. Im Fernsehen sieht das immer ganz leicht aus: Es gibt eine Katastrophe, die Hilfsorganisationen kommen und verteilen Nahrungsmittel, Medizin und andere Gebrauchsgegenstände. Aber woher stammen diese Hilfsgüter? Und wie werden sie transportiert? In der humanitären Welt ist das die Aufgabe der Abteilung Program Support, also die Unterstützung der eigentlichen Programme. Zum Program Support gehören neben Logistik auch die Finanzbuchhaltung, die Personalabteilung, die allgemeine Büroverwaltung und die Beschaffung.

Die Logistik hinter Nothilfeeinsätzen, wie in Haiti nach dem Erdbeben, ist komplex und oft anspruchsvoll zu organisieren. (Foto: CARE/ Wilke)

Die Logistik hinter Nothilfeeinsätzen, wie in Haiti, ist komplex und oft anspruchsvoll zu organisieren. (Foto: CARE/ Wilke)

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Über den Sexappeal von Toiletten

Donnerstag, 28. April 2011

Ich habe schon häufiger darüber berichtet, wie komplex humanitäre Hilfe in einem Land wie Haiti ist und unter welchen Bedingungen Hilfsorganisationen bemüht sind, gute und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Aktivitäten, die kurz nach dem Erdbeben lebenswichtig und sinnvoll waren, können einige Monate später schon überholt sein oder das Gegenteil bewirken.

Die Zahl der Ansteckungen und Todesfälle blieb in den Camps, die von Organisationen mit Wasser, Latrinen und Hygieneworkshops bedient wurden, deutlich niedriger als in anderen Gebieten des Landes. (Foto: CARE/Wilke)

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24 Stunden Haiti

Mittwoch, 30. März 2011

„Ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, wie Du da eigentlich lebst und was Du genau machst.“ Diesen Satz höre ich oft, seitdem ich vor gut vier Monaten von Deutschland nach Haiti umgesiedelt bin. Es ist schwierig, die Frage in einem Satz zu beantworten, denn dieses Land entzieht sich einfachen Erklärungen. Und auch die Arbeit von CARE ist komplex, denn die immense Zerstörung durch das Erdbeben, die Cholera-Epidemie und die politische Lage stellen uns täglich vor neue Herausforderungen. Deshalb ist es vielleicht einfacher, einen normalen Tag in meinem Leben hier zu schildern. 24 Stunden Haiti, 24 Stunden Alltag bei CARE.

Aus Sicherheitsgründen werden die CARE-Mitarbeiter morgens von einem Fahrer vom Gästehaus ins Büro gebracht und abends wieder abgeholt. (Foto: CARE/Wilke)

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Haiti: Heimat mit Hindernissen

Montag, 28. Februar 2011

Im Landeanflug auf Port-au-Prince geht der Blick aus dem Fenster über die Stadt und auch von oben kann man deutlich die Ruinen und Zeltlager erkennen. Ich denke darüber nach, welche Menschen in dieses Land kommen und wer es wiederum verlässt. Der Gang durch den Zoll ist für Europäer einfach, drei Monate kann man sich in Haiti ohne Visum aufhalten. Täglich spucken die Flugzeuge internationale Helfer aus, aber auch Haitianer, die Verwandte im Ausland besucht haben oder andersrum ihre Familie in Haiti besuchen. Einige Quellen sprechen davon, dass 85 Prozent der Haitianer, die einen Hochschulabschluss haben, emigrieren. Insgesamt leben rund zwei Millionen Menschen außerhalb ihres Heimatlandes.

Kinder sind die Zukunft Haitis - wenn sie denn in ihrem Land bleiben. (Foto: CARE/Brooks)

Kinder sind die Zukunft Haitis - wenn sie denn in ihrem Land bleiben. (Foto: CARE/Brooks)

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Oh wie schön ist Panama… Und Haiti?

Mittwoch, 09. Februar 2011

Die Karibik weckt Sehnsüchte. Barbados, Aruba, Trinidad und Tobago – allein die Namen der verschiedenen Inseln im karibischen Meer verheißen Urlaubsfreude und Leichtigkeit. Jamaika klingt nach Reggae, Palmen und guter Laune. Kuba ist ein Traumreiseziel für all diejenigen, die ein Faible für amerikanische Oldtimer und den abgeblätterten Charme sozialistischer Revolution haben. Westlich des karibischen Meeres liegt Mittelamerika und seine beliebten Urlaubsorte. Panama kennt jedes deutsche Kind durch Janoschs Geschichten vom Tiger und Bär. Costa Rica lockt mit Naturparks und Traumständen. Und Haiti?

Viele karibische Staaten sind beliebte Urlaubsziele. Aber Haiti?

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Bestes Wissen, schlechtes Gewissen

Mittwoch, 26. Januar 2011

Es ist ein Dilemma, in das man immer wieder kommt, wenn man für eine Hilfsorganisation arbeitet. Wo dürfen wir spontan helfen, wo kann Eingreifen schaden und falsche Erwartungen wecken? In der humanitären Hilfe gilt der Grundsatz Do no harm“ – also „richte keinen Schaden an“.

Ein Markt in Haiti: Hilfsorganisationen wie CARE müssen entscheiden, wer die Hilfe am dringendsten benötigt, wie und wo sie ausgeführt wird. (Foto: CARE/Wilke)

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