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Beitrag getaggt unter ‘Sabine Wilke’

Haiti: In welchem Film sind wir?

Dienstag, 17. April 2012

Als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation kennt man das aus seinem privaten Umfeld: Viele Dinge, die zu unserem Berufsalltag gehören, sind für Außenstehende häufig schwierig nachzuvollziehen. Es gibt jede Menge Vorstellungen von der Arbeit in armen Weltregionen und humanitären Krisen, aber die Wirklichkeit ist manchmal schwierig zu beschreiben. Nun sind wir mit der Schauspielerin Judith Hoersch in Haiti unterwegs, und sie berichtet Ähnliches von ihrem Berufszweig. Wer weiß schon genau, wie ein Casting funktioniert oder welche Schauspielmethoden es gibt?

Zuhören, hinschauen, lernen: Judith Hoersch in Léogâne, Haiti. (Foto: CARE/ Sabine Wilke)

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Hallo, Haiti! Wiedersehen macht Freude…

Freitag, 13. April 2012

Ein Jahr vergeht wie im Flug, das sagt man doch immer. Und elf Monate? Die kommen mir gerade wie eine Ewigkeit vor. Elf Monate ist es her, dass ich von Haiti Abschied nahm und meinen letzten Blog schrieb. Und nun bin ich wieder hier, auf Kurzbesuch, im Flug sozusagen: Vier Tage, und jede Minute ist wie immer in Haiti prall gefüllt mit Bildern, Geräuschen und Eindrücken. Einerseits hat sich manches getan: Viele Zeltlager sind inzwischen nicht mehr da, die Menschen zurückgekehrt in ihre Nachbarschaften. Der Wiederaufbau schreitet langsam voran. Auch bei CARE sehe ich einige altbekannte Gesichter nicht mehr, mit dem Ende der Nothilfe „schrumpft“ auch unser Team ein wenig.

Sabine Wilke ist nach elf Monaten wieder nach Haiti zurückgekehrt. (Foto: CARE/ Haupert)

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Achtung, Kamera!

Freitag, 19. August 2011

Ich stehe vor dem Bohrloch und warte auf das Klick-Geräusch der Kamera, aber nichts tut sich. Der CARE-Ingenieur hat mir gerade ausführlich erklärt, wie das Grundwasser hochgepumpt wird und dann zu den Wasserstationen kommt. Aber das ist einer dieser Tage, an denen der Wurm drin ist: Ich bin mit einem Fotografen für eine Zeitung im Camp Dagahaley unterwegs, einem der drei Flüchtlingslager im kenianischen Dadaab. Heute schauen wir uns verschiedene Orte in Dagahaley an, um ein Portrait davon zu machen, wie ein so ein Flüchtlingslager funktioniert. Aber am Wassertank holt mich der lange Vortag ein, an dem ich von morgens bis abends herumgerannt bin: jetzt ist der Akku der Kamera leer, und ich habe meinen Notizblock und Stift auf dem Schreibtisch liegen lassen. Alles kein Drama. Der Fotograf leiht mir einen Kuli und ich kritzele von da an auf der Rückseite meiner Aufenthaltsgenehmigung für das Flüchtlingslager, die ich in der Kameratasche finde. Und nach einiger Zeit bin ich über den leeren Akku sogar fast froh.

Das Flüchtlingslager Dadaab von oben. Mittlerweile leben hier mehr als 400.000 Menschen. (Foto: CARE/Underdown)

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Ein volles, halbes Jahr

Mittwoch, 11. Mai 2011

November 2010. Ich kehre nach neun Monaten nach Haiti zurück und stelle fest, dass mich die Karibiknation nie so ganz losgelassen hat.  Das Land ist seit gut vier Wochen Choleragebiet und die Seuche breitet sich vom Norden im ganzen Land aus. CARE bildet Freiwillige aus, die über die Verbreitung und die Behandlung der Krankheit aufklären.  Dazu stehen auch die Präsidentschaftswahlen an. Das Land wartet auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht.

. Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein)

Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein)

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Über den Sexappeal von Toiletten

Donnerstag, 28. April 2011

Ich habe schon häufiger darüber berichtet, wie komplex humanitäre Hilfe in einem Land wie Haiti ist und unter welchen Bedingungen Hilfsorganisationen bemüht sind, gute und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Aktivitäten, die kurz nach dem Erdbeben lebenswichtig und sinnvoll waren, können einige Monate später schon überholt sein oder das Gegenteil bewirken.

Die Zahl der Ansteckungen und Todesfälle blieb in den Camps, die von Organisationen mit Wasser, Latrinen und Hygieneworkshops bedient wurden, deutlich niedriger als in anderen Gebieten des Landes. (Foto: CARE/Wilke)

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24 Stunden Haiti

Mittwoch, 30. März 2011

„Ich kann mir gar nicht so richtig vorstellen, wie Du da eigentlich lebst und was Du genau machst.“ Diesen Satz höre ich oft, seitdem ich vor gut vier Monaten von Deutschland nach Haiti umgesiedelt bin. Es ist schwierig, die Frage in einem Satz zu beantworten, denn dieses Land entzieht sich einfachen Erklärungen. Und auch die Arbeit von CARE ist komplex, denn die immense Zerstörung durch das Erdbeben, die Cholera-Epidemie und die politische Lage stellen uns täglich vor neue Herausforderungen. Deshalb ist es vielleicht einfacher, einen normalen Tag in meinem Leben hier zu schildern. 24 Stunden Haiti, 24 Stunden Alltag bei CARE.

Aus Sicherheitsgründen werden die CARE-Mitarbeiter morgens von einem Fahrer vom Gästehaus ins Büro gebracht und abends wieder abgeholt. (Foto: CARE/Wilke)

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Worte finden.

Mittwoch, 23. März 2011

Die Welt starrt seit knapp zwei Wochen sprachlos nach Japan. Und gleichzeitig überschlagen sich in Libyen die Ereignisse. Es gibt viel zu verstehen und zu erklären, Journalisten haben im Moment keinen leichten Job.  Wie findet man die richtigen Worte?  Atomarer GAU, Krieg, Katastrophe. Jeder Begriff hat seine Geschichte, seinen Kontext und seine Wirkung. Und obwohl wir bei solch großen Ereignissen eine weltweite Solidarität und Aufmerksamkeit erleben, zeigen sich doch oft auch die Schwierigkeiten des Verständnisses für Fremdes, Komplexes. Wie neulich in Haiti:

Wie in Haiti vor mehr als einem Jahr haben Erdbeben und Tsunami jetzt in Japan weite Teile des Landes zerstört. (Foto: CARE Japan)

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