Wie lässt sich Entwicklung klima-resistent gestalten?

CARE-Mitarbeiterin Katrin von der Dellen und ein Mitarbeiter der CARE-Partnerorganisation Raks Thai Foundation. (Foto: CARE)

CARE-Mitarbeiterin Katrin von der Dellen und ein Mitarbeiter der CARE-Partnerorganisation Raks Thai Foundation. (Foto: CARE)

Die Folgen von Klimawandel sind in vielen verschiedenen Bereichen zu spüren: Die Verschiebung von Regen- und Trockenzeit erschwert Bauern den richtigen Zeitpunkt für ihre Aussaat zu bestimmen. Stürme und Überschwemmungen zerstören Aquakulturen und eine Zunahme der Durchschnittstemperatur fördert die Ausbreitung von Malaria in Gebieten, in denen es bislang zu kalt für die krankheitsbringenden Moskitos war. Das Problem Klimawandel und seine Auswirkungen sind für viele Entscheidungsträger eine neue Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Menschen, die von den Auswirkungen direkt betroffen sind, mussten bereits anfangen ihre Lebensumstände an die veränderten Bedingungen anzupassen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

CARE unterstützt Küstenbewohner in Indonesien und Thailand dabei, die Auswirkungen von Klimawandel auf ihre Lebensgrundlagen zu identifizieren und gemeinsam mit den Betroffenen bisherige Anpassungsstrategien zu verbessern. In diesen Prozess sind neben Gemeinden auch Vertreter der lokalen Regierungen miteinbezogen. In Indonesien und Thailand finanziert CARE Pilotprojekte wie Wiederaufforstung von Mangroven um Küstenerosion zu stoppen, den Aufbau von Fischhäusern um die Fischpopulation in küstennahen Gebieten zu erhöhen und die Schaffung alternativer Einkommensmöglichkeiten, durch die Kultivierung und Weiterverarbeitung von Seegras zu Crackern für den lokalen Markt. Zusammen mit Gemeinden und der Regierung wird der Fortschritt der Maßnahmen kontinuierlich kontrolliert. Erfolgreiche Maßnahmen werden in jährliche Dorfentwicklungspläne und die fünf Jahresplanung integriert sowie von den jeweiligen Ministerien wie dem Fischereiministerium finanziell unterstützt. In einigen Regionen weitet die Regierung die Anpassungsaktivitäten auch auf zusätzliche Dörfer aus. Dieses Beispiel zeigt, wie Anpassungsmaßnahmen in die Entwicklungsplanung integriert werden können.

Eine Forderung der Teilnehmer der „8th International Conference on Community Based Adaptation“, in der sogenannten „Kathmandu Erklärung“, ist die Erhöhung der Klimagelder, zu denen lokale Regierungen direkten Zugang haben. Die Hälfte der Gelder, die Staaten für Klimawandelmaßnahmen ausgeben können, sollen direkt den betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Neben öffentlichen Geldern soll auch der private Sektor stärker in Klimafinanzierung miteinbezogen werden. Auch innovative Finanzierungsmöglichkeiten wie Mikroversicherungen sollen in Zukunft stärker ausgebaut werden. Diese Forderungen unterstützte auch die UNFCC Generalsekretärin Christiana Figueres in ihrer Abschlussrede und ermutigte alle Anwesenden diese Ideen in ihrer Arbeit umzusetzen. Inspiriert von innovativen Ansätzen, interessantem Austausch mit Kollegen aus aller Welt und vielen neuen Ideen für die Projektarbeit verabschiede ich mich aus Kathmandu.

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