Überwindung von Mangelernährung in Simbabwe: Unsere Erfolge

In der Region Chivi, im Süden Simbabwes, leben die Familien von Landwirtschaft und Viehzucht. Dabei kommt den Frauen eine doppelte Verantwortung zu: Sie übernehmen den Großteil der Erntearbeiten und kümmern sich gleichzeitig noch um Kinder und Haushalt.

In den letzten Jahren haben immer wiederkehrende Dürreperioden diese Aufgaben zu einer zunehmenden Herausforderung und Belastung werden lassen. Also wurde CARE 2013 in der Region aktiv und unterstützt seitdem Familien beim Anbau dürreresistenten Saatguts, hilft so bei der Überwindung von Mangelernährung und versucht durch Gleichstellungsmaßnahmen Entlastung für Frauen und Mädchen zu schaffen.

Hier sind einige Beispiele unserer Methoden und Erfolge:

Arbeitsentlastung für die Frauen in Chivi: Die Männer unterstützen ihre Frauen bei der Erntearbeit. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

CARE erklärt den Männern und Jungen, wie sie die Frauen und Mädchen bei der Arbeit auf den Feldern unterstützen können, so dass die Frauen entlastet und die Ernteerträge gleichzeitig gesteigert werden. Außerdem klärt CARE über alternative Methoden auf, wie sich die Menschen während magerer Erntezeiten weiterhin selbst versorgen können.

Durch ihre gemeinsamen Arbeiten auf dem Feld, konnten Naphert (rechts) und Eleginia (links) ihre Ernteerträge steigern. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

CARE zeigte Naphert (rechts) und Eleginia (links), wie sie lokale Gemüsesorten anbauen können, die auch während der Trockenperioden wachsen. Seitdem sie hier als Paar zusammenarbeiten, steigern sich ihre Ernteerträge; sie können drei Mahlzeiten am Tag essen und sogar die überschüssige Ernte auf dem Markt verkaufen! Naphert erklärt: „Das Geld, das wir durch den Verkauf unserer Ernte einnehmen, hilft uns, unsere Vorräte im Haus aufzustocken.“

CARE versorgt Familien mit Nahrungsmitteln: Die Kinder müssen nicht auf dem Feld mitarbeiten, sondern können zur Schule gehen. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

CARE verteilt Essen an Familien, die nicht in der Lage sind ihre Kinder zu ernähren. Hierbei geht es nicht nur um die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung für diese Menschen, sondern auch um einen ganz wichtigen Nebeneffekt: „Ohne die Lebensmittel von CARE würden meine Kinder zu Hause arbeiten müssen, anstatt zur Schule gehen zu können“, erklärt Tasara, Vater von fünf Kindern. „Als uns die Hilfe von CARE erreichte, waren wir sehr erleichtert. Jetzt können wir drei Mahlzeiten am Tag essen und die Kinder können ihre Schuldbildung fortsetzen.“

„Wir sind in der Lage, unsere Kinder gesund aufwachsen zu sehen. Sie nehmen an Gewicht zu“, freut sich Euna. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

Euna (39) verlässt gerade eine Nahrungsmittelverteilung von CARE. Die Lebensmittel stellen sicher, dass ihre Kinder ausreichend versorgt sind. Denn das war nicht immer so. Vor der Hilfe von CARE blieb Euna nichts anderes übrig, als ihr ganzes Geld für Essen auszugeben – jetzt kann sie es sparen. Glücklich stellt sie fest: „Wir sind in der Lage, unsere Kinder gesund aufwachsen zu sehen. Sie nehmen an Gewicht zu, das freut uns sehr!“

Tasara (links) und Memory (rechts) konnten ihre Ernteerträge steigern, so dass sie sich sogar Hühner kaufen konnten. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

Vor der Hilfe von CARE in der Region konnten Tasara (links) und Memory (rechts) nur Grundnahrungsmittel für eine Mahlzeit am Tag anbauen. Nun erhält die Familie Samen und Bohnen und bekam von CARE beigebracht, wie sie ihre Anbaumethoden verbessern können, so dass sich ihre Ernteerträge dauerhaft steigern. „Unsere Ernährung hat sich sehr verbessert“, sagt Tasara. „Die Bohnen sind sehr gesund. Wir konnten sogar Hühner kaufen, die nun Eier legen.“

„Das wertvollste Gut, das wir von CARE erhalten haben, ist Wissen“, meint Tasara, der mit seinem Fahrrad zu anderen Gemeinden reist, um dieses Wissen zu vermitteln. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

CARE bildete Tasara darin aus, sein Wissen über die verbesserten Anbaumethoden weiterzugeben. Nun reist er mit dem Fahrrad zu anderen Gemeinden, um sie darüber und über die Vorteile der Zusammenarbeit von Männern und Frauen bei der Erntearbeit aufzuklären. Tasara hat schon 23 Bauern aus anderen Gemeinden ausgebildet und ihnen dabei geholfen, ihre Ernteerträge zu steigern. Er meint: „Das wertvollste Gut, das wir von CARE erhalten haben, ist Wissen.“

Lokales Gemüse wird unter den Gemeindemitgliedern aufgeteilt. (Foto: CARE/Alana Holmberg)

CARE bringt den Familien in ländlichen Gebieten bei, wie sie eine Vielfalt an lokalem, nahrhaftem Essen anbauen können, welches obendrein einfach zuzubereiten ist.

Nahrungsmittel wie Okras (ein lokales Gemüse) und Erdnüsse sind in manchen Gebieten immer vorhanden. Die Gemeindemitglieder sammeln so viel, dass für das gesamte Dorf ausgesorgt ist und sie bilden Gruppen mit umliegenden Dörfern, um ihre Ressourcen miteinander zu teilen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit in Simbabwe mit Ihrer Spende und helfen Sie so, die Nahrungsmittelsicherung und Trainings für noch mehr Familien möglich zu machen!

 

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