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Beitrag getaggt unter ‘Pakistan’

Selbstbewusstsein unter den Schleiern

Dienstag, 26. Juli 2011

Ich ertappe mich oft dabei, einigermaßen einseitig zu reagieren, wenn ich Frauen im Schador sehe. Vor allem, wenn ich ihnen in Deutschland begegne. Ich frage mich, was das für ein Menschenverständnis ist, Frauen in der Öffentlichkeit so zu „verstecken“ und, dass es bestimmt gegen ihren erklärten Willen geschieht. Nun kann man über die Auslegung des Koran sicher lange und viel streiten. Das tun ja die Muslime selbst. Meistens übrigens – entgegen dem Bild, das von ihnen allzu oft gezeichnet wird – überaus friedlich.

Bakhti Hilal ist Absolventin eines Hebammenkurses im Swat-Tal. (Foto: CARE/Schwarz)

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Ohne Bildung kein Ausweg aus der Armut

Montag, 25. Juli 2011

„Wissen Sie, Sir..“ Vor allem junge Leute sprechen einen mit „Sir“ an, wenn man etwas älter ist. „Wissen Sie, das Wichtigste ist doch die Ausbildung, oder? Ich meine eine gute Ausbildung, auf hohem Niveau. Sonst geht es nicht wirklich weiter.“

"Bildung ist das Wichtigste!" (Foto: CARE/Warrick Page)

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Nach der Flut, vor der Flut

Freitag, 22. Juli 2011

Ich erinnere mich ziemlich genau an diese Zeit im vergangenen Jahr. Mein Vater feierte bei ziemlich guter Gesundheit seinen 82. Geburtstag, meine Kollegin Sandra Bulling machte sich auf zum Balkan, wo CARE auch arbeitet, und in NRW hatten die Sommerferien längst begonnen. weiterlesen »

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Sorgen hier, Katastrophen dort

Donnerstag, 21. Juli 2011
Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)

Vor über einem Jahr wurde Pakistan von einer massiven Flut getroffen und viele Menschen verloren ihr Zuhause. (Foto: CARE/Tabinda Sindh)

„Jeder Tag Regen bringt Qualitätsverluste“, lese ich in einer Zeitung aus Deutschland. Ein Landwirt äußert sich besorgt über viel zu viel Regen im Rheinland. Er sagt: „Wir warten auf die große Hitze. Aber die ist nicht in Sicht.“ weiterlesen »

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Stumme Lippen und lautlose Schreie nach Hilfe

Sonntag, 30. Januar 2011

Auf der Rückreise von Madyan im Distrik Swat bemerke ich, wie Hameed die Lippen lautlos bewegt und sich schließlich mit einer Hand von oben nach unten über das Gesicht fährt. Es ist Freitag, und er hat gebetet. „Ja natürlich, jeden Tag gehe ich in die Moschee. Betet Ihr nicht jeden Tag, zuhause in Deutschland?“ „Naja“, ich antworte zögerlich, etwas verunsichert. „Weißt Du, viele Menschen in Deutschland sind nicht mehr so religiös. Jedenfalls nicht mehr so wie in der Generation meiner Eltern.“ Und füge noch erklärend hinzu, dass viele Menschen doch auch gute Menschen sein können, wenn sie nicht jeden Tag in die Kirche gehen. Erklärungsversuche eines stotternden Ungläubigen, denke ich. Hameed schüttelt lächelnd den Kopf und verspricht mir, auch für mich zu beten.

Auch die Moscheen werden wieder aufgebaut, wie hier in Nowshera in der Provinz Khyber Pakthoon Khwa. (Foto: CARE/Schwarz)

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In der Schweiz, in Pakistan

Samstag, 29. Januar 2011

Alexander der Große soll hier mit Soldaten seines Heeres den Fluss überquert und dann gewütet haben: Das Tal in der gebirgigen Region im Nordwesten des Landes war früher ein Reiseziel für Flitterwochen. Es wird die „Schweiz Pakistans“ genannt: das Swat-Tal. Es liegt nicht weit weg von Afghanistan. Die Menschen hier hatten 2009 mit einer Großoffensive der Armee zu tun, die die Taliban bekämpft. Hunderttausende von Swat-Bewohnern mussten raus aus dem schönen Tal. Als sie wieder nachhause kamen, fanden sie vielfach ihre Häuser zerstört und die Felder unbrauchbar. Sie bauten wieder auf, strengten sich an und waren gerade dabei, ein halbwegs normales Leben zu führen – halbwegs. Denn arm sind sie hier oben fast alle, leben von der Hand in den Mund und eine gute Perspektive haben nur wenige.

Gruppenbild mit Hoffnung: Bauern aus dem Dorf Kas im pakistanischen Swat. CARE und IDEA verteilen Saatgut und helfen bei der Vermarktung der Ernte. (Foto: IDEA/Ejaz Ahmad)

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Den Dreck wegmachen

Mittwoch, 26. Januar 2011

Es gibt doch so eine Art Spruch oder Sprichwort: Aus Dreck Geld machen, zum Beispiel. Der kam mir in den Sinn, als ich in den Distrikten Nowshera und Charsadda unterwegs war. Da waren zum einen die Arbeiter, die die Kanäle der Dörfer säuberten. Darüber habe ich ja gestern geschrieben. Ich habe in einem anderen  Dorf einen recht großen Platz gesehen, der auf den ersten Blick eher wie eine Müllhalde aussah, oder wie ein Ablageplatz für Dreck.

Den gab es dort reichlich, wie fein säuberlich geteilt auf der einen Seite dieses Platzes. In dem Dorf Nawa Killi, im Distrikt Nowshera, kamen die Partner von CARE auf die Idee, diesen Platz zunächst einmal ordentlich aufzuräumen. Und dann: umzugestalten.

Als ich dort ankam, kurvte gerade ein Bagger schräge Bewegungen in die Luft und hub trotzdem sehr geschickt mit seiner Riesenschaufel den Dreck des Platzes um. Ein Traktor mit einem kleinen Anhänger – wie der von einem Bauern–, auf dem sonst vielleicht Kartoffeln oder Bananen transportiert worden wären, stand bereit. Mehr als zwei, vielleicht zweieinhalb dieser Schaufeln Dreck passten nicht darauf. Dann war die Ladung fertig. Dieser Traktor fuhr weg, ein anderer folgte fünf Minuten später. Nun wieder das gleiche Bild: Geschickt, als ob es sich um Filigranarbeit handele, wurden die Dreckhaufen aufgeschichtet und weggefahren.

Noch sehen viele freie Flächen so wie hier aus: Nowshera im Januar 2011. (Foto: CARE/Schwarz)

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