Es gibt doch so eine Art Spruch oder Sprichwort: Aus Dreck Geld machen, zum Beispiel. Der kam mir in den Sinn, als ich in den Distrikten Nowshera und Charsadda unterwegs war. Da waren zum einen die Arbeiter, die die Kanäle der Dörfer säuberten. Darüber habe ich ja gestern geschrieben. Ich habe in einem anderen Dorf einen recht großen Platz gesehen, der auf den ersten Blick eher wie eine Müllhalde aussah, oder wie ein Ablageplatz für Dreck.
Den gab es dort reichlich, wie fein säuberlich geteilt auf der einen Seite dieses Platzes. In dem Dorf Nawa Killi, im Distrikt Nowshera, kamen die Partner von CARE auf die Idee, diesen Platz zunächst einmal ordentlich aufzuräumen. Und dann: umzugestalten.
Als ich dort ankam, kurvte gerade ein Bagger schräge Bewegungen in die Luft und hub trotzdem sehr geschickt mit seiner Riesenschaufel den Dreck des Platzes um. Ein Traktor mit einem kleinen Anhänger – wie der von einem Bauern–, auf dem sonst vielleicht Kartoffeln oder Bananen transportiert worden wären, stand bereit. Mehr als zwei, vielleicht zweieinhalb dieser Schaufeln Dreck passten nicht darauf. Dann war die Ladung fertig. Dieser Traktor fuhr weg, ein anderer folgte fünf Minuten später. Nun wieder das gleiche Bild: Geschickt, als ob es sich um Filigranarbeit handele, wurden die Dreckhaufen aufgeschichtet und weggefahren.

Noch sehen viele freie Flächen so wie hier aus: Nowshera im Januar 2011. (Foto: CARE/Schwarz)
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