<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.care.de &#187; Wasser</title>
	<atom:link href="http://blog.care.de/tag/wasser/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.care.de</link>
	<description>Blog des Teams von CARE Deutschland-Luxemburg e.V.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 12:47:11 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.3</generator>
		<item>
		<title>Ein volles, halbes Jahr</title>
		<link>http://blog.care.de/ein-volles-halbes-jahr/</link>
		<comments>http://blog.care.de/ein-volles-halbes-jahr/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 13:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Wilke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cholera Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Lateinamerika und Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Wilke]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[CARE]]></category>
		<category><![CDATA[Cholera]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufbau]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=3386</guid>
		<description><![CDATA[November 2010. Ich kehre nach neun Monaten nach Haiti zurück und stelle fest, dass mich die Karibiknation nie so ganz losgelassen hat.  Das Land ist seit gut vier Wochen Choleragebiet und die Seuche breitet sich vom Norden im ganzen Land aus. CARE bildet Freiwillige aus, die über die Verbreitung und die Behandlung der Krankheit aufklären.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>November 2010. </strong>Ich kehre nach neun Monaten <a href="../wiedersehen-mit-haiti/">nach Haiti zurück</a> und stelle fest, dass mich die Karibiknation nie so ganz losgelassen hat.  Das Land ist seit gut vier Wochen Choleragebiet und die Seuche breitet sich vom Norden im ganzen Land aus. CARE bildet <a href="../%E2%80%9Echangement%E2%80%9C-obama-ware-stolz/">Freiwillige</a> aus, die über die Verbreitung und die Behandlung der Krankheit aufklären.  Dazu stehen auch die <a href="../die-wahlen-und-die-hauser/">Präsidentschaftswahlen</a> an. Das Land wartet auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht.</p>
<div id="attachment_3409" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/05/581.jpg"><img class="size-full wp-image-3409" title=". Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein) " src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/05/581.jpg" alt=". Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein) " width="460" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">Neun Monate nach dem Erdbeben wartet das Land auf Wandel und darauf, dass der Wiederaufbau schneller vorangeht. (Foto: CARE/ Hockstein) </p></div>
<p><span id="more-3386"></span></p>
<p><strong>Dezember 2010.</strong> Wir bereiten den Jahrestag des Erdbebens vor. Die Wahlergebnisse werden verkündet und bringen Unruhe. Für mich bringt der Monat eine Menge <a href="../geister-der-vergangenheit-2/">Erinnerungen</a> an das Erdbeben, aber auch ein freudiges Wiedersehen  <a href="../stille-nachte-reloaded/">Weihnachten</a> ist traurig, und sehr ruhig. Kaum jemand ist nach diesem furchtbaren Jahr für Haiti in Feierstimmung.<br />
Aber es gibt auch schöne Momente: Ich treffe den <a href="../gary-judith-und-der-kleine-prinz/=">Autor Gary Victor</a> auf einer Buchmesse und sehe eine andere Seite von Haiti, die jede Menge Hoffnung macht.</p>
<p><strong>Januar 2011.</strong> Alles dreht sich um den <a href="../neues-jahr-alte-wunden/">Jahrestag des Erdbebens</a>. Doch neben aller Medienaufmerksamkeit ist die Trauer eine sehr private Angelegenheit. Mit Erinnerungen, Geräuschen und Gerüchen, die den 12. Januar 2010, 16.53 Uhr wieder lebendig werden lassen. Und es kommen die <a href="../stolz-und-vorurteile/">Vorwürfe</a>: Warum haben die Hilfsorganisationen nicht mehr getan? Und wofür eigentlich all die großen Geländewagen? Dazu kommen die eigenen Zweifel: <a href="../bestes-wissen-schlechtes-gewissen/">Helfen wir richtig?</a> Was wäre so falsch, hier und da den Menschen einfach ein bisschen Geld in die Hand zu geben?</p>
<p><strong>Februar 2011. </strong>Auch nach dem Jahrestag geht die <a href="../irgendwas-mit-medien/">Öffentlichkeitsarbeit </a>weiter. Journalistenbesuche, Interviews, Pressekonferenzen – warum ist das überhaupt wichtig? Kann die Qualität von CAREs Arbeit nicht für sich selbst sprechen?  Nach drei Monaten Arbeit verlasse ich Haiti kurzzeitig, um Abstand zu bekommen und auszuspannen. Die Karibik weckt mit<a href="../oh-wie-schon-ist-panama%E2%80%A6-und-haiti/"> Traumreisezielen in kurzer Entfernung</a>. Wann wird Haiti dazu gehören? Und wann treffen hier nicht mehr nur Helfer aus aller Welt ein, sondern auch <a href="../haiti-heimat-mit-hindernissen/">Exil-Haitianer</a>, die in ihrer Heimat wieder eine Chance sehen?</p>
<div id="attachment_3410" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/05/1024.jpg"><img class="size-full wp-image-3410" title="Kleine Wunder sind in Haiti überall zu finden: Die dicht besiedelten Hügel von Port-au-Prince in der Abenddämmerung. (Foto: CARE/Hockstein)" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/05/1024.jpg" alt="Kleine Wunder sind in Haiti überall zu finden: Die dicht besiedelten Hügel von Port-au-Prince in der Abenddämmerung. (Foto: CARE/Hockstein)" width="460" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Kleine Wunder sind in Haiti überall zu finden: Die dicht besiedelten Hügel von Port-au-Prince in der Abenddämmerung. (Foto: CARE/Hockstein)</p></div>
<p><strong>März 2011. </strong>Der Frühling beginnt fröhlich, mit Festlichkeiten zum <a href="../weiber-statt-fastnacht/">Internationalen Frauentag</a>. Ich treffe auf schicke Damen und bekannte Gesichter. Aber dann bebt die Erde in <a href="../haitianisches-deja-vu-in-japan/">Japan</a> und die Nachrichten stoßen in Haiti auf schmerzhafte Erinnerungen.  Aber so richtig fassen lässt sich diese Katastrophe nicht. Wie findet man also <a href="../worte-finden/">Worte für das Unbekannte</a>?</p>
<p><strong>April</strong> <strong>2011. </strong>Und doch geht irgendwie der <a href="../24-stunden-haiti/">Alltag </a>weiter, und der besteht aus ungewöhnlichen Rufnamen für Kollegen, internationalen Mittagspausen und natürlich <a href="../die-reise-nach-jer-emie/">Dienstreisen</a>. Meine Neugier führt mich eines Sonntags in einen <a href="../gottliche-eindrucke-aus-haiti/">Gottesdienst</a> und zwischendurch ist auch noch Platz für Gedanken über das<a href="../uber-den-sexappeal-von-toiletten/"> stille Örtchen</a>.</p>
<p><strong>Mai</strong> <strong>2011.</strong> Ich kam im November zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Haiti. <a href="../viele-koche-fur-einen-guten-brei/">Nun verlasse ich das Land</a> am 14. Mai, dem Tag, an dem der neue Präsident eingeschworen wird.  Vielleicht ist das ein gutes Omen, ich weiß es nicht. Sechs Monate, 180 Tage, 4.320 Stunden voller Eindrücke, Begegnungen, Fragen, Trauer, Hoffnung, Pragmatismus, Frust, Arbeit, Überraschungen, Verzweiflung, Energie und neuen Anfängen. Ich habe es schon im November geahnt: So ganz wird mich Haiti sicher nie mehr loslassen.</p>
<p><strong>Audio-Blog:</strong></p>
<div id="attachment_3414" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.care.de/video-retrospektive-aus-haiti.html"><img class="size-full wp-image-3414" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2011/05/Sabine-Haiti1.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Video-Retrospektive aus Haiti: Sabine Wilkes berichtet von ihren Eindrücken aus Haiti kurz vor ihrer Abreise nach Deutschland. (Foto: CARE/ Hockstein)</p></div>
<p><strong>Zum Audio-Blog:</strong><strong><span style="color: #0000ff;"><a href="../wp-content/uploads/2011/05/Audioblog_1.flv"> Audio-Blog von Sabine Wilke</a></span></strong></p>
<h3>﻿</h3>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/ein-volles-halbes-jahr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und wieder Dadaab</title>
		<link>http://blog.care.de/und-wieder-dadaab/</link>
		<comments>http://blog.care.de/und-wieder-dadaab/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 07:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flüchtlingslager Dadaab]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Dadaab]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=1418</guid>
		<description><![CDATA[Zur Zeit kommen Woche für Woche um die 5.000 Flüchtlinge in Dadaab an. Wo liegt Deutschland? Sehr weit weg vom Flüchtlingslager Dadaab, soviel ist klar (Foto: CARE/Schwarz) Die überwiegend Zahl aus Somalia. Und wenn dort wieder besonders hat gekämpft wird oder es Anschläge gibt, dann wissen die CARE-Kollegen in Dadaab: Bald werden wieder mehr kommen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit kommen Woche für Woche um die 5.000 Flüchtlinge in Dadaab an.</p>
<div style="background-color: #eeeeee; font-size: 10px; width: 300px; line-height: 14px;"><em><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/10/kenia_junge_ts.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1421" title="kenia_junge_ts" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/10/kenia_junge_ts-300x242.jpg" alt="" width="300" height="242" /></a> </em>Wo liegt Deutschland? Sehr weit weg vom Flüchtlingslager Dadaab, soviel ist klar (Foto: CARE/Schwarz)</div>
<p>Die überwiegend Zahl aus Somalia. Und wenn dort wieder besonders hat gekämpft wird oder es Anschläge gibt, dann wissen die CARE-Kollegen in Dadaab: Bald werden wieder mehr kommen. <span id="more-1418"></span>Hinter diesen nackten Zahlen verbergen sich einzelne Schicksale. Bei meinem Besuch dieses Mal war ich dort, wo die Neuankömmlinge registriert werden. Es sind viele Kinder darunter, einer von ihnen ist Abdullah. Ein anderer Moses, und den Namen einer seiner Schwestern habe ich vergessen. Sie war bildschön, strahlte mich an und sprach mit mir.</p>
<p><strong>Ohne richtige Worte</strong></p>
<p>Ich kann kein Somali, und sie spricht kein Deutsch. Trotzdem haben wir irgendwie eine „Sprache“ gefunden. Sie zeigte mit ihren Fingern auf den Kopf eines Jungen, der in der Reihe saß und mit seinem Großvater auf die Registrierung wartete. „Da, schau hin“, wollte sie sicher sagen. Und dann machte sie eine Bewegung hin zu ihrem Kopf. Mit der ganzen Hand fuhr sie über ihr Kopftuch, als wollte sie sich die Kopfhaut massieren, ohne den Kopf indes zu berühren. Der Junge, das sah ich dann, hatte zwei ungleiche Schädelhälften. Zusammen gewachsen zwar, aber anders. Er lächelte wie ein Kind mit Down-Syndrom, sehr freundlich und sah mir direkt in die Augen. Was Kinder mit dieser Krankheit oft nicht tun. Ich spielte mit ihm und krabbelte mit zwei Fingern an seinem Arm hoch, als ob dort eine Ameise ihr Unwesen treiben würde. Auch wir hatten jetzt eine „Sprache“. Ich war so mit dem Kind beschäftigt, dass die anderen Besucher, mit denen ich gemeinsam nach Dadaab gekommen war, mich regelrecht loseisen mussten.</p>
<p><strong>Irgendwo in Europa und die Gleichberechtigung</strong></p>
<p>Wir besuchten eine Schule, die dringend der Renovierung bedarf. Jungs und Mädchen saßen dort im Klassenraum. Lesend, zuhörend oder schreibend. Ich stellte mich kurz vor und fragte, ob sie Deutschland kennten. Ja, einer hatte einmal etwas davon gehört, aber so genau wusste er nichts zu sagen. „Und es liegt irgendwo in Europa&#8230;“, das war sein bescheidener Versuch, von seinem Wissen Gebrauch zu machen. Großartig“, sagte ich. „Ich bin begeistert. Ich glaube nicht, dass viele Menschen in Europa auch nur fünf afrikanische Länder nennen können, geschweige denn, wo sie liegen.“ Als wir unseren Besuch beendet hatten und die Schüler frei hatten, kam ein Junge auf mich zu. „Darf ich Sie bitte etwas fragen? Es geht um Jungs und Mädchen.“ „Klar, alles, was Du willst.“</p>
<p>Der Junge wollte wissen, warum Mädchen ständig in den Vordergrund gestellt würden. Gute Frage, dachte ich. Noch bevor ich antworten konnte, schoss er nach: „Haben wir nicht die gleichen Rechte? Sind Jungs weniger wert?“ Es stimmt, dass wir das tun, die humanitären Organisationen – besonders in Ländern, in denen Mädchen und Frauen weniger Rechte als dem männlichen Geschlecht zugestanden werden. Ich erklärte ihm das. Oft müsse man eben dafür kämpfen, dass es keine Ungerechtigkeiten gebe, und dass beide die gleichen Chancen bekämen. „Aber natürlich haben Männer und Jungs die selben Rechte wie Frauen und Mädchen“, versicherte ich ihm. Dann mussten wir weiter. Ich hätte gern noch länger mit ihm und den anderen – Jungs und Mädchen – gesprochen.</p>
<p><strong>Das Wasserprojekt</strong></p>
<p>Es geht voran! Die Europäische Kommission hat CARE Deutschland-Luxemburg dafür für dieses Jahr alleine 1,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ich habe darüber schon geschrieben. Wer sich dafür interessiert, findet <a href="http://www.care.de/video-keniaenergie.html" target="_blank">hier ein Video</a> dazu.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/und-wieder-dadaab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freundschaften im Flüchtlingslager</title>
		<link>http://blog.care.de/freundschaften-im-fluchtlingslager/</link>
		<comments>http://blog.care.de/freundschaften-im-fluchtlingslager/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 07:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Rottlaender</dc:creator>
				<category><![CDATA[Axel Rottländer]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager Dadaab]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Dadaab]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Sanitär]]></category>
		<category><![CDATA[Somalia]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=1210</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal hält mein Beruf bei CARE Deutschland-Luxemburg ganz besondere Momente für mich bereit. Helfer in Aktion (Foto: CARE/Rottländer) Und zwar immer dann, wenn ich Kollegen wieder treffe, mit denen ich schon so manches Hilfsprojekt organisiert habe und im Laufe der Zeit Freundschaft geschlossen habe. So ist es auch hier in Dadaab, nachdem ich mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal hält mein Beruf bei CARE Deutschland-Luxemburg ganz besondere Momente für mich bereit.</p>
<div style="background-color: #eeeeee; font-size: 10px; width: 300px;"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/dadaab_rottlander.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1211" title="dadaab_rottlander" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/dadaab_rottlander-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" align="left" /></a> Helfer in Aktion (Foto: CARE/Rottländer)</div>
<p>Und zwar immer dann, wenn ich Kollegen wieder treffe, mit denen ich schon so manches Hilfsprojekt organisiert habe und im Laufe der Zeit Freundschaft geschlossen habe. <span id="more-1210"></span>So ist es auch hier in Dadaab, nachdem ich mit dem kleinen Propellerflugzeug in Dadaab gelandet bin. Stanley, Techniker und verantwortlich für die Wasserversorgung, schüttelt mir kräftig die Hand, bevor wir uns umarmen und dabei ausgiebig auf den Rücken klopfen. Das ist dann einer dieser Momente, die meinen Beruf ganz besonders machen.<br />
Der Anlass meiner Reise in die entlegene Region ist jedoch eher ein ernster. Die Flüchtlingslager von Dadaab, im Nord-Osten Kenias gelegen,  müssen immer mehr Menschen aus Somalia aufnehmen und versorgen. Geplant waren die drei Lager vor etwa 15 Jahren für maximal 100.000 Menschen. Mittlerweile leben hier knapp 300.000 Flüchtlinge und es werden täglich mehr.  Dieser extreme Anstieg stellt CARE und die anderen Hilfsorganisationen vor große Herausforderungen.</p>
<div style="background-color: #eeeeee; font-size: 10px; width: 250px;"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/dadaab_brunnen_rottlander.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1213" title="dadaab_brunnen_rottlander" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/dadaab_brunnen_rottlander-248x300.jpg" alt="" width="250" height="300" align="left" /></a> Brunnenbau, der Klassiker der Entwicklungshilfe, rettet in Dadaab Leben (Foto: CARE/Rottländer)</div>
<p>Die Versorgung mit Trinkwasser ist dabei eines der größten Probleme: Immer mehr und immer tiefer müssen die Brunnen angelegt werden. Inzwischen dringen die Bohrteams in Tiefen von mehr als 160 Meter vor um sauberes Wasser zu finden. Unmengen von Nahrungsmitteln müssen jeden Tag herbei geschafft und an die Menschen verteilt werden. Gleichzeitig richtet CARE Programme ein, damit die Kinder einen geregelten Schulunterricht bekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Einrichtungen, wie Schulen, Gesundheitsstationen, Wasserleitungen und die Abwasserversorgung veraltet und schlicht verschlissen sind.<br />
Daher versuchen wir zurzeit <a href="http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm" target="_blank">mit Unterstützung der Europäischen Union </a>Wasserleitungen zu erneuern. Dazu werden Gräben ausgehoben, Plastikrohre verlegt und so ein neues, verlässliches Netzwerk errichtet. Zusätzlich erstellen wir so genannte Hochtanks, in denen das Wasser aus den Brunnen zwischengelagert wird, bevor es über die neuen Leitungen durch die Wasserhähne in die Kanister von Frauen fließt. Denn es sind die Frauen, die für die Versorgung der Familie mit Trinkwasser verantwortlich sind und somit das Überleben sichern.</p>
<p>In den nächsten zehn Tagen werde ich hier in Daadab arbeiten. Ich hoffe, meinen Kollegen helfen zu können, damit für die Flüchtlinge in den Lagern das Leben ein bisschen erträglicher wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/freundschaften-im-fluchtlingslager/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Cholera kam im August</title>
		<link>http://blog.care.de/die-cholera-kam-im-august/</link>
		<comments>http://blog.care.de/die-cholera-kam-im-august/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 10:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Rottlaender</dc:creator>
				<category><![CDATA[Axel Rottländer]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Cholera]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=1138</guid>
		<description><![CDATA[Sie hielt die blaue löchrige Strickjacke mit ihren Armen eng umschlossen, um nicht allzu sehr zu frieren. Hier oben wehte der Wind unangenehm kühl, obwohl der Himmel strahlend blau und es erst früher Nachmittag war. Viel unterwegs: Axel Rottländer, stellvertretender Nothilfekoordinator von CARE im Gespräch mit Kollegen (Foto: CARE/Maas) Ich war mit dem technischen Team [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hielt die blaue löchrige Strickjacke mit ihren Armen eng umschlossen, um nicht allzu sehr zu frieren. Hier oben wehte der Wind unangenehm kühl, obwohl der Himmel strahlend blau und es erst früher Nachmittag war.</p>
<div style="background-color: #eeeeee; font-size: 10px; width: 300px;"><a href="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/eva-maas-kenya-08-048.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1151" title="eva-maas-kenya-08-048" src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/08/eva-maas-kenya-08-048.jpg" alt="" width="300" height="247" align="left" /></a> Viel unterwegs: Axel Rottländer, stellvertretender Nothilfekoordinator von CARE im Gespräch mit Kollegen (Foto: CARE/Maas)</div>
<p>Ich war mit dem technischen Team von <a href="http://www.carezimbabwe.org/" target="_blank">CARE Simbabwe</a> in dem Distrikt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masvingo" target="_blank">Masvingo im Süden des Landes</a> unterwegs. <span id="more-1138"></span>Die Distrikt-Hauptstadt, Masvingo liegt auf 1.200 Metern und das Gesundheitsstation liegt auf gut 1.600 Metern. In diesem Jahr ist der Winter in Simbabwe besonders kalt und die Brennholzhändler machen ein gutes Geschäft.</p>
<p>Freundlich begrüßte uns die Krankenschwester Lydia in der Gesundheitsstation in Rukono, einem kleinen Dorf oberhalb des Kyle-Staussees. Die Gegend ist malerisch, mächtige Felsen wechseln sich mit ausgedehnten Ebenen ab. Auf einer solchen Ebene befindet sich auch die Gesundheitsstation Rukuno. Die Station liegt in dem Gebiet, wo vor fast einem Jahr eine verheerende Cholera-Epidemie ausgebrochen ist. Die Gesundheitsstationen im ganzen Land waren nahezu machtlos gegenüber der gefährlichen Darmerkrankung. Tausende starben und Zehntausende infizierten sich mit <a href="http://www.care.de/cholera.html" target="_blank">Cholera</a>.<br />
Dabei waren es oftmals sogar die Gesundheitsstationen selbst, die zur Verbreitung der Krankheit beitrugen: Cholera verbreitet sich vor allem über das Trinkwasser und über Fäkalien. Vielen lokalen Behörden fehlt schlicht das Geld, um die sanitären Anlagen instand zu setzen oder für sauberes Trinkwasser in den Stationen zu sorgen. So setzte sich der tödliche Kreislauf auch dort fort.<br />
Mit Unterstützung des <a href="http://ec.europa.eu/echo/ataglance_de.htm" target="_blank">Büros für humanitäre Hilfe der europäischen Kommission</a> wird CARE die Instandsetzung der Gesundheitsstationen angehen. Ingenieure von CARE werden in den nächsten Wochen die notwendigen Reparaturarbeiten der Wasserversorgung und der sanitären Anlagen aufnehmen und mit der Umsetzung zügig beginnen. Bis Ende März 2010 sollen 45 Stationen in den Distrikten Masvingo und Mwenezi instandgesetzt sein. Damit lässt sich ein Ausbruch der Cholera zwar nicht verhindern, aber die Stationen können die Erkrankten besser versorgen und zur Eindämmung der Krankheit beitragen.</p>
<p>Schwester Lydia wünscht uns alles Gute als wir uns wieder auf dem Heimweg machen und sie hofft, dass die Arbeiten an der Gesundheitsstation bald beginnen können: „Letztes Jahr ist die Cholera im August ausgebrochen und mit Sorge denke ich an den kommenden August“, ruft sie uns zu, bevor sie sich wieder ihrer Arbeit zuwendet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/die-cholera-kam-im-august/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hoffnung muss sein</title>
		<link>http://blog.care.de/hoffnung-muss-sein/</link>
		<comments>http://blog.care.de/hoffnung-muss-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 14:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Cholera]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=671</guid>
		<description><![CDATA[Die Menschen in Simbabwe wollen hoffen können (Foto: Tim Freccia/ADH) Als ich jetzt das erste Mal seit zehn Jahren wieder nach Harare komme, erinnere ich mich daran, was für ein freundlicher Ort es ist. Julia Newton-Howes, Geschäftsführerin CARE Australien übersetzt von Linda Besigiroha Alle plaudern, als wir aus dem Flugzeug steigen und durch einen stockdunklen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="background-color: #eeeeee;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="300">
<tbody>
<tr>
<td><img src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/03/zimbabwe_tim-freccia_adh1-300x229.jpg" alt="Die Menschen in Simbabwe wollen hoffen können" width="300" height="229" /><br />
<span style="font-size: 10px; line-height: 14px;">Die Menschen in Simbabwe wollen hoffen können (Foto: Tim Freccia/ADH)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als ich jetzt das erste Mal seit zehn Jahren wieder nach Harare komme, erinnere ich mich daran, was für ein freundlicher Ort es ist.</p>
<p><span id="more-671"></span><em><strong>J</strong><strong>ulia Newton-Howes, Geschäftsführerin CARE Australien</strong></em></p>
<p><em>übersetzt von Linda Besigiroha</em></p>
<p><em></em>Alle plaudern, als wir aus dem Flugzeug steigen und durch einen stockdunklen Gang in das schwach beleuchtete Terminal gehen. Der Mann neben mir bemerkt: „Es gab ein solches Fest, als dieses Terminal aufmachte, und nun schau es jetzt an: keine Lichter, alles ist zu!“</p>
<p>Der Fahrt zu meinem Hotel ähnelt dem Eindruck im Terminal. Ein paar Lichter hier und da, die meisten Ampeln funktionierten nicht und es sind nur wenige Leute auf den Straßen. Ein freundlicher Taxifahrer führt mich auf einen kleinen Harare-Rundgang. Er hofft, dass die neue Machtteilung in Simbabwes Regierung Veränderungen mit sich bringen. „Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben“, sagt er. Überall sind Schlaglöcher und zur üppigen Regenszeit wachsen hohe Gräser und Mais an den Straßen. Sein ältestes Kind soll dieses Jahr mit der Schule anfangen, aber die Schule ist noch geschlossen. Ich frage ihn, was er tun würde, sollte sein Kind krank werden. Er antwort mir: „Die Krankenhäuser hier sind entweder geschlossen oder zu teuer. Die Menschen gehen in die Dörfer in der Hoffnung, Kliniken zu finden, die weniger kosten“. Reisen ist allerdings auch schwierig geworden.</p>
<p>Ich bekomme einen Geldschein von hundert Billionen Dollar. Viele Scheine in Simbabwe haben wegen der unglaublichen Inflation ein Verfallsdatum. Seit kurzem ist es erlaubt, ausländische Währungen zu benutzen. Die Entscheidung hatte deutliche Folgen: Supermarktregale, die für einige Zeit leer standen, sind wieder mit Grundnahrungsmitteln gefüllt. Man kann jetzt mit US-Dollar, dem südafrikanischen Rand oder der Pula aus Botswana einkaufen. Nur wenige Geschäfte nehmen den Simbabwe-Dollar noch an. Die kleinsten Dinge kosten deshalb jetzt schon einen US-Dollar: ein paar Tomaten oder eine Zeitung. Außerdem haben viele Menschen keinen Zugang zu fremder Währung.</p>
<p>Das Hotel ist fast menschenleer. Obwohl die Antwort ziemlich klar war, frage ich den freundlichen Empfangsmitarbeiter. Er erklärt mir, dass die Zeiten für die Tourismusbranche in Simbabwe schlecht seien. Aber er betont direkt: „Wir hoffen …“</p>
<p>Die Landschaft ist smaragdgrün, und dicke weiße und graue Wolken ziehen dahin. Dies und die milde Temperaturen sind eine schöne Abwechslung von der unnachgiebigen Hitze, die ich in Australien zurück ließ. Es ist ein schönes Land, aber Frauen haben hier eine Lebenserwartung von nur 34 und die Männer von 37 Jahren. Die harte Realität eines Lebens mit 94 Prozent Arbeitslosigkeit, Hunger, HIV/AIDS und Cholera ist in den Gesichtern, die ich auf der Straße sehe, deutlich zu erkennen. Als die Wasser- und Stromversorgung, die Schulen und Gesundheitsmaßnahmen zugrunde gegangen sind, haben sehr viele Menschen den täglichen Kampf ums Überleben verloren. Der Friedhof, der nicht weit entfernt von Harare liegt, scheint sich endlos weit zu strecken.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/hoffnung-muss-sein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fliegen, Fäkalien und Händewaschen</title>
		<link>http://blog.care.de/fliegen-fakalien-und-handewaschen/</link>
		<comments>http://blog.care.de/fliegen-fakalien-und-handewaschen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 13:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CARE Deutschland-Luxemburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Cholera]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/?p=637</guid>
		<description><![CDATA[CARE berichtet über die Zustände in Krankenhäusern in Simbabwe. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table style="background-color: #eeeeee;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="300">
<tbody>
<tr>
<td><img src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2009/02/foto-simbabwe1.jpg" alt="Sauberes Wasser ist lebenswichtig, um vor Cholera zu schützen" width="300" height="229" /><br />
<span style="font-size: 10px; line-height: 14px;">Frisches Trinkwasser ist in Choleragebieten lebenswichtig (Foto: CARE)</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ein Besuch in einem Choleralager in Simbabwe kann ganz schön erschreckend sein.</p>
<p><span id="more-637"></span></p>
<p><strong>von Julia Newton- Howes, Geschäftsführerin von CARE Australien</strong></p>
<p><em>übersetzt von Linda Besigiroha</em></p>
<p>In einem kleinen Krankenhaus im Kolonialbaustil hängen provisorische Barrieren aus Plastikplanen, um sicher zu stellen, dass ich auf dem Weg durch die verschiedenen Krankenstationen meine Füße jedes Mal in eine Chlorlösung eintunke und meine Hände damit besprühe.</p>
<p>„Ich war hier ganz alleine“, sagt der Oberpfleger. „Alle meine Kollegen sind nach Südafrika oder woanders hingegangen.“ Sein Uniform ist makellos, mit beeindruckenden Schulterklappen: Er sieht fast militärisch aus. Er beschreibt, wie es neulich so viele Geburten auf einmal gab, dass er drei Säuglinge in zwölf Minuten entband. Seine ersten drei Cholerapatienten starben, weil er nicht genügend Infusionen zur Verfügung hatte.</p>
<p>Wir gehen ins Krankenhaus hinein, tunken unsere Schuhe in Chlorlösung und lassen unsere Hände besprühen. In den Krankenstationen zeigt der Pfleger uns die Ausrüstung, die Nichtregierungsorganisationen wie CARE und Ärzte ohne Grenzen zur Verfügung stellen. Eimer, spezielle aber sehr einfache Betten, Infusionen, durch Handpumpen betätigte Sprühdosen- alles wird uns gezeigt. Das kleine Krankenhaus hatte 118 neue Einweisungen in den letzten zwei Monaten.</p>
<p>Die Helfer haben die Bewegungen der Cholerafälle auf Landkarten verfolgt und die Krankheitsquellen genau festgelegt: Die meisten Menschen infizierten sich bei Beerdigungen oder an Wasserquellen mit Cholera. Deutlich mehr Frauen als Männer erkrankten, weil sie diejenigen sind, die Wasser an den Flüssen holen.<br />
<strong><br />
Aufklärer mit Motorrad</strong></p>
<p>Der Rückgang an Choleraerkrankten in der Klinik ist der harten Arbeit eines engagierten jungen Sozialarbeiters zu verdanken. Nachdem das Krankenhaus die vorangehenden Bewegungen der Erkrankten festgestellt hatte, machte er sich mit Motorrad auf den Weg in diese Gebiete und klärte die Menschen über Cholera auf. Mit Leidenschaft erklärte er, wie Fliegen sich von Fäkalien ernähren und dann bis zwei Kilometer weiterfliegen, bevor sie auf jemandes Essen landen, darauf erbrechen und weiter fliegen: Kleine Gesandte von Krankheit und Tod. In seiner Begeisterung für das Thema erinnert er mich daran, meine Fingernägel kurz zu halten, da Choleraerreger sich bis zu zwei Wochen unter den Nägeln verstecken können.</p>
<p>Traditionell besteht bei Beerdigungen die Möglichkeit, die Leiche anzuschauen. Dieser Brauch muss in Zeiten von Cholera jedoch vermieden werden, was in manchen Familien zu Unmut führt. Der Sozialarbeiter war deutlich erschöpft von den Gesprächen mit trauernden Familien und den ständigen Erklärungen darüber, wie ansteckend eine Leiche sein kann. Er nahm persönlich an Beerdigungen teil, um sicher zu stellen, dass der Leichensack nicht aufgemacht wurde. Der Druck, der im Mittelpunkt dieser Tragödie auf ihm lastete, war in seinen Gesichtszügen wiederzuerkennen.</p>
<p>Wenn man durch die Dörfer reist, merkt man, auf welch beeindruckende Weise die Menschen die Botschaft über Cholera erhalten haben. In vielen Orten geben sie sich nicht mehr die Hand, sondern berühren einander mit geballter Faust. Trotz des riesigen Erfolgs in der Aufklärungsarbeit besteht weiterhin Bedarf an einer verbesserten Wasserversorgung und besseren Sanitäreinrichtungen auf dem Land. Solange die Menschen ihr Trinkwasser aus Flüssen holen und im Gebüsch auf Toilette gehen, bleiben sie gefährdet. Die städtischen Gebiete sind am schwersten betroffen, insbesondere weil es in Teilen Harares seit Monaten kein funktionierendes Wassersystem mehr gibt und in vielen Orten das Wasser einfach nicht mehr geklärt wird. Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass viele Menschen mobiler geworden sind. Das heißt wiederum, dass das ganze Land zurzeit von Cholera gefährdet ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/fliegen-fakalien-und-handewaschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Regen, Flüchtlinge und der Malaria-Tag</title>
		<link>http://blog.care.de/regen-fluchtlinge-und-der-malaria-tag/</link>
		<comments>http://blog.care.de/regen-fluchtlinge-und-der-malaria-tag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 09:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Binnenflüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Malariamücken]]></category>
		<category><![CDATA[Nairobi]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.care.de/2008/04/28/regen-fluchtlinge-und-der-malaria-tag/</guid>
		<description><![CDATA[Ein Mädchen aus Kibera, traumatisiert durch die Ereignisse nach den Wahlen und den Hunger. 25.04.08 Dunkle Wolken ziehen über Nairobi auf. Und die Menschen lächeln: Sie wissen besser als viele andere, wie wichtig Wasser ist und dass Wasser Leben bedeutet [CARE Affair- Wasser, PDF]. Sie freuen sich, dass es endlich mehr regnet als in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.care.de/wp-content/uploads/2008/04/kiberamadchenportrait080425qimg_8864.jpg" alt="Ein nachdenkliches, traumatisiertes Mädchen aus Kibera, Kenia" /><br />
<span style="font-family: Arial;"><em>Ein Mädchen aus Kibera, traumatisiert durch die Ereignisse nach den Wahlen und den Hunger.</em></span></p>
<p><strong>25.04.08</strong> Dunkle Wolken ziehen über Nairobi auf. Und die Menschen lächeln: Sie wissen besser als viele andere, wie wichtig Wasser ist und <span style="font-family: Arial;">dass <a href="http://care.de/fileadmin/redaktion/service/downloads/wasser21x26.pdf" target="_blank">Wasser Leben bedeutet [CARE Affair- Wasser, PDF]</a></span><span style="font-family: Arial;"><a href="http://care.de/fileadmin/redaktion/service/downloads/wasser21x26.pdf" target="_blank">. </a>Sie freuen sich, dass es endlich mehr regnet als in den vergangenen Wochen. Schließlich herrscht Regenzeit. Und die sollte eigentlich schon längst Wasser auf die Felder bringen und in die Flüsse und ebenso dafür sorgen, dass ausreichend Wasser in den Brunnen ist. Und für die eigentliche Regenzeit hat es immer noch nicht ausreichend geregnet. Aber immerhin, sagen sich die Leute. Und wenn ich Kenianer auf den Regen anspreche, lächeln sie fröhlich.</span></p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p>Für die Binnenflüchtlinge, die ihre Heimat im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rift_Valley_%28Kenia%29" target="_blank"><span style="font-family: Arial;">Rift-Valley</span></a><span style="font-family: Arial;"> verlassen mussten, sieht das alles anders aus. Sie leben jetzt irgendwo in der Provinz. Sie leben in provisorischen Lagern. Sie mussten ihre Felder zurücklassen und können nicht rechtzeitig pflanzen. Viele von ihnen fürchten die – erwartete – schlechte Ernte. Sie würde zu schlimmen Engpässen bei Getreide und Gemüse führen. Der Staat Kenia hat immerhin Geld bereitgestellt. Damit können Bauern sich Kredite nehmen, um das teurer gewordene Saatgut zu bezahlen.</span></p>
<p>Die „Friedens-Karawane“ wird die Tour in die Lager der Vertriebenen genannt. Im Radio und auch in den Zeitungen. „<a href="http://www.kenya-advisor.com/tv-stations-in-kenya.html" target="_blank"><span style="font-family: Arial;">Citizen-TV</span></a><span style="font-family: Arial;">“ berichtet nahezu drei Tage live von diesem Ereignis. Der kenianische Präsident Kabila und der neue Premierminister Odinga sind – mit anderen Politikern – zu den Vertriebenen unterwegs. Sie halten Reden, hören auch zu. Sie wollen die Menschen überzeugen, wieder nachhause zu gehen. Aber solange deren Sicherheit nicht gewährleistet scheint, zögern die meisten, sich auf den Weg zurück zu machen.</span></p>
<p>Achja, da war doch noch was: Heute ist Welt-Malaria-Tag. Zum ersten Mal hat ihn die UNO ausgerufen. Alleine in Kenia sterben 92 Kinder an dieser Krankheit, Tag für Tag. Dabei wäre Malaria leicht zu behandeln. <a href="http://www.care.de/sambia_aids_malaria.html" target="_blank">CARE hilft</a> beispielsweise in Sambia, diese heimtückische <a href="http://www.who.int/malaria/" target="_blank">Krankheit</a> zu bekämpfen. Aber für alle Afrikaner bleibt Malaria eine Lebensbedrohung. Es ist nicht teuer, zu <a href="https://secureform.digramm.com/care/?show=projects&amp;lang=de" target="_blank">helfen</a>: Alleine ein einfaches Moskitonetz in den Hütten hilft, sich gegen die weiblichen Malariamücken (<em>Anopheles garnbiae</em>) zu schützen – und zu überleben.</p>
<p><span style="font-family: Arial;"><a href="http://picasaweb.google.com/SchwarzCARE/Kenya" target="_blank">Hier</a> die letzten Bilder aus Kenia. CARE/Schwarz</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.care.de/regen-fluchtlinge-und-der-malaria-tag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

